Die Veranstaltung „Wein, Zeit & Juwelen“ der Familie Juwelier Zauner lockte zahlreiche Gäste in das Gasthaus Fuchs nach Weppersdorf.
Viel Schmäh und großartige Tänzerinnen beim Sommerkabarett
Krebslergilde
Wenn Herbert Prohaska auf Claudia Jung und die Minions trifft, dann heißt es Bühne frei für die Oberpullendorfer Faschingsgilde „Die Krebsler“ und die Colourful Dancers.
Zahlreiche Kinder und einige Erwachsene standen beim Sommerkabarett auf der Bühne. Durchs Programm führte Nadine Rom. Im Anschluss gehörte die Bühne der Musikgruppe „Blechherzen“.
© Michaela Grabner
Schon seit einigen Jahren lädt die Oberpullendorfer Faschingsgilde „Die Krebsler“ gemeinsam mit den Colourful Dancers rund um Celine Weiss, die auch die Gardemädchen für die Gilde stellen, Anfang September zu einem Sommerkabarett bei freiem Eintritt am Hauptplatz ein. Die jungen Bühnenstars standen heuer sowohl schauspielerisch als auch tänzerisch besonders im Fokus, gespickt mit ein paar Routiniers wie Beatrix Fischer-Pochtler als von den vorlauten Antworten ihrer Schülerinnen genervte Lehrerin, Isolde Prattinger als crazy Oma, die sich die Jugendsprache ihres Enkels anzueignen versucht, Elisabeth Schmid als Joggerin oder der wandlungsfähige Laci Horvath, der diesmal in der Rolle von Claudia Jung das singende Versprechen abgab: „Domani l'amore vincera“ („Morgen wird die Liebe siegen“).
Gezeigt wurde auch heuer ein Mix aus Best of-Nummern der Kapplkabaretts der vergangenen Saison und neuen Schmähs, wobei auch die jungen Tänzerinnen der Colourful Dancers nicht nur tänzerisches Können, sondern auch Schauspieltalent bewiesen, als sie etwa in die Rolle von Kindergartenkindern schlüpften. Besonders in ihrem Element waren sie aber natürlich bei den Tanznummern, wo unter anderem zu Live-Harmonika-Musik von Christoph Schmid ein Maschentanz aufgeführt wurde, im Wanderschritt getanzt wurde, die Minions über die Bühne wirbelten oder alte Omas den Rollator beiseite stellten und gemeinsam mit einem Rapper mit ihren Hüften wackelten.
Das Programm gipfelte schließlich in der neuesten Analyse von Herbert P., dem Bühnen-Alter Ego von Gildenpräsident Emanuel Rom. Er „beleuchtete“ unter anderem das neue Flutlicht beim Sporthotel Kurz. „Deis Ding kaun wahrscheinlich an Fußboiplotz so ausleuchtn, dass der Tormann in Deitschkreitz no siacht, wenn der Stürmer in Puindoaf im Abseits steht. Nur es gibt a gaunz a klans Problem. Sie dürfen es net aufdrehn weil die Genehmigung vom Land fehlt. Deis is wie wennst den Ronaldo verpflichtest und dann kummst drauf die Spielberechtigung hob ma vergessn. Jetzt steht deis Flutlicht da, topmotiviert, aber auf der Ersatzbank.“
Wirtschaftlich hingegen geht's in Oberpullendorf laut Herbert P. ganz steil bergauf: „Jetzt hob ma einen Hochzeitsladen, ungefähr den zwölften Barbershop, einen Alpakaladen und ein Fischergschäftl. Also eigentlich is deis Sortiment gaunz perfekt, weil do kaunst heiratn, dir vurher die Hoa schneidn lossn, dann gehst da noch a Alpaka kaufn und wenn die Ehe net funktioniert, gehst anfoch fischn. Mehr Lebensplanung kann dir eine Bezirkshauptstadt wirklich nicht bieten.“