Schüler bauen Satelliten für Bewerb der Europäischen Weltraumbehörde

Mission CanSat

Bereits zum zweiten Mal nimmt das Gymnasium Oberpullendorf am CanSat-Wettbewerb der European Space Agency (ESA) teil.

Von BVZ Redaktion

David Mittermann, Cem Melzer, Helena Moser, Martin Reichart, Jan Koo, Dilen Mitnyik, Elias Zvonarits und Noah Heinrich starteten mit ihren Professoren Paul Sommeregger, Clemens Lang und Bernd Lang die Mission CanSat.

David Mittermann, Cem Melzer, Helena Moser, Martin Reichart, Jan Koo, Dilen Mitnyik, Elias Zvonarits und Noah Heinrich starteten mit ihren Professoren Paul Sommeregger, Clemens Lang und Bernd Lang die Mission CanSat.

© BRG OP

Heuer ist die Schule gleich mit zwei Teams beim CanSat-Wettbewerb der Europäischen Weltraumorganisation vertreten. Dabei entwickeln Schülerinnen und Schüler einen Minisatelliten im Format einer Getränkedose.

Neben einer verpflichtenden Primärmission, bei der Basisdaten wie Höhe und Temperatur gemessen und per Funk übertragen werden, setzen die Teams eine frei wählbare Sekundärmission um. Das Vorhaben verbindet Inhalte aus Physik, Elektronik, Programmierung und Konstruktion ebenso wie Projektmanagement und Finanzierung.

Die beiden Teams CamSat mit Cem Melzer, Dilen Mitnyik, David Mittermann, Helena Moser und Elias Zvonarits sowie BioSat mit Noah Heinrich, Jan Koo und Martin Reichart verfolgen unterschiedliche, aber gleichermaßen innovative Ansätze.

Camsat arbeitet an der Stabilisierung einer Kamera und der Aufnahme eines hochauflösenden Videos, das anschließend mithilfe von künstlicher Intelligenz analysiert werden soll, um Rückschlüsse auf mögliche Nutzungsformen von Flächen am Boden zu ziehen.

Biosat widmet sich einer biologischen Fragestellung und entnimmt während des Flugs eine biologische Probe aus der Luft, die gemeinsam mit erfassten Umweltdaten nach der Landung ausgewertet wird.

Ein besonderer Höhepunkt der Vorbereitungsphase war die CanSat Night. Hierbei verbrachten die Teams viele Stunden in der Schule und tüftelten bis spät in die Nacht an ihren Projekten. Es wurde konstruiert, gelötet, programmiert und getestet – eine intensive Phase, die technisches Know-how, Innovation, Ausdauer und Teamgeist eindrucksvoll sichtbar machte.

Nun blicken beide Teams motiviert auf die nächsten Schritte im Wettbewerb und auf das österreichische Finale. Ein besonderes Highlight steht dabei bereits fest: Der Raketenstart am Flugplatz Suben findet am 9. April, voraussichtlich ab 10 Uhr, statt und ist öffentlich zugänglich. Organisiert wird der Wettbewerb in Österreich durch ESERO Austria. Für die technische Durchführung vor Ort ist das TU Wien Space Team verantwortlich.

„Das Projekt zeigt, wie Begeisterung für MINT-Fächer am Gymnasium Oberpullendorf nachhaltig gelebt wird und wie viel Potenzial in den jungen Menschen steckt, wenn man ihnen Raum für Teamgeist, Kreativität und Forschung gibt“, so Direktor Markus Neuhold. Als MINT-Schule – MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – legt das Gymnasium Oberpullendorf großen Wert auf praxisnahes Lernen, Individualisierung und gezielte Begabungsförderung.