Chinesisch-österreichisches CrossOver-Jugendkonzert begeisterte

Musik

Eine Kulturaustauschreise führte die kooperative Kunstgruppe von Grund- und Mittelschulen aus dem Pekinger Bezirk Fengtai nach Österreich. Gemeinsam mit dem Tamburizza-Orchester des Gymnasiums Oberpullendorf gestalteten die Jugendlichen ein außergewöhnliches CrossOver-Konzert im Lisztzentrum Raiding.

Von Nadine Wiedemann

Die Musikerinnen und Musiker begeisterten das Publikum.

Die Musikerinnen und Musiker begeisterten das Publikum.

© zVg/Burgenländischer Blasmusikverband

Mit insgesamt 16 Musikstücken begeisterten die Kollektive aus China und Österreich das Publikum im Lisztzentrum Raiding. Obwohl die musikalischen Traditionen der beiden Länder unterschiedlicher kaum sein könnten, zeigte das Konzert eindrucksvoll, dass Musik Menschen über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg verbindet.

In seiner Begrüßung hob Direktor Markus Neuhold vom Gymnasium Oberpullendorf die Bedeutung internationaler Begegnungen hervor. Gerade in Zeiten globaler Krisen sei es wichtiger denn je, dass sich junge Menschen vernetzen und gemeinsam etwas Kunstvolles schaffen. Musik sei dabei das verbindende Element, das Frieden und Freundschaft fördere.

Organisiert wurde das interkulturelle CrossOver von Landesjugendreferent Márton Ilyés vom Burgenländischen Blasmusikverband und seiner ehemaligen Studienkollegin Xiaochen Wang. Gemeinsam begleiteten sie die Delegation aus Peking mit Jugendblasorchester, Jugendchor und einem Volksmusikensemble während ihres Aufenthalts im Burgenland.

Der Besuch war Teil eines umfangreichen Kulturaustauschs. Bereits in den vergangenen Tagen nahmen die 147 jungen Musikerinnen und Musiker an einer Unterrichtseinheit des Instituts Oberschützen der Kunstuniversität Graz teil. Dort wurde ihnen kroatische, ungarische und burgenländische Volksmusik nähergebracht. Nach einem ersten Konzert auf der Burg Schlaining und dem Auftritt in Raiding stand als weiterer Höhepunkt ein Konzert beim Wiener Musikverein auf dem Programm.

Ebenso imponierte das Tamburizza-Orchester des Gymnasiums Oberpullendorf. Unter der Leitung von Stefanie Karall präsentierten sieben Schülerinnen und Schüler ihr Können. Karall hatte das Ensemble vor drei Jahren übernommen und das Tamburizza-Projekt neu aufgebaut. Besonders hob sie den Einsatz ihrer Musikerinnen und Musiker hervor, die trotz der Sommerferien regelmäßig probten und sich mit großem Engagement auf das Konzert vorbereiteten.

Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem Landtagsabgeordneter Jürgen Karall und der Obmann des Blasmusikverbandes Peter Reichstädter sowie weitere Vertreter aus Politik und Kultur. Das mehr als zweistündige Konzert wurde vom Publikum mit großem Applaus belohnt und unterstrich eindrucksvoll den Wert kultureller Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg.