Burgenlands sportlicher Olympia-Beitrag mit möglichem Vierfach-Start
Langlaufen
Sie ist 24 Jahre jung, stammt aus Bruckneudorf, und fährt vereinsmäßig für die Skisektion der 1. Sportvereinigung Hohe Wand in NÖ. Aktiv ist Magdalena Scherz längst im Langlauf-Weltcupzirkus. Starke Leistungen im Langlauf-Sprint brachten ihr nun das Ticket für die Olympischen Winterspiele von 6. bis 22. Februar in Italien (Mailand/Cortina). Dort könnte sie gleich in vier unterschiedlichen Bewerben antreten.
Magdalena Scherz war bereits im Vorjahr bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim dabei. Nun geht es für die Landlauf-Sprinterin zu den Olympischen Spielen.
© APA/GEORG HOCHMUTH, GEORG HOCHMUTH
Es ist zweifelsohne der größte Erfolg in der noch jungen Karriere von Magdalena Scherz. In der Vorwoche erfuhr sie bereits von der Nominierung, am Montag wurde die Info nun im Zuge der Kaderbekanntgabe auf die offizielle Ebene gehoben. „Ich habe aufgrund meiner bisherigen Ergebnisse schon damit gerechnet, aber es ist dann schon noch einmal richtig cool, wenn die offizielle Nominierung verkündert wird,“ zeigte sich das Langlauf-Ass sehr zufrieden.
Die Nominierung für die in Val di Fiemme ausgetragenen Langlaufbewerbe ist jedenfalls kein Zufall. Im Vorjahr fuhr Magdalena Scherz zur Nordischen Ski-WM nach Trondheim, wo sie im Langlauf-Sprint erste gute Erfahrungen auf internationalem Top-Niveau sammeln durfte. Auch im Weltcup präsentiert sich die Burgenländerin konstant, herausragend war in diesem Zusammenhang ein siebenter Platz beim Teamsprint Mitte Dezember 2025 in Davos an der Seite von Heidi Bucher.
Im besagten Duo-Bewerb wird die Bruckneudorferin in der freien Technik am 18. Februar antreten, der Einzel-Sprint im klassischen Stil geht am 10. Februar über die Bühne. Naheliegend, dass Scherz auch bei den Winterspielen in Italien im Teamsprint idealerweise einen Top-Ten-Platz anpeilt. Gerade im Freistil sind die Chancen für die Sportpool-Burgenland-Athletin gut. Dafür braucht sie im Team einen Top-15-Platz nach der Qualifikation, „die Top-Ten wären dann cool.“
Beim Einzelbewerb muss die 24-Jährige die Qualifikation über die 1,6 Kilometer-Strecke innerhalb der Top-30 beenden, dann geht es im K.o.-Modus weiter. Top wäre eine finale Platzierung unter den besten 20 Läuferinnen. Doch nicht nur Einzel- und Teamsprint stehen auf der Agenda. Magdalena Scherz wird auch in der Damen-Staffel antreten, ebenso ist ein Start über die 10 Kilometer im Skatingbewerb möglich.
Angehen will sie ihre Starts von der mentalen Seite her „eher locker. Ich will mir nicht zu viel Druck machen, weil man dann auch die besten Leistungen abrufen kann.“ Unterstützt wird Scherz dabei auch von ihrer Familie, die vor Ort die Daumen drücken wird, ebenso wie einige Freunde. „Ich freue mich schon richtig drauf.“
Am Dienstag erfolgt die Einkleidung („Ab dann kommt das richtige Olympia-Feeling auf, wenn man das Gewand mit den Ringen drauf erhält“), am Mittwoch steht die Verabschiedung des österreichischen Olympia-Teams beim Bundespräsidenten am Programm. 63 Athleten und 52 Athletinnen machen das 115-köpfige Team komplett - und Magdalena Scherz ist eben dabei.
Drei Sportler:innen aus dem Burgenland waren bislang bei Olympischen Winterspielen im Einsatz: Miriam Ziegler viermal im Eiskunstlaufen (2010, 2014, 2018, 2022), Julia Dujmovits dreimal im Snowboard-Alpinbewerb (2014 Olympiasiegerin in Sotchi, 2018, 2022) und Marco Rangl im Viererbob (2018). Magdalena Scherz ist somit Burgenlands vierte olympische Winterspiel-Teilnehmer:in auf Athleten-Ebene.