Laufsport Eisenstadt macht mächtig mobil

Leichtathletik

Rolf Meixner, Burgenlands Leichtathletikverbands-Präsident, Obmann der Leichtathletik Akademie Eisenstadt und operativer Chef der Laufsport HTL Eisenstadt in Personalunion, will mit dem Nachwuchs neu durchstarten. Die Zielsetzung wird erhöht – internationale Erfolge sollen auch dank eines „Sieger-Mind-Sets“ angepeilt werden. Zwei Top-Athleten des Leichtathletik-Akademie-Stalls gehen künftig neue Wege: Niklas Strohmayer-Dangl wechselt zum Laufteam Burgenland, Marie Glaser zieht es zur SVS Schwechat.

Von Von Bernhard Fenz

Beim Raiffeisen Austrian Open war auf Veranstaltungs-Ebene schon einiges los. Künftig soll es auf Athleten-Ebene krachen, Leichtathletik-Guru Rolf Meixner peilt hier an, Athleten zu formen, die auch bei Großevents erfolgreich sein können.

Beim Raiffeisen Austrian Open war auf Veranstaltungs-Ebene schon einiges los. Künftig soll es auf Athleten-Ebene krachen, Leichtathletik-Guru Rolf Meixner peilt hier an, Athleten zu formen, die auch bei Großevents erfolgreich sein können.

© BVZ/Wagentristl, Peter Wagentristl

Der Andrang für die neue Laufsport HTL Eisenstadt und die dabei zu vergebenden 5 bis 12 Plätze für die kommende neunte Schulstufe, also die erste HTL-Klasse, ist schon jetzt groß.

88 persönlich Interessierte zählte Koordinator Rolf Meixner, von denen wiederum 20 aus der aktuellen 8. Schulstufe sind und direkt in die HTL drängen.

Grund genug, um die Manpower und die Investitionen noch einmal zu steigern, wie Meixner per Aussendung freudig berichtet. Ebenso erfreut zeigte sich der Leichtathletik-Guru, Obmann und Cheftrainer der Leichtathletik Akademie Eisenstadt über Erkenntnisse des jüngsten European-Coaches Summit in St. Pölten. Der Wissens- und Entwicklungsstand hierzulande decke sich laut Meixner mit Ausführungen der weltbesten Trainer – speziell im Bereich Schnelligkeit und Kraft. „Ich wusste nicht, dass wir in unserer Erkenntnis so weit oben und im Gleichklang mit der Spitze sind. Ich war positiv berührt, obwohl dies in den letzten zwei Jahren mehrfach durch einzelne Athleten bestätigt wurde.“

Laufsport Eisenstadt macht mächtig mobil

© zVg

Erst im heurigen Jahr etwa war Marie Glaser, sie startete über 1.500 Meter, Österreichs einzige Teilnehmerin bei der U20-WM. Die Kombination aus der Nachfrage nach leistungslaufsportlicher Ausbildung, den Erfolgen des Klubs, dem Know-how und den besagten Erkenntnissen des Events in St. Pölten lässt Meixner bei der Erwartungshaltung noch mehr in die Offensive gehen: „Dabei sein war der erste Schritt in den ersten vier Jahren der Leichtathletik Akademie Eisenstadt. EM- und WM-Teilnahmen konnten wir nahezu auf Wunsch entwickeln, jetzt sollen Finalteilnahmen folgen. Mitmachen allein ist ade, international erfolgreich sein ist angesagt.“

Jungen Athleten soll dafür ein „Sieger-Mind-Set“ verpasst werden, sämtliche Kräfte werden hier im Nachwuchs gebündelt. Eine eigene Projektgruppe „WM- und Olympia-Finals durch Weiterentwicklung“ soll hier Fortschritte erzielen.

Neue Klubs für Top-Athlet Strohmayer-Dangl und Top-Athletin Glaser

Investiert werden soll in diese neue Generation, die Meixner & Co. auf WM- oder Olympia-Finali hintrainieren wollen, auch durch Ausbildungsentschädigungen, sprich Transfererlöse, für Niklas Strohmayer-Dangl und Marie Glaser. Von beiden trenne man sich seitens der Leichtathletik Akademie einvernehmlich, wie Meixner klarstellt. „Wir, der gesamte Vorstand, danken beiden für ihre Leistungen und wünschen ihnen persönlich, sportlich und beruflich alles Gute – und verbleiben in Freundschaft und positiver Erinnerung“.

Marie Glaser, sie wurde am gestrigen Freitag 19 Jahre und stammt aus Bad Fischau-Brunn (NÖ), hat bei der SVS Schwechat Leichtathletik ein neues sportliches Zuhause gefunden. „Ich trainiere in einer Trainingsgruppe in der Südstadt und studiere in Wien – das ist von den Orten her für mich zeiteffizienter als Eisenstadt,“ sagt Glaser.

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© ÖLV/Soňa Maléterová, Sona Maleter

Niklas Strohmayer-Dangl trainiert bereits seit Ende 2023 nicht mehr mit Rolf Meixner als Betreuer, sondern hat in St. Pölten eine Trainingsgruppe, in deren Rahmen er unter Coach Viola Kleiser seine Spezialdisziplin, die 400 Meter Hürden, forciert. Klubmäßig wollte der Neufelder aber definitiv im Burgenland gemeldet bleiben, optimalerweise in Eisenstadt, wo er als Quereinsteiger vom Fußball in die Leichtathletik kam. Darum war der Wechsel zum Laufteam Burgenland Eisenstadt aufgelegt. „Es ist jetzt einfach der richtige Zeitpunkt für diesen Wechsel. Ich habe mich in der Leichtathletik Akademie Eisenstadt zu einem guten Athleten entwickelt, aber jetzt braucht es den nächsten Schritt“, so der 21-Jährige, der betont, mit dem Laufteam einen sehr guten und auch lokalen Verein gefunden zu haben. „Wir haben uns sehr schnell geeinigt. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei Vereinschefin Uschi Bredlinger herzlichst bedanken. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und auf eine erfolgreiche Saison 2025.“

Laufsport Eisenstadt macht mächtig mobil

© Martin Ivansich

Zurück zu Rolf Meixner. Für ihn und sein Team gilt der Fokus somit wieder neuen, jungen Kräften. In diesem Zusammenhang werden die Inputs, wie Burgenlands Verbands-Präsident abschließend betont, weiterhin dem Bundesstützpunkt Eisenstadt zugute kommen. Zudem sollen auch die Landesstützpunkte profitieren.