Güssinger Hilfsprojekt setzte wieder Akzente

Menschlichkeit

Der gemeinnützige Verein „Karawane der Menschlichkeit“ hilft geflüchteten Menschen in Not, weil Menschlichkeit keine Grenzen kennt. Die jüngsten Projekte führten Karawane-Gründer Pascal Violo und sein Team nach Syrien, Libanon Irak und Süditalien.

Von Bertie Unger

Die drei Wirkungssäulen der Karawane sind Geldspenden, Hilfsgüter und Lebensfreude. Und Kinder stehen dabei ganz besonders im Fokus.

Die drei Wirkungssäulen der Karawane sind Geldspenden, Hilfsgüter und Lebensfreude. Und Kinder stehen dabei ganz besonders im Fokus.

© Bruno Maul

Großartiges Resümee des jüngsten Hilfsprojektes der Karawane in Rojava in Syrien. Viele fleißige Karawanis waren im Frühjahr wie die Bienen ausgeschwärmt und haben gespendet, gesammelt, sortiert, bespaßt, verteilt und vieles mehr. Im Klartext und in Zahlen heißt das: Mit den 31.400 Euro Geldspenden konnten ein Straßenkinder-Projekt, ein Zentrum für Kinder mit Beeinträchtigung und ein Women-Empowerment-Projekt unterstützt werden. „Außerdem kauften wir dringend benötigte Hilfsgüter vor Ort und verteilten diese direkt an die Menschen“, sagt Pascal Violo. „Mit 16.000 Euro finanzierten wir eine große Photovoltaik-Anlage inklusive Speicher für ein Krankenhaus in Qamischli“, so der Vereinsgründer aus Güssing.

Große Herausforderungen gemeistert

In wochenlanger Arbeit wurden knapp 11.000 kg Sachspenden gesammelt, sortiert und in den LKW verladen. „Nach nervenaufreibenden, bürokratischen Mühen gelang es, den LKW über die syrische Grenze zu bekommen und unsere Karawanis konnten die Hilfsgüter vor Ort verteilen. Heini Staudinger hat wieder 1.000 Paar Waldviertler Schuhe beigesteuert, welche ebenfalls ihre glücklichen, neuen Besitzer erreicht haben“, so Violo. „Unsere beiden Clowninnen haben elf Clownshows für 1.300 Kinder abgehalten. In acht mobilen Malräumen konnten an die 630 Kinder nach Herzenslust malen und zeichnen“.

Weiter Projekte in einem Zug

Die An- und Abreise nach Rojava wurde genutzt, um Projekte in den Nachbarländern zu unterstützen. „Im Libanon konnten wir 17.700 Euro für die Mieten der beiden Schulen in Beirut und die Gehälter der LehrerInnen übergeben. Wir durften 71 Briefe von Kindern aus Rust an die Kinder im Libanon übergeben und erhielten im Gegenzug 110 Briefe, die wir mit nach Österreich bringen“, so Violo.

Im Irak konnte mit zwanzig gespendeten Notebooks und viel Know-How durch zwei IT-Experten ein Computer-Lab für ein Empowerment-Projekt eingerichtet werden. „So viel Hoffnung in so kurzer Zeit! Vielen Dank an alle, die als Teil der Karawane der Menschlichkeit mitgeholfen haben, dass unser Hilfsprojekt gelingt – sei es durch Spenden, Mithilfe, durchs gute Zureden, durchs Weitererzählen und Teilen unserer Postings. Jede/r Einzelne hilft uns durch sein Engagement beim Helfen und so können wir gemeinsam als Menschheitsfamilie wirken und Hoffnung schenken“, freut sich Pascal Violo.