In Oberwart bei E-Tankstellen QR-Codes überklebt

Kriminell

Ein 45-jähriger Rumäne wurde in Eisenstadt verurteilt, weil er in Oberwart bei Stromtankstellen QR-Codes überklebte.

Von Elisabeth Kirchmeir

Bei Ladestationen für E-Autos wurden QR-Codes manipuliert.

Bei Ladestationen für E-Autos wurden QR-Codes manipuliert.

© Symbolfoto: Casezy idea, Shutterstock

Der Angeklagte hatte am 16. April 2025 bei 46 Stromtankstellen in Oberwart die QR-Codes überklebt. Auf den Stickern befanden sich andere QR-Codes, die zu einer Website führten, wo die Kunden ihre Bankdaten eingeben sollten.

Der Rumäne stand am Donnerstag, 5. Februar 2026, in Eisenstadt vor Gericht. Er bekannte sich schuldig und gab an, von einem Drogendealer zu den Straftaten aufgefordert worden zu sein.

„Ich war drogensüchtig und wurde mit Drogen im Gegenwert von 300 bis 400 Euro bezahlt“, sagte der Angeklagte. Mit Hilfe der aufgeklebten QR-Codes hätten die Bankdaten der Opfer ausgespäht werden sollen.

Auch in der Schweiz hatte der Angeklagte die Aufschriften von Stromtankstellen manipuliert. Dort wurde er Anfang November 2025 zu einer Haftstrafe verurteilt und dann an die österreichischen Behörden übergeben.

Der Drogendealer habe ihm genau gesagt, auf welche Ladestationen er die QR-Codes kleben sollte, so der Angeklagte. „Ich musste auch Fotos machen“, sagte er. „Verstanden Sie, wie das mit den QR-Codes im Hintergrund funktionierte?“, fragte der Verteidiger.

„Ich weiß nicht genau, wie es funktionierte, ich musste es nur kleben“, antwortete der Angeklagte. „Ich vermutete, dass etwas Illegales passiert und die Leute verleitet werden, Geld auf falsche Konten zu überweisen.“

Neben der Verurteilung in der Schweiz sind auch Vorstrafen aus Rumänien, Italien und Deutschland im Strafregister des Mannes eingetragen. In seiner Heimat ist ein weiteres Strafverfahren wegen Geldwäsche offen.

In Eisenstadt wurde er wegen Ausspähens von Daten unbarer Zahlungsmittel zu 20 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.