FPÖ: Peter Pregl zieht sich als Gemeinderat und Parteiobmann zurück

Mattersburg

Nach rund 20 Jahren in der Kommunalpolitik zieht Peter Pregl einen Schlussstrich: Aus beruflichen und privaten Gründen wird er nicht mehr als Gemeinderat und auch nicht mehr als FPÖ-Stadtparteiobmann tätig sein.

Von Richard Vogler

ÖVP-Obmann Thomas Haffer (l.) und SPÖ-Bürgermeisterin Claudia Schlager bedankten sich bei Peter Pregl für die

ÖVP-Obmann Thomas Haffer (l.) und SPÖ-Bürgermeisterin Claudia Schlager bedankten sich bei Peter Pregl für die

© Richard Vogler

Der Punkt „Allfälliges“ bei der am 27. März abgehaltenen Gemeinderatssitzung brachte eine Überraschung mit sich: Gemeinderat und FPÖ-Obmann Peter Pregl zieht sich aus der Kommunalpolitik zurück.

„Es ist heute meine letzte Sitzung als Gemeinderat. Diese Tätigkeit ist zeitlich mit meinem Beruf und mit meinem Privatleben nicht mehr zu vereinbaren, es geht sich einfach nicht mehr aus. Wenn ich etwas mache, dann zu 100 Prozent und dies ist so nicht mehr möglich. Ich war 20 Jahre in der Kommunalpolitik, davon 15 Jahre im Gemeinderat tätig. Es war mir eine Freude und eine Ehre, mit euch zusammenzuarbeiten. Ich sage 'Danke' für die schönen Jahre und wünsche euch alles Gute“, hielt Pregl fest.

Zum Abschluss richtete er noch zwei Bitten an den Gemeinderat: „Bleibt's beim Thema 'MABU' dran und achtet darauf, dass die Zusammenarbeit über die Fraktionsgrenzen weiter so gut funktioniert wie bisher.“

Pregl trat vor rund 20 Jahren der FPÖ bei und es dauerte nicht lange, ehe er zum Stadtparteiobmann gewählt wurde. Das Verhältnis mit der burgenländischen FPÖ war jedoch nicht immer harmonisch: Nach Differenzen mit dem damaligen Landesparteiobmann Hans Tschürtz kehrte er der FPÖ den Rücken. 2014 gründete er gemeinsam mit Ernst Gerdenitsch (er „holte“ ihn einst zur FPÖ) die „Liste Zukunft Mattersburg“.

„Wir haben 2017 als Namensliste den Einzug in den Gemeinderat geschafft. Dies war bis damals noch keinem gelungen, darauf bin ich schon sehr stolz“, hält Pregl fest.

Vor den Gemeinderatswahlen 2022 kam es zur Aussprache zwischen Pregl und Tschürtz. Gemeinsam und mit weiteren Mitstreitern traten Pregl und Tschürtz mit der Liste „Johann Tschürtz – Vorwärts Mattersburg“ (TVM) bei den Kommunalwahlen an und holten drei Mandate. Im Gemeinderat vertraten sie mit dieser Liste bereits damals die FPÖ und im März 2023 wurde die FPÖ Mattersburg mit Pregl als Obmann neu gegründet. Wer nun der neue FPÖ-Stadtparteiobmann sein wird, ist noch offen. Die beiden FPÖ-Gemeinderäte, Obmannstellvertreter Werner Lehner und Angelika Trimmel, werden es laut Pregl nicht sein. „So wie es aktuell aussieht, werden auch Lehner und Trimmel nicht weitermachen.“

FPÖ: Peter Pregl zieht sich als Gemeinderat und Parteiobmann zurück

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Update: Lehner und auch Trimmel nicht mehr dabei, Bezirks-FPÖ erfuhr Rücktritt von der BVZ

Dass auch Lehner und Trimmel einen Schlussstrich ziehen, steht fest, wie Werner Lehner im Gespräch mit der BVZ berichtet: „Es stimmt, auch Angelika und ich werden nicht mehr weitermachen. Es hat bei mir gesundheitliche Gründe und für mich war auch klar: Wenn Peter aufhört, dann höre ich auch auf, wir sind ja den Weg gemeinsam gegangen“, so Lehner, der einen weiteren Grund hinzufügt: „Man muss ehrlich sein. Die SPÖ hat die absolute Mehrheit und macht, was sie will, so kann man nichts verändern. Letztendlich entscheiden nur zwei oder drei Personen.“

Für die Bezirks-FPÖ kam der Rücktritt von Pregl genauso überraschend wie für den Gemeinderat. „Die Information zum Rücktritt von Peter Pregl habe ich von der BVZ erhalten, ich wusste vorher nichts davon. Für uns kam dies sehr überraschend, wir haben in letzter Zeit vergeblich versucht, ihn zu erreichen. Es ist sehr bedauerlich, dass er seinen Rückzug über die BVZ verkündet und nicht das persönliche Gespräch sucht. Wir werden in nächster Zeit eine Sitzung einberufen und uns über einen Ortsparteitag unterhalten“, erklärt FPÖ-Bezirksparteiobmann Marco Szodl.