Seit 2014 ist die Streuobstfläche im Südburgenland laut einer neuen Kartierung um zehn bis 20 Prozent zurückgegangen. Ein burgenlandweites Projekt soll zeigen, wie junge Obstbäume mit Hitze, Trockenheit und anderen Folgen des Klimawandels zurechtkommen.
Musical Güssing: Proben für Jesus Christ Superstar haben begonnen
Musical Güssing
Seit Samstag wird wieder geprobt und das mit voller Wucht. Musical Güssing bringt ab 8. August „Jesus Christ Superstar“ auf die Bühne der Burg. Nicht zum ersten Mal, aber mit frischem Blick, neuer Kraft und einem Ensemble, das den Kern dieses Rockklassikers mit Leidenschaft und Tiefe aufladen will.
Auf Burg Güssing wird seit Samstag geprobt.
© Ossy Hager
Die Story ist bekannt und doch aktueller denn je: Jesus als charismatischer „Unruhestifter“, der die Massen bewegt, aber den Mächtigen ein Dorn im Auge ist. Die letzten sieben Tage seines Lebens, erzählt in kraftvoller Musik, packenden Bildern und einer Inszenierung, die nicht auf historische Kulisse setzt, sondern auf politische Klarheit.
Große Herausforderung für Musical Güssing
„Ein weltberühmtes Musical in die heutige Zeit zu bringen und so, dass es verständlich ist, das ist eine Herausforderung“, sagt Intendantin Marianne Resetarits. „Die Themen unserer Zeit sind vielleicht andere, aber die Herausforderungen sind enorm. Die Musik ist grandios, damals wie heute. Sie trägt durch das ganze Stück“, sagt Resetarits.
28 Darsteller:innen stehen heuer auf der Bühne, 12 Musiker:innen sorgen für den Sound, rund 70 Menschen wirken vor und hinter den Kulissen mit – viele davon aus der Region. In der Hauptrolle ist wieder András Koczor als Jesus zu erleben, Herodes wird von Kurt Resetarits gespielt, Maria Magdalena von Susanne Dunst. Die musikalische Leitung hat Belush Korenyi inne, für die Choreographie sorgt Sophie Kubec.
Jesus Christ Superstar“ ist kein Musical zum Zurücklehnen, Das Stück erzeugte von Beginn an Reibung und Diskussion. Kein Kitsch, keine Verklärung, sondern Wucht, Emotion und Haltung.
Einmalige Kulisse bei jedem Wetter
Die Bühne und der Burghof als Kulisse tragen das Ihre dazu bei. Gespielt wird bei jedem Wetter, unter freiem Himmel und wenn ein Gewitter aufzieht, wartet man, bis es sich wieder verzieht. Und auch das passt zum Stück.
„Jesus Christ Superstar“ gilt als Meilenstein des modernen Musiktheaters. Andrew Lloyd Webber und Tim Rice brachen 1970 mit allem, was das klassische Musical bis dahin ausmachte: Keine gesprochenen Dialoge, kein Happy End, dafür Gitarrenriffs, Gospelchöre, schmerzhafte Zweifel und rohe Emotion. Die Kompositionen sind rhythmisch komplex, mal jazzig, mal bombastisch – immer drängend, immer fordernd.
Songs wie „I Don't Know How to Love Him“, „Heaven on Their Minds“ oder der Titeltrack sind längst ikonisch. Und doch ist das Stück kein nostalgisches Spektakel, sondern eine brennende Auseinandersetzung mit Verantwortung, Hoffnung und auch menschlichem Versagen.
Aufführungen gibt es von 8. bis 23. August, jeweils ab 19.30 Uhr. Der Vorverkauf läuft – wer einen der Plätze will, sollte sich beeilen.
Und eines ist klar: Musical Güssing steht nicht für Effekthascherei. Sondern für Qualität, Konsequenz und ein Publikum, das sich nicht berieseln lassen will, sondern berühren.