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Die Wiederentdeckung der Keramik im Bildhauerhaus
Kunstverein-Ausstellung
Der Kunstverein Eisenstadt und Kuratorin Petra Menasse-Eibensteiner haben Keramik-Skulpturen ins Bildhauerhaus St. Margarethen geholt: Eine wiederentdeckte Kunstform wird damit sichtbar gemacht, das Interesse war schon zur Eröffnung ein großes. Bis 19. Oktober sind die Arbeiten von sechs Künstlerinnen und Künstlern noch zu sehen; Schwerpunkte gibt's am 28. September und am 4. Oktober.
Spannende Architektur und die Möglichkeiten der Keramik. Hier eine Interpretation von Frank Louis; die Arbeiten von fünf weiteren Künstlerinnen und Künstlern sind im Bildhauerhaus zu sehen.
© Rainer Schoditsch
Keramik hat Gewicht, sprichwörtlich, tatsächlich und in der Kunstwelt: Mit der Ausstellung „Keramik als Skulptur“ ist jetzt eine Symbiose geglückt, die so wohl nur im Bildhauerhaus im Steinbruch St. Margarethen möglich ist. Seit Kurzem (und noch bis 19. Oktober) sind hier Arbeiten von Beate Gatschelhofer, Eveline Lehner, Frank Louis, Michèle Pagel und posthum von Maria Biljan-Bilger sowie Robert Schneider zu sehen.
Kuratiert hat die Schau Petra Menasse-Eibensteiner, mit der „Wanderschaft“ des Kunstvereins Eisenstadt hat sich das Bildhauerhaus als mehrfach spannender Austragungsort angeboten: Die Ausstellung widmet sich der aktuellen Wiederentdeckung der Keramik als Kunstform und ist zugleich die Rückkehr an einen ihrer wichtigen historischen Orte.
Das Haus selbst steht wie eine Skulptur in den Hügeln - und es tritt in Dialog mit den Arbeiten der sechs Künstlerinnen und Künstler, ganz so, als wären die Keramik-Skulpturen immer schon Teil dieses Hauses gewesen. Die Verbindungen zeigen sich nicht nur regional (mit der in Schützen am Gebirge lebenden Eveline Lehner und dem 2019 verstorbenen Robert Schneider), sondern auch historisch: Die Werke von Maria Biljan-Bilger sind nun an den Ort zurückgekehrt, wo die Künstlerin selbst 17 Jahre lang dem Bildhauer-Symposium vorstand.
Der Kunstverein Eisenstadt - unter anderem vertretern von Präsident Vitus Weh, Kuratorin Petra Menasse-Eibensteiner und Vizepräsident Peter Menasse - konnte sich schon bei der Eröffnung gewiss sein, mit der Ausstellung einen Nerv getroffen zu haben: Fast 150 Besucherinnen und Besucher ließen den künstlerischen Dialog auf sich wirken. Und wie die Arbeiten hier wirken, davon kann man sich selbst überzeugen, an Samstagen und Sonntagen, jeweils von 13 bis 17 Uhr.
Schwerpunkte gibt es auch am Tag des Denkmals, am Samstag, dem 28. September (geöffnet von 10 bis 18 Uhr) bei einer Kuratorinnen-Führung mit Petra Menasse-Eibensteiner(10 Uhr) sowie im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ am Samstag, dem 4. Oktober, mit einer verlängerten Öffnungszeit bis Mitternacht.
Und zum Stichwort „Wanderschaft“ - die hat der Kunstverein Eisenstadt schon im Sommer mit einer Ausstellung gestartet: „Der Nachmittag eines Gärtners“ im Gärtnerhaus des Eisenstädter Schlossparks. Die von Kurt Kladler kuratierte Schau wird am kommenden Sonntag, dem 21. September (13 bis 17 Uhr), mit einer Finissage beendet. Dabei bietet sich noch einmal die Gelegenheit, die Werke von Alexandra Berlinger, Eiko Gröschl, Muntean/Rosenblum und Viktoria Tremmel zu sehen.
Alle weiteren Infos und Projekte online unter www.kunstvereineisenstadt.at