Fahrzeugbrände bedrohen Mensch und Umwelt. Die Feuerwehr Pöttsching wählte das Einsatzzenario "Fahrzeugbrand" für eine kürzlich durchgeführte Übung.
Zwischen Literatur und Länderspiel: Drei Burgenländer in Edinburgh
Kunst und Fußball
Der Pöttschinger Autor Gerhard Altmann reiste mit dem Österreichischen Autorenfußballteam nach Schottland. Gemeinsam mit Trainerlegende Willy Kaipel aus Riedlingsdorf und dem Oberwarter Schriftsteller Clemens Berger vertrat er das Burgenland bei einem besonderen Wochenende zwischen Fußball, Literatur und Musik.
Österreich und Schottland vereint: Ein Erinnerungsfoto von den beiden Teams durfte nicht fehlen.
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. Wenn Schriftsteller die Fußballschuhe schnüren, geht es nicht nur um Tore und Siege. Das zeigte sich auch beim jüngsten Ausflug des Österreichischen Autorenfußballteams nach Edinburgh. Unter den Teilnehmern fanden sich mit Gerhard Altmann, Clemens Berger und Trainer Willy Kaipel gleich drei Burgenländer, die das Bundesland in Schottland repräsentierten.
Für den bekannten burgenländischen Autor Gerhard Altmann ist das Autorenfußballteam längst zu einer zweiten Heimat geworden. „Ich bin seit 2007 immer wieder bei dieser Truppe dabei, Literatur/Musik und Fußball ist eine ideale Mischung und macht viel Spaß, wir sind mittlerweile gute Freunde“, erzählt Altmann.
Burgenländer prägen das Team
Eine zentrale Rolle im Autorenfußballteam spielt seit dessen Gründung Willy Kaipel aus Riedlingsdorf. Der ehemalige Nationalteamspieler gilt als österreichische Trainerlegende und betreute unter anderem Rapid Wien sowie den Wiener Sportclub. 1992 wurde er zu Österreichs Trainer des Jahres gewählt. Bekannt wurde Kaipel auch dadurch, dass er im Europacup den gesperrten Otto Baric vertreten musste. Beim Autorenfußballteam fungiert er seit Beginn als Trainer und wichtige Identifikationsfigur.

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Neben Altmann und Kaipel war auch der Oberwarter Schriftsteller Clemens Berger mit von der Partie. Berger gehört seit 2012 dem Vorstand des Vereins „Österreichisches Autorenfußballteam“ an. Insgesamt war das Burgenland damit mit drei Akteuren stark vertreten.
Über die Jahre haben zahlreiche Burgenländer die Geschichte des Teams mitgeschrieben. Zu den prägenden Namen zählen unter anderem Gerhard Altmann, Clemens Berger, Heinz Janisch und Christoph Szalay.
Wind, Regen und eine klare Niederlage
Der sportliche Teil des Schottland-Ausflugs führte die Mannschaft auf den Kunstrasenplatz des Meggetland Sports Complex in Edinburgh. Die schottische Hauptstadt liegt am südlichen Ufer des Firth of Forth und ist mit rund 525.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes sowie Sitz des schottischen Parlaments.
Während des Aufwärmens zeigte sich noch kurz die Sonne, zum Anpfiff zog jedoch wieder die geschlossene Wolkendecke über Edinburgh auf und ein kräftiger Wind machte den Gästen das Leben schwer. Die Schotten dominierten die Partie von Beginn an, während die Österreicher nur selten offensive Akzente setzen konnten. Bereits vor der Pause gingen die Gastgeber in Führung, nach dem Seitenwechsel legten sie zwei weitere Treffer nach und gewannen schließlich verdient mit 3:0.
„Einige wichtige Mitglieder unseres Kaders haben heute gefehlt“, analysierte Trainer Willy Kaipel nach dem Spiel. Für Martin Amanshauser war die Niederlage ebenfalls deutlich: „Es war dies das erste Ländermatch, in dem wir keine einzige Torchance hatten.“

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Der Altersunterschied machte sich ebenfalls bemerkbar. Während die Schotten mehrere junge Spieler aufbieten konnten, standen bei den Österreichern gleich vier Kicker über 60 Jahre auf dem Platz. Die Hoffnung auf eine Aufholjagd blieb unerfüllt. Am Ende mussten die Gäste anerkennen, dass die Gastgeber an diesem Tag die bessere Mannschaft waren.
Die wahre Stärke liegt abseits des Rasens
So eindeutig das Ergebnis auf dem Spielfeld auch war – der eigentliche Höhepunkt der Reise fand nach dem Schlusspfiff statt. Denn beim Autorenfußballteam gehören Literatur und Musik genauso dazu wie das Fußballspielen. Nach dem Match trafen sich die Teilnehmer in einem Pub, wo gelesen, musiziert und diskutiert wurde.
Die literarischen Darbietungen wurden auf Gälisch, Scots, Englisch und Deutsch präsentiert und fanden großen Anklang. Auf österreichischer Seite standen Gerhard Altmann, Andreas Lichtenberger, Florian Horwath und Thomas Schafferer auf der Bühne. Die schottischen Gastgeber waren unter anderem durch Emily Dodd, Eugene Gaine, Al Innes, Peter Mackay und Tam Clark vertreten.

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Auch Altmann selbst gestaltete den Kulturabend aktiv mit. Der Burgenländer präsentierte seinen „Germanisten-Blues“ sowie den Rap „Lied des Weinbauern“ und bewies damit einmal mehr, dass er sich nicht nur als Autor, sondern auch auf der Bühne wohlfühlt
Am Ende waren sich die Teilnehmer einig, dass der Ausflug trotz der sportlichen Niederlage ein voller Erfolg war. Oder wie es Altmann formuliert: Die einzigartige Verbindung von Literatur, Musik, Freundschaft und Fußball mache den besonderen Reiz des Autorenfußballteams aus. Genau diese Mischung sorgte auch in Edinburgh für unvergessliche Tage – mit einer besonders starken burgenländischen Note.
Das Österreichische Autorenfußballteam wurde im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft 2008 gegründet und vereint Schriftsteller, Journalisten und Kulturschaffende aus ganz Österreich. Zu den bekanntesten Namen, die für die Mannschaft spielten oder noch immer spielen, zählen etwa Robert Menasse und Franzobel. In rund 20 Jahren seines Bestehens bestritt das Team mehr als 50 internationale Begegnungen gegen Autorenkollegen aus anderen Ländern und absolvierte rund 200 Freundschaftsspiele – unter anderem gegen die Wiener Philharmoniker, die Ärztenationalmannschaft, den FC Nationalrat oder die Priesternationalmannschaft. Sogar Begegnungen mit österreichischen Fußballgrößen wie Toni Polster, Michael Konsel, Thomas Flögel oder Christian Keglevits standen bereits auf dem Programm.