„Pucher-Areal“: Nun kommt Bewegung ins Projekt

Mattersburg

Für das Bauprojekt in der Michael Kochstraße mit Wohnungen, Rathaus und neuem Bezirkspolizeikommando sollen im ersten Halbjahr 2026 vom Bauträger, der BWSG, erste Pläne präsentiert werden.

Von Richard Vogler

Bis Juni 2026 sollen von der BWSG die ersten Umsetzungspläne für die Bauten am Grundstück zwischen Hirtengasse und Michael Kochstraße präsentiert werden.

Bis Juni 2026 sollen von der BWSG die ersten Umsetzungspläne für die Bauten am Grundstück zwischen Hirtengasse und Michael Kochstraße präsentiert werden.

© Richard Vogler

Zwischen Mattersburger Hirtengasse und Michael-Koch-Straße ist ein „Zentrum im Zentrum“ geplant. Die ersten Grundstücke in diesem Bereich wurden von Martin Pucher bereits in den 1990er-Jahren gekauft. Seine Pläne für die Bankzentrale der Commerzialbank, ein neues Rathaus für die Stadtgemeinde und Wohnungen wurden dann auch im Jahr 2019 präsentiert. Der Spatenstich dafür ist ebenfalls erfolgt, die Commerzialbank-Pleite infolge der Malversationen von Pucher ließ dieses Projekt jedoch scheitern.

Ein Immobilienentwickler erstand das Areal aus der Konkursmasse und verkaufte es an die BWSG weiter. Die Wohnbaugenossenschaft will dort unter anderem Wohnungen, das neue Bezirkspolizeikommando und das Rathaus bauen. Doch auch dieses Projekt ist ins Stocken geraten. Im Mai 2024 wurde bekannt, dass der Immobilienentwickler beim Verkauf von zwei kleineren Grundstücken und eben dem „Pucher-Areal“ einen mehrfachen Millionengewinn machte.

In letzter Zeit ist jedoch wieder Bewegung in das Projekt geraten, wie Bürgermeisterin Claudia Schlager bei der am Dienstag dieser Woche abgehaltenen Gemeinderatssitzung erläuterte. „Vor einigen Wochen gab es mit dem Besitzer des Grundstücks, der BWSG, ein Treffen. Die Pläne für die Tiefgarage sind erstellt und jene für das Polizeigebäude sind so gut wie fertig. Im ersten Halbjahr 2026 will die BWSG ihre ersten Pläne präsentieren“, so Schlager.

Architektenwettbewerb für Rathaus wird „gecancelt“

Bauträger wird die BWSG sein, der Bau wird in Abstimmung mit der Gemeinde erfolgen. Für das Rathaus war der Prozess eines Architektenwettbewerbs bereits eingeleitet worden, dieser wird nun „gecancelt“.

„Wir müssen auf die Kosten-Notbremse steigen, der Architektenwettbewerb wurde aus diesem Grund gestoppt. Bislang wurden dafür 25.000 Euro aufgewendet. Hätten wir diesen Prozess weiter fortgeführt, so hätte dies insgesamt mindestens 100.000 Euro gekostet. So ersparen wir uns 75.000 Euro“, hielt Schlager fest.

Weitere Einsparungen werden bei der Umsetzung des Rathauses erfolgen, bei der Größe wird man „abspecken“. „Wir werden das Rathaus nicht in der ursprünglich gewünschten Dimension umsetzen. Wir sind an den Bauträger herangetreten, er soll ein kompakteres, kleineres Rathaus präsentieren“, erläuterte SPÖ-Vizebürgermeister Thomas Nikles.