Hans Niessl will es wissen: Der frühere Landeshauptmann und aktuelle Sport-Austria-Präsident geht ins Rennen um die Bundespräsidentschaft: Der Unterstützungsverein ist gegründet, jetzt läuft die Vorbereitung für den Wahlkampf 2028.
Mehr gehen! Das Burgenland will Fußgänger auf die Straße bringen
Mit eigenem „Masterplan“
Zu Fuß durch den Alltag - das soll im Burgenland eine der liebsten Fortbewegungsarten sein: Land und Mobilitätszentrale haben mit Partnern dazu eine Strategie entwickelt, die Infrastruktur und Motivation verbindet.
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Mit dem „Masterplan“ will das Land Burgenland kurz und gut mehr Menschen zum Zu-Fuß-Gehen animieren. Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung, Beratungen für die Gemeinden und Verbesserungen bei der Infrastruktur sollen das Gehen im Alltag attraktiver machen. Sicherheit, Erreichbarkeit, Komfort und Zufriedenheit sind dabei ebenfalls gefragt. Die eigene Gesundheit und das Klima danken es zusätzlich!
Die Kampagne „Burgenland zu Fuß“ stellte Landesrat Heinrich Dorner zusammen mit Umweltmediziner Hans-Peter Hutter und Mobilitätszentrale-Leiterin Christine Zopf-Renner vor. „Jeder Weg beginnt mit einem Schritt. Und das Burgenland geht voran ...“
72,3 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer gehen laut Zahlen des Infrastrukturministeriums täglich mindestens fünf Minuten zu Fuß, 62,3 Prozent tun das gerne. Damit liegt das Burgenland etwas unter dem österreichweiten Schnitt - was sich nun ändern soll: „Diese Werte und die Dauer wollen wir steigern. Das ist das Ziel“, betonte Dorner.
Zur Bewusstseinsbildung sind Mitmachaktionen und die Kampagne geplant. Aber auch die Zusammenarbeit mit Ärzten, die Bewegung „verschreiben“, soll intensiviert werden, erläuterte Christine Zopf-Renner. Gemeinden bekommen Unterstützung bei der Umsetzung von Schulwegprojekten, Fußverkehrskonzepten, Fußgänger- und Begegnungszonen, verkehrsberuhigten Orten und klimafitter Straßengestaltung. Außerdem soll sichergestellt werden, dass Haltestellen von öffentlichen Verkehrsmitteln zu Fuß gut erreichbar sind.
Durch die Maßnahmen soll sich das Gehen für die Burgenländer „locker-flockig in den Alltag einbauen“ lassen, sagte Hans-Peter Hutter. Das steigere Wohlbefinden, Stressresilienz, Fitness und die kognitive Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig reduziert die Bewegung das Risiko von Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie von bestimmten Krebs- und Demenzarten: „Gehen ist ein Wundermittel!“
Am 27. April findet übrigens zum zweiten Mal der „österreichische Tag des Zu-Fuß-Gehens“ statt. Auch hier gibt es gezielte Aktionen, die in Kürze vorgestellt werden sollen. Und von 9. bis 11. September findet in Eisenstadt in Kooperation mit dem Infrastruktur- und Mobilitätsministerium und der Landeshauptstadt der erste österreichische Rad- und Fußverkehrsgipfel statt. Drei Tage lang geht es bei der Fachkonferenz in hochkarätigen Runden ums Gehen und Radfahren, rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich und den Nachbarstaaten werden erwartet.