Ex-Profi-Kicker eröffnet Indoor-Playland in der ehemaligen P2-Disco

Mattersburg, Wr. Neustadt

Alois Höller mietet sich in der ehemaligen P2-Disco ein. Nach umfangreichen Umbauarbeiten wird er eine Kinder-Erlebniswelt nach dem Vorbild des „Jungle Indoor Playland“ in Wiener Neustadt plus Funcourt zum Kicken eröffnen. Als Partner beim „Spaceland“ – so der Name – wird ein Mann aus der Branche fungieren: Peter Nemeskeri, Betreiber des Wiener Neustädter „Jungle Indoor Playland“.

Von Richard Vogler

Alois Höller (r.) mit Partner Peter Nemeskeri vor dem Eingang zur ehemaligen P2-Disco.

Alois Höller (r.) mit Partner Peter Nemeskeri vor dem Eingang zur ehemaligen P2-Disco.

© Richard Vogler

Alois Höller gilt als Inbegriff des Mattersburger Fußballs: Unzählige Partien für den SVM in der Bundesliga, mittlerweile Co-Trainer beim Nachfolgeverein MSV2020. Nun schlägt der gebürtige Niederösterreicher mit seiner Kinder-Erlebniswelt „Spaceland“ als Unternehmer ein neues Kapitel in seinem Leben auf.

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„Durch meine beiden Kinder war ich oft in Indoor-Spielplätzen unterwegs. Es gab Zeiten, da sind wir drei-, viermal im Monat nach Wiener Neustadt ins Jungle Playland gefahren. Ich habe mich immer gefragt: Warum gibt es so etwas nicht im Burgenland? Schade, dass so etwas nicht im Raum Mattersburg angeboten wird“, erzählt Höller, der auch am Mattersburger Gymnasium unterrichtet.

Die Idee, selbst aktiv zu werden, reifte mit der Zeit. Höller nahm schließlich Ende vergangenen Jahres Kontakt mit dem Mattersburger Peter Nemeskeri, Betreiber vom Jungle Indoor Playland, auf. „Ich wollte mir von Peter zunächst Ratschläge holen. Es hätte ja sein können, dass er ein solches Vorhaben als Konkurrenz sieht“, so Höller.

Ex-Profi-Kicker eröffnet Indoor-Playland in der ehemaligen P2-Disco

© Richard Vogler

Im Laufe der Gespräche kristallisierte sich jedoch heraus, dass man gemeinsam arbeiten wolle. Man gründete die Firma „Höller und Playland Funspace GmbH“. Der Name „Spaceland“ für das Indoor-Playland war bald gefunden.

„Der Bau einer eigenen Halle war aus finanziellen Gründen keine Option“, erklärt Höller. Schließlich wurde man in der Mattersburger Arena fündig. „Die Stadtgemeinde brachte mich auf die Idee mit der ehemaligen P2-Disco – das Gebäude hat eine ausreichende Höhe.“

Nach mehreren Verhandlungsrunden konnten sich Höller und Nemeskeri mit dem Eigentümer dieses Teils der Arena, der Liechtensteiner Bank, auf eine Mietvereinbarung einigen.

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Ex-Profi-Kicker eröffnet Indoor-Playland in der ehemaligen P2-Disco
Im vorderen Bereich, wo die Garderobe und der "Stadl" untergebracht war, wird unter anderem ein Klettergerüst samt Trampolinen errichtet

© Richard Vogler

Ex-Profi-Kicker eröffnet Indoor-Playland in der ehemaligen P2-Disco
Der hintere Bereich.

© Richard Vogler

Ex-Profi-Kicker eröffnet Indoor-Playland in der ehemaligen P2-Disco

© Richard Vogler

Bis die Kinder im Spaceland spielen können, wird noch etwas Zeit vergehen. Man steckt mitten in den Umbauarbeiten. „Sollte alles wie geplant klappen, können wir zu Halloween eröffnen – aber da darf wirklich kein Handwerker ausfallen“, so Nemeskeri.

Nach Abschluss der Arbeiten wird es zwei Bereiche mit jeweils rund 400 Quadratmetern geben. Im vorderen Bereich – dort, wo sich früher Garderobe und „Stadl“ befanden – wird ein Klettergerüst samt Trampolinen errichtet. „Dazu kommen Basketballautomaten, kleine Elektroautos, mit denen die Kinder herumfahren können, und jede Menge Bobby-Cars“, erläutert Nemeskeri. Auch die Gastronomie mit wamen Speisen wird in diesem Bereich untergebracht.

Im hinteren Teil, wo früher in der Großraumdisco getanzt wurde, ist ein „Funcourt“ – ein Klein-Fußballfeld mit Banden – geplant, das stündlich gemietet werden kann. „Er wird etwa 80 Prozent der hinteren Fläche einnehmen – fast über die gesamte Länge. Zusätzlich wird es dort Automaten für Kinder geben. Der Zugang erfolgt über einen separaten Eingang auf der Rückseite, der mittels QR-Code geöffnet werden kann“, so Höller abschließend.

Die ehemalige P2-Disco

Dort, wo künftig Kinder spielen werden, wurde einst ausgelassen gefeiert. Im April 2007 wurde die Arena mit dem östlichen Teil – dort, wo zum Beispiel McDonald’s beheimatet ist – eröffnet. Bereits zu diesem Zeitpunkt liefen die Planungen für eine Erweiterung, und zwar auf der anderen Seite der S4-Schnellstraße.

Nur zwei Jahre später folgte die Eröffnung der „Arena West“. Prunkstück war der Gastro- und Unterhaltungsteil mit der P2-Disco von Mo Lakfif. Der Unternehmer hatte zuvor bereits im südburgenländischen Markt Allhau einen P2-Tanztempel eröffnet.

Ex-Profi-Kicker eröffnet Indoor-Playland in der ehemaligen P2-Disco

© zVg

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© Richard Vogler

Einige Jahre lang strömten unzählige Partytiger an den Wochenenden nach Mattersburg, und das P2 war „gerammelt voll“. Lakfif ließ sich das auch einiges kosten: Internationale DJ-Größen legten auf. Als Stargast war unter anderem 2011 Ruby Rubacuori vor Ort, die durch ihren „Bunga-Bunga“-Skandal mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi bekannt wurde.

.Der Hype rund um das P2 ließ nach einiger Zeit jedoch nach. Weitere Betreiber konnten an den anfänglichen Erfolg nicht mehr anschließen. Auf Mo Lakfif folgte 2015 Günter Stefanits als Geschäftsführer. Das „Disco Village“ hatte Ende 2017 nur wenige Wochen geöffnet, und 2018 übernahm Stephan Hofstetter-Ebner den Tanztempel. 2019 gab es Pläne, das P2 zu verkaufen – was letztlich scheiterte. Seitdem ist die Disco geschlossen.