Nach einjähriger Pause hat die Bäckerei Kaiser an ihrer gewohnten Adresse auf der Hauptstraße 12 ab dem 27. Oktober wieder geöffnet. Mit einem spezialisierten Sortiment und zusätzlichen Grundnahrungsmitteln will Bäckermeister Ewald Kaiser auch einen Beitrag zur Verbesserung der Nahversorgung im unteren Teil des Ortes leisten.
Schutz vor Überschwemmung: Hangwasserbecken in der Mühlgasse umgesetzt
Mattersburg
Der erste Teil der Maßnahmen gegen Hochwasser im nördlichen Siedlungsbereich wurde kürzlich abgeschlossen. Das Rückhaltebecken Walbersdorf soll im August 2025 fertiggestellt sein.
Die Gesamtkosten für das Hangwasserbecken Mühlgasse betragen 360.000 Euro.
© Richard Vogler
Im Mai 2019 fühlten sich die Mattersburger mit sintflutartigen Zuständen konfrontiert: Ein verheerendes Unwetter zog über die Stadt und andere Gemeinden im Bezirk hinweg, es schüttete wie aus Kübeln. Vor allem die Anrainer der Mühlgasse waren vom Unwetter stark betroffen. Die Straße glich einem reißenden Bach, zahlreiche Keller standen unter Wasser.
Die Stadtgemeinde entschloss sich, Maßnahmen zu ergreifen, und eines der Projekte wurde kürzlich fertiggestellt. Das Hangwasserschutzbecken in der Mühlgasse (bekannt wurde es kürzlich durch den Fund eines Mammutzaunes während der Bauarbeiten) befindet sich zwischen dem Güter- und Feldweg, nach dem letzten Haus der Mühlgasse in Richtung Forchtenstein. Die Baumaßnahme inklusive Umkehrbucht beim Radweg ist fertiggestellt und das Becken somit betriebsbereit. Die Begrünung und Bepflanzung erfolgt im Frühjahr 2025.
Die geschätzten Gesamtkosten betragen 360.000 Euro, 70 Prozent davon werden durch Bund und Land Burgenland gefördert.
Dieses Hangwasserbecken ist der erste Teil eines Gesamtkonzepts für den Schutz vor Überschwemmungen infolge von Starkregenereignissen im nördlichen Siedlungsbereich, drei weitere sollen folgen. Das zweite Becken soll in unmittelbarer Nähe, im Bereich Mühlgraben, umgesetzt werden, zwei weitere Becken sind zwischen der Theodor-Körner-Straße und der Fußballakademie, links und rechts vom „Tillbründl“, geplant.
© Richard Vogler
Rückhaltebecken Walbersdorf: 3,6 Millionen Euro an Kosten
Für das Hochwasserschutzprojekt Walbersdorf, welches sich beim Marzer Bach befindet, benötigte es eine lange Vorlaufzeit. Vor mehr als zehn Jahren gab es die ersten Pläne. Schlussendlich konnte man sich mit den Grundstücksbesitzern einigen, und am 3. September 2024 fand der Spatenstich statt.
Die geschätzten Gesamtkosten inklusive Erwerb von Grundstücken betragen 3,6 Millionen Euro, 3,2 Millionen Euro werden hierbei von Bund und Land Burgenland gefördert. Die ausführende Firma ist die Porr AG, die Fertigstellung ist für August 2025 geplant. Mit der Errichtung eines 1.251 Meter langen Dammes mit einer Höhe von bis zu 5,6 Metern wird ein Retentionsvolumen von 142.500 Kubikmetern geschaffen.
Rund 80 Objekte im Ortsteil Walbersdorf werden somit vor einem hundertjährigen Hochwasser geschützt. Die Anlage ist Teil eines Hochwasserschutzgesamtkonzepts, welches unter anderem die Rückhaltebecken Pöttelsdorf, Mattersburg und Marz umfasst.
„Rechtzeitig vorsorgliche Maßnahmen treffen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.“
„2019 gab es durch den Starkregen bereits große Schäden in Mattersburg. Hochwasser haben dann im Jahr 2024 nicht nur den Landessüden massiv geschädigt, auch in und um Mattersburg hatten wir mit den Wassermassen und den Folgen zu kämpfen. Aufgrund der klimatischen Veränderungen sind wir auch weiterhin nicht vor derartigen Wetterkapriolen gefeit. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig vorsorgliche Maßnahmen zu treffen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein“, so Bürgermeisterin Claudia Schlager, die weiter ausführt: „Mit der Fertigstellung des Hangwasserschutzbeckens in der Mühlgasse und der Errichtung des Regenrückhaltebeckens in Walbersdorf setzen wir einen wichtigen Schritt, um die Menschen, deren Häuser und unsere Stadt bestmöglich vor den Folgen extremer Wetterereignisse zu schützen. Ich möchte mich bei allen Verantwortlichen im Namen der Stadtgemeinde Mattersburg für die gute Zusammenarbeit und die finanzielle Unterstützung bedanken - denn nur gemeinsam können derartige Großprojekte umgesetzt werden.“