Der Charity Run der Mattersburger HAK und des Gymnasiums hat auch heuer wieder gezeigt, was gemeinsames Engagement bewirken kann. Nun wurde der Spendenerlös in Höhe von 17.500 Euro an das Jugendzentrum Mattersburg übergeben.
Innenstadt: Nun Schlagabtausch zwischen ÖVP und SPÖ
Mattersburg
Angesichts der zunehmenden Schließungen von Gastronomiebetrieben in Mattersburg fordert der Stadtparteiobmann der Volkspartei Mattersburg-Walbersdorf, Stadtrat Thomas Haffer, „endlich entschlossenes Handeln der SPÖ-Stadtführung. Arbeitsgruppen, Ankündigungen und endlose Diskussionen hätten die Situation nicht verbessert, sondern wertvolle Jahre gekostet.“ Geht es nach SPÖ-Vize Thomas Nikles, so ist „die ÖVP aus dem Weihnachtsurlaub zurück, Nikles ortet bereits Wahlkampf der ÖVP für die Gemeinderatswahlen 2027. Der nächste Unternehmerstammtisch findet am 25. Februar statt.
Für die Mattersburger Innenstadt sollen rasch Maßnahmen her.
© BVZ, Lena Zeltner
Laut Haffer hat die Volkspartei Mattersburg-Walbersdorf bereits 2020 mit dem Vorschlag eines Mattersburg-Gutscheins konkrete Maßnahmen zur Stärkung von Handel und Gastronomie eingebracht; die SPÖ habe diesen Antrag mit absoluter Mehrheit abgelehnt.
„Diese Entscheidung und das anschließende Nichtstun hätten dazu geführt, dass die Probleme in der Innenstadt systematisch ignoriert wurden. Auch die wiederholte Forderung der Volkspartei und Vorschläge zur neuen Wirtschaftsförderung wurden dauernd weggewischt“, so Haffer. Haffer spricht weiters von einer Vogel-Strauß-Taktik der SPÖ, die über Jahre hinweg den Kopf in den Sand gesteckt habe, während ein Betrieb nach dem anderen seine Türen für immer geschlossen hat. „Erst jetzt, wo Lokale und Geschäfte reihenweise schließen und es zu einem nicht mehr überhörbaren Aufschrei der Bevölkerung kommt, wird hektisch reagiert. Das ist zu spät und zu wenig.“
Die Volkspartei Mattersburg-Walbersdorf fordert ein umfassendes Maßnahmenpaket für die Innenstadt mit gemeinsamem Marketing, einer aktiven Bewerbung des Standorts Mattersburg, regelmäßigen Austauschrunden mit den Betrieben sowie einer neuen, wirksamen Wirtschaftsförderung. „Dieses Maßnahmenpaket soll in der nächsten Gemeinderatssitzung behandelt werden. Mattersburg brauche keine weiteren Ausreden, sondern endlich Entscheidungen und Umsetzung“, so Haffer abschließend.
Geht es nach SPÖ‑Vizebürgermeister Thomas Nikles, so ist „die ÖVP aus dem Weihnachtsurlaub zurück. Obwohl absolut keine Zeit ist für die Vergangenheitsbewältigung des Herrn Stadtrat, hier auch kurz ein Rückblick: Als ich 2024 die ÖVP kurz nach meinem Antritt nach Details zu dieser Überschrift ,Vorschläge zur neuen Wirtschaftsförderung' gefragt habe, wurde ich gefragt, ob ich wisse, was Opposition bedeutet.“
Bezüglich des geforderten Austauschs mit den Betrieben entgegnet Nikles, dass es diesen seit September 2022 insgesamt viermal gegeben habe.
„Wo war die Regionalstelle der Wirtschaftskammer als Vertretung der Innenstadtunternehmer die letzten Jahre, um solche Austauschrunden zu organisieren? Wo war die ÖVP, als wir im Jänner 2025 mit Gottfried Hoffmann noch versuchten, Maßnahmen für eine erfolgreiche Sanierung zu überlegen? Schluss damit, ich bitte die ÖVP, sich den Wahlkampf für 2027 aufzuheben“, so Nikles.
Beim nächsten Stadtrat erhofft sich Nikles „einen konstruktiven Austausch mit der ÖVP, der Finanz- und Wirtschaftsausschuss soll ebenfalls einberufen werden. Zum Unternehmerstammtisch am 25. Februar werden die Regionalstelle der Wirtschaftskammer und alle Vertreter der Oppositionsparteien eingeladen.“