Kommunaler Energieplan für Piringsdorf ausgearbeitet

Konzept

Auf zirka 280 Seiten werden mögliche Schritte für den Weg zur Energieautarkie der Gemeinde aufgezeigt.

Von Michaela Grabner

Wolfgang Karlovits von der Energieberatung (M.) stellte dem Gemeinderat rund um Bürgermeister Thomas Hauser (r.) und Vizebürgermeister Matthias Brunner den Kommunalen Energieplan vor.

Wolfgang Karlovits von der Energieberatung (M.) stellte dem Gemeinderat rund um Bürgermeister Thomas Hauser (r.) und Vizebürgermeister Matthias Brunner den Kommunalen Energieplan vor.

© Michaela Grabner

Wolfgang Karlovits von der Energieberatung Burgenland präsentierte dem Gemeinderat die wichtigsten Punkte des kommunalen Energieplans, den er auch als Fahrplan für die Zukunft mit unterschiedlichen Abbiegemöglichkeiten bezeichnete. Dieser zeigt auf, welchen Beitrag Piringsdorf zur bilanziellen Energie- und Klimaneutralität leisten kann.

Dabei ist insbesondere der Ausbau von Photovoltaik von zentraler Bedeutung, wobei die PV-Erzeugung gezielt mit anderen Bereichen verknüpft werden soll wie zum Beispiel eine Teilversorgung der Straßenbeleuchtung durch PV mit Batteriespeicher. Möglichkeiten für die Errichtung von Photovoltaikanlagen im öffentlichen Bereich sieht die Energieberatung etwa beim Schul- und Kindergartengebäude, dem Gemeindezentrum, dem Feuerwehrhaus und der Sulzquelle, wobei man dort gleichzeitig Klimaschutz an einem touristischen und regionalen Treffpunkt sichtbar machen könnte.

Weitere Ansatzpunkte betreffen etwa die Umstellung der Beleuchtung im Turnsaal der Volksschule/Kindergarten auf LED, den Einsatz von Klimaanlagen statt reiner E-Heizungen, zumal im Sommer ohnehin Kühlbedarf besteht, Heizungstausch und Prozessoptimierung durch den Einsatz von Wärmepumpen und Biomasseanlagen, eine zweite Nahwärmeversorgung („Das Potenzial im Bereich hinter dem Feuerwehrhaus ist riesig“) oder thermische Sanierungen. „Die günstigste Energie ist jene, die nicht benötigt wird durch sinnvolle Maßnahmen wie Dämmung und Optimierung“, betonte Karlovits.

Großes Einsparpotenzial ortet man auch im Bereich der Straßenbeleuchtung. Obwohl bereits auf energiesparende LED-Technik umgestellt, entfallen noch immer 60 Prozent der Stromkosten auf die Beleuchtung. Weitere Einsparungen wären etwa durch Dimmen, Abschaltung jeder zweiten Lampe oder temporären Abschaltungen möglich.

„Spart Energie, dämmt alles und macht PV-Anlagen - der Energieplan soll ein Werkzeug sein, um bewusster mit Energie umzugehen“, fasste Karlovits zum Schluss zusammen.