Am Sonntag wurde in der KUGA der Kroatische Kirtag gefeiert. Im Mittelpunkt stand eine Folklore-Gala anlässlich des 55-jährigen Bestehens des Ensembles Kolo Slavuj und des 40-jährigen Jubiläums der Kinder-Folkloregruppe Piplići. Musik, Tanz und Gesang in traditionellen Trachten und eigens gestalteten Bühnenkostümen prägten das Programm. Im Anschluss sorgte die Tamburicagruppe Gauženjaki für musikalische Unterhaltung.
Rotes Kreuz: 30 Mal Beistand gegeben in belastenden Situationen
Kriseninterventions-Team
Im Bezirk Oberpullendorf steht ein Team von 12 Personen bereit, die andere in Krisensituationen unterstützen.
Sie sind da, um in Krisen zu helfen. Bezirkskoordinatorin Ruth Lang und ihre Kolleginnen und Kollegen vom Kriseninterventions-Team.
© Rotes Kreuz, Rotes Kreuz
Todesfälle, laufende Reanimationen, Unfälle mit Todesfolgen oder schweren Verletzungen, Suizid und Suizidversuche, plötzlicher Kindstod, Betreuung von Angehörigen vermisster Personen, Überbringen von Todesnachrichten, Raubüberfälle, etc.:Wann oder warum auch immer belastende Situationen eintreten, das Team der Krisenintervention vom Roten Kreuz ist da, um zu helfen.
Dieses wird im Bedarfsfall von den Einsatzkräften wie Rotes Kreuz, Notarzt, Polizei und Feuerwehr angefordert und über die Landessicherheitszentrale alarmiert.
„Die Hauptaufgabe des Kriseninterventionsteams besteht in der psycho-sozialen Unterstützung von Personen, welche sich in einer belastenden Situation bzw. Krisensituation befinden“, erklärt Ruth Lang, die Bezirkskoordniatorin der Krisenintervention.
Allein im Bezirk Oberpulledorf hatte das Kriseninterventionsteam im Vorjahr 30 Einsätze. „Ziel der Krisenintervention ist das Begleiten in akuten Krisensituationen, das Stabilisieren und das Mobilisieren persönlicher Ressourcen sowie Hilfestellung bei der Durchbrechung dieser krisenbedingten Erstarrung und Unterstützung bei der Wiedergewinnung der Handlungsfähigkeit der betroffenen Personen“, so Lang.
Aktuell besteht das Team im Bezirk Oberpullendorf aus 12 Personen, welche aus verschiedensten Professionen kommen.
Um in der Krisenintervention mitarbeiten zu können, bedarf es einer spezifischen Ausbildung beim Roten Kreuz Burgenland. Diese dauert 3 Wochenenden lang und umfasst neben Theorie über Themen der Krisenintervention auch eine Schulung in Gesprächsführung und Umgang mit belasteten Personen.
„Frühe Intervention kann Folgeprobleme lindern“
Ruth Lang selbst ist bereits seit dem Jahr 2010 bei der Krisenintervention tätig. „Da ich bereits seit meiner Jugend mit dem Roten Kreuz verbunden bin, beginnend als Rettungssanitäterin, danach Lehrbeauftragte beim Jugendrotkreuz und Roten Kreuz habe ich 2010 die Ausbildung zur Kriseninterventionsmitarbeiterin gemacht und bin seit damals in diesem Betätigungsfeld tätig“, meint Lang auf die Frage, wie sie persönlich bei der Krisenintervention gelandet ist.
„Wichtig war mir schon immer, Menschen in Belastungssituationen beizustehen. Das Besondere in der Krisenintervention ist, dass ich nicht nur akut helfen kann, sondern dass vielfältige Studien und Untersuchungen gezeigt haben, dass auch durch diese frühzeitige Intervention spätere Folgeprobleme und psychische Dauerfolgen gelindert werden können“, so Lang weiter.
Jeder Einsatz sei für sich speziell und bleibe in Erinnerung. Um nach belastenden Einsätzen auch selbst wieder den Kopf freizukriegen, wird jeder Einsatz mit den daran beteiligten Kolleginnen und Kollegen sofort nach Beendigung besprochen und folgend auch in Teamsitzungen nachbesprochen. Falls ein Einsatz sehr komplex war, könnte jeder Mitarbeiter auch eine Supervision in Anspruch nehmen.
„Persönlich helfen mir die Gespräche mit Kollegen und Kolleginnen, mit meinem Partner, lange Spaziergänge mit meinem Hund, Sport und nette Treffen mit Bekannten“, schildert Lang. „Ergänzend helfen mir meine Ausbildungen aus den Bereichen Mediation, Krisenmanagement und Psychotraumatologie sowie spezielle Fortbildungen um Belastungen aufzuarbeiten.“