Rotes Kreuz: (K)ein großer Abschied und eine starke Wahl

Krischka folgt Pirringer

Viele Danksagungen gab es beim Abschied von Burgenlands Rotkreuz-Präsidentin Friederike Pirringer - und die Ankündigung, dass sie der „Rettungs-Familie“ auch in Zukunft erhalten bleiben wird. Ihr Nachfolger Werner Krischka konnte sich bei der Generalversammlung im Kulturzentrum Eisenstadt über hohe Zustimmung freuen.

Von Wolfgang Millendorfer

Werner Krischka übernahm von Friederike Pirringer als Präsident des Roten Kreuzes im Burgenland. Die Vorgängerin wurde sogleich zur Ehrenpräsidentin ernannt.

Werner Krischka übernahm von Friederike Pirringer als Präsident des Roten Kreuzes im Burgenland. Die Vorgängerin wurde sogleich zur Ehrenpräsidentin ernannt.

© Wolfgang Millendorfer

Nach neun Jahren hat das Rote Kreuz im Burgenland ein neues Gesicht an der Spitze: Der bisherige Vizepräsident Werner Krischka folgt Friederike Pirringer nach und übernimmt als Präsident. Die Generalversammlung in Eisenstadt stand nicht nur im Zeichen des Präsidium-Wechsels, sondern vor allem auch des Dankes: Delegierte aus allen Bezirken und Stimmen aus dem ganzen Land erzählten, warum die Zusammenarbeit mit der scheidenden Präsidentin für sie etwas Besonderes war.

Und diese Zusammenarbeit ist noch lange nicht zu Ende, denn Friederike Pirringer ist „Rotkreuzlerin“ mit Leib und Seele: Als solche wird sie der Organisation weiter erhalten bleiben, und sie wurde umgehend und einstimmig zur Ehrenpräsidentin ernannt. Als ihr Nachfolger dankte auch Werner Krischka, er versprach, die Arbeit fortzuführen, „auch wenn du Maßstäbe gesetzt hast, die schwer zu toppen sind“, wandte sich Krischka an seine Vorgängerin.

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Rotes Kreuz: (K)ein großer Abschied und eine starke Wahl

© Wolfgang Millendorfer

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40 Delegierte waren bei der Präsidiums-Wahl stimmberechtigt, von 36 gültigen Stimmen gab es 35-mal ein „Ja“. Als Vizes im Präsidium bestätigt wurden Gottfried Wanitschek und Leo Radakovits, neu als Vizepräsidentin ist Sonja Windisch. Und weil Teamarbeit das Um und Auf beim Roten Kreuz ist, wird das Geschäftsleiter-Duo mit Thomas Wallner und Tanja König ebenfalls an Bord bleiben.

Vergleiche zur Seefahrt zog Friederike Pirringer in ihrer Abschiedsrede: Vor20 Jahren habe sie in der Bezirksstelle Neusiedl „als echter Leichtmatrose angeheuert“, sagte sie, „in einem starken Team durfte ich lernen und auch einmal ins Wasser fallen“. Ihr Vorgänger Bruno Wögerer habe sie dann zur Kapitänin gemacht, und eine „leichte Brise“ war eher selten der Fall: „Es gab orkanartige Stürme, hohen Wellengang, Hindernisse oder Piraten, die an unsere Schätze wollten – auch das haben wir erlebt.“

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Die Antwort auf all das gebe das Rote Kreuz als „selbstbewusste, eingespielte, furchtlose Mannschaft“, und die „klare Navigation“ will Werner Krischka beibehalten. Bis zu seinem Pensionsantritt im nächsten Frühjahr ist er auch noch ÖGK-Chefarzt in Eisenstadt, und Krischka ist seit 45 Jahren beim Roten Kreuz: „Als Sanitäter, Zivildiener, Notarzt, Einsatzleiter – in vielen Bereichen habe ich gelernt, dass nicht wir Einzelnen es sind, die den Unterschied machen, sondern das Zusammenspiel vieler helfender Hände“, sagte er in seiner Antrittsrede.

Was der neue Präsident für die Zukunft des Roten Kreuzes im Burgenland plant, und wie seine Vorgängerin auf die vergangenen neun Jahre zurückblickt, lesen Sie in der kommenden Print-Ausgabe der BVZ.