Pfarre Neudörfl lud zum 29. Mal zum Neujahrsempfang

Lange Tradition

Alljährlich lädt die Pfarre Neudörfl in den ersten Tagen des neuen Jahres Vertreter und Vertreterinnen des öffentlichen Lebens – der Vereine, der Feuerwehr, der politischen Parteien – in das Pfarrheim zu einem Neujahrsempfang ein.

Von Christian Artner

Kurator Marin Kruckenfellner, Bürgermeister Dieter Posch, Pastoralassistentin Jutta Pramhofer-Marchhart und Pater Jakob. (Pater Kuruvila und Pater Rijo befanden sich im Heimaturlaub)

Kurator Marin Kruckenfellner, Bürgermeister Dieter Posch, Pastoralassistentin Jutta Pramhofer-Marchhart und Pater Jakob. (Pater Kuruvila und Pater Rijo befanden sich im Heimaturlaub)

© Christian Artner

Am Freitag wurde diese Tradition bereits zum 29. Mal hochgehalten. Der Jahreswechsel ist ein Schnittpunkt, so Pastoralassistentin Jutta Pramhofer-Marchhart: „Auf der einen Seite schaut man zurück auf das vergangene Jahr. Auf der anderen Seite blickt man auf das neue, noch junge Jahr voraus. Unsere Generation, die Nachkriegsgeneration, ist in eine Zeit hineingeboren und aufgewachsen, in der es immer besser geworden ist. Wenn man heute die Zeitung aufschlägt, hat man den Eindruck, dass sich die Gesellschaft eher ins Negative verändert.“

Trotzdem sieht Jutta Pramhofer-Marchhart Raum für Hoffnung: „Als Christen haben wir letztes Jahr das Heilige Jahr gefeiert. Das Heilige Jahr stand unter dem Motto 'Pilger der Hoffnung'. Es wurde von den Türen und Toren gesprochen, die sich öffnen. Ich denke, wir können die Hoffnung mitnehmen ins neue Jahr, auch wenn man durch die Nachrichten ein bisschen verunsichert ist. Kardinal Schönborn hat gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Das stimmt eigentlich nicht: Die Hoffnung stirbt nie.“

Wenn Pramhofer-Marchhart in die beim Neujahrsempfang anwesende Runde schaut, lässt sie das hoffen, sagte sie: „Dass im kleinen Bereich Verständigung, Empathie, aufeinander zugehen, einander zuhören möglich ist – im Gemeinderat, im Pfarrgemeinderat, bei den Vereinen. Das ist nicht immer leicht. Aber das hat bei uns eine lange Tradition und einen großen Stellenwert. Dafür möchte ich mich bedanken bei allen, mit denen wir im Laufe des Jahres zusammenarbeiten.“

Nach den einleitenden Worten, die von Bürgermeister Dieter Posch („Wir brauchen dringendst Zuversicht und keine Depression. Diese können wir gemeinsam verbreiten“) und Kurator Martin Kruckenfellner ergänzt wurden, wurde zum Buffet geladen. Musikalisch wurde der Abend begleitet vom Chor spirit.us unter der Leitung von Alice Dalsass.

Kurator Martin Kruckenfellner trug einen Neujahrswunsch vor, der ihm besonder gut gefiel: „Für das neue Jahr wünsche ich uns allen, mehr ruhige Nächte als laute Sorgen, mehr Momente, die sich richtig anfühlen, als Tage, die wir nur irgendwie überstehen. Ich wünsche uns Heilung dort, wo es lange geschmerzt hat. Stabilität im Herzen, im Kopf und auch finanziell. Gesundheit, die sich leicht anfühlt, Erfolg, der nicht ausbrennt und Liebe, die bleibt, ohne dass man sich dafür verbiegen muss.“