Was für ein Krimi! Dragonz siegen in der dritten Overtime
Spiel in Eisenstadt
Ein spannenderes Match hat man selten bis nie gesehen: Drei Overtimes dauerte es, bis ein Sieger in der zweiten Begegnung zwischen BBC Nord Dragonz und Flyers Wels feststand. Der Krimi zum Nägelbeißen endete mit einem 102:97-Sieg für die Dragonz und Ausnahmezustand im Allsportzentrum.
Sead Hadzifejzovic und die BBC Nord Dragonz haben sich von 19 Punkten Rückstand zurückgekämpft und den zweiten Sieg en suite geholt.
© BVZ/Wagentristl
Spannender geht es nicht
Unfassbare Szenen im Marathon-Match zwischen Eisenstadt und Wels. In der dritten Overtime machten die Drachen dann aber den Sack zu und fixierten den zweiten Sieg in Serie im ersten Play-off der Vereinsgeschichte. Stimmen zum heutigen Match und einen Ausblick auf Runde drei - in der die Drachen bereits ihr Halbfinalticket lösen könnten - lesen Sie morgen auf bvz.at
Auch zweite Overtime ohne Sieger
Ein spannenderer Spielverlauf wäre bereits Hollywood-Stoff. Das Allsportzentrum ist aus dem Häuschen und keine Mannschaft kann sich absetzen. Mit 93:93 geht es in die dritte (!) Overtime. Unglaubliche Szenen in Eisenstadt, Ausgang ungewiss.
Overtime bringt auch keine Entscheidung
Die erste Overtime ist geschlagen - ohne Ergebnis. Die Flyers glichen in den letzten Sekunden noch zum 82:82 aus und erzwingen eine zweite Overtime. Die Stimmung im Allsportzentrum kocht, die Luft ist zum Schneiden und der zweite Play-off-Sieg für die Drachen scheint zum Greifen nahe.
Schlussviertel zum Nägelbeißen
Im Schlussviertel rissen die Burgenländer zuerst ordentlich ab, um sich dann noch ordentlicher zurückzukämpfen. 19 Punkte waren die Burgenländer bereits hinten, dann drehten sie nochmal so richtig auf - und kämpften sich auf 67:68 zurück. 50 Sekunden vor Schluss ist der Ball bei den Drachen, mit 68:70 geht es in die Auszeit.
Und tatsächlich: Die Drachen holen noch zwei Punkte, bei den Flyers geht nichts mehr. Mit 70:70 geht es in die Overtime in diesem Play-off-Krimi.
Flyers nach der Halbzeitpause stärker
Im dritten Viertel ziehen die Gäste aus Wels davon. Das Trio Radii Caisin (20 Punkte), Damian Rossier (13 Punkte) und Marcus Azor (12 Punkte) ist für die Burgenländer schwer in Grif zu bekommen. Auch die Härte im Spiel nimmt zu, zwischenzeitlich kam es sogar zu tumultartigen Szenen und hitzigen DIskussionen nach Pfiffen. Im Schlussviertel müssen die Drachen einen 50:62-Rückstand hinterherlaufen.
Halbzeitführung für die Flyers nach Führungswechseln
Die Flyers wirken in Viertel zwei nervöser, die Dragonz heiß und gefasst. Vor allem Rayshawn Mart ist voll im Play-off-Modus und stellt die Welser Defensive vor unlösbare Aufgaben, Sead Hadzifejzovic detto. Nach 15 Spielminuten erzwingen die Dragonz ein Time-out der Flyers.
Daraufhin melden sich die Oberösterreicher aber gleich wieder zurück und drehen mit einem ebenso starken 6:0-Rund die Partie wieder zurück. Zum Halbzeit-Buzzer steht es 37:43 für die Flyers.
Erstes Viertel geht an Wels
Zu Beginn liefern sich die beiden Teams ein Match auf Augenhöhe, gegen Ende des ersten Viertels können die Oberösterreicher aber leicht davonziehen und führen nach zehn Spielminuten mit 16:21. Der Welser Raidi Caisin hält bereits bei zehn Punkten, bei den Burgenländern ist Austen Awosika mit sieben Punkten aktuell Top-Scorer.
Vor Matchbeginn
Die Begegnung startet um 18 Uhr, die Dragonz sind zwar auch diesmal Außenseiter, nach der Heimniederlage in Match Nummer eins sind die Flyers Wels aber vorgewarnt. Die Tabellenzweiten müssen zu Gast in Eisenstadt diesmal Rayshawn Mart, Sead Hadzifejzovic und co. besser unter Kontrolle bringen, sonst bleibt das Momentum auf Seiten der Eisenstädter.
Die Drachen habe heute Support von einer volle Tribüne im Allsportzentrum Eisenstadt. „Ganz in weiß“ sind dabei die Fans, die den Oberösterreichern schon auf den ersten Blick deutlich machen, wer in Eisenstadt den Ton angibt.