25 Jahre Garish: Ein Fest!
Konzert in der Mühle
Ihr Vierteljahrhundert begeht die Band aus Mattersburg, die österreichische Popgeschichte schrieb (und noch immer schreibt), mit einem besonderen Album, einer Tour und vielen Freunden. In der Cselley Mühle in Oslip wurde das jetzt gefeiert.
Garish und Gäste. Backstage in der Mühle mit Ina Regen, den Strottern, Tanz Baby! und Musikmanager Hannes Tschürtz.
© Wolfgang Millendorfer
25 Jahre, sieben offizielle Alben und mehr als hundert Lieder – es wäre ein Leichtes, daraus ein Jubiläumsprogramm zu stricken, von dem noch lange alle reden. Aber das ist erstens immer so, wenn Garish (in der Cselley Mühle) spielen, und zweitens wäre es damit allein nicht ganz getan. Also sind Thomas Jarmer, Kurt Grath, Markus Perner und Julian Schneeberger einer Idee von Hannes Tschürtz gefolgt.
Der Musikmanager und inkmusic-Begründer begleitet die Band schon seit den Anfängen als Quintett Ende der 90er-Jahre – und gemeinsam wurde zuletzt im umfangreichen Katalog geblättert, Lieder wurden wiederentdeckt und mit befreundeten Künstlerinnen und Künstlern neu aufgenommen. Der perfekte Ort für den Auftakt zur Tour zur Jubiläums-Compilation war schnell klar: zurück in die Mühle!
„Hände hoch, ich kann dich leiden!“
Mit dem Titel ihres 25-Jahr-Albums zitieren Garish aus dem eigenen Text-Universum – aber sie wiederholen sich nicht. Im Gegenteil: Im Zusammenspiel mit Gästen wie Ina Regen, Verena Altenberger, den Strottern oder Anna Mabo schlagen Stücke, die man heute längst Klassiker nennen darf, eine andere Richtung ein und bekommen neue Tiefe.
Also zurück in die Mühle, die auch unter neuem Namen Csello der richtige Ort für ein Konzert wie dieses ist: der Saal voller Menschen, viele kennen einander, viele kennen die Band persönlich und die Liedtexte sowieso auswendig.
Die Gästeliste ist exklusiv: Tanz Baby! (die nebenbei dezent ein lange erwartetes Comeback ankündigen) und Garish zusammen auf einer Bühne gibt’s auch nicht alle Tage; mit den Strottern gibt’s den gemeinsamen Geniestreich „Dei Wöd is a Scheibm“ und mit Ina Regen ein intensives „Auf den Dächern“. Zu viert als Band dann ganz intime Momente, inklusive emotionalem Finale.
Davon wird auch dieses Mal noch lange geredet werden. Und die Tour beginnt erst, führt in den Westen und wieder retour und irgendwann, in nicht allzu ferner Zukunft, wohl wieder ins Studio. Denn auf Garish ist Verlass.

© Wolfgang Millendorfer