Bereits zum neunten Mal packten die Klientinnen und Klienten der Förderwerkstätte „Rettet das Kind“ in Oberpullendorf kräftig an, um 2.000 Wanderpakete für den großen Waldquelle Familienwandertag vorzubereiten.
Bühne frei für Burgenlands „Mischmasch“
Musiktheater
Schüler und Schülerinnen aus dem Gymnasium „Franz Liszt“ Oberpullendorf brachten das Musiktheaterstück „Friedenland Burgenland“ von Christian Reumann mit Musik ihres Lehrers Márton Ilyés und von Joschko Gettinger zur Aufführung.
Die jungen Musiker:innen und Darsteller:innen mit ihren Professor:innen Márton Ilyés und Christina Clementi sowie Direktor Markus Neuhold.
© Michaela Grabner
„Mir gefällt unser Dorf. Da kenne ich fast alle“, „Mir gefallen unsere Burgen“, ...: Eine Schulklasse sitzt beisammen und die Jugendlichen sinnieren darüber, was ihnen am Burgenland am besten gefällt. Friedensland Burgenland lautet der Titel des Musiktheaterstücks, das Schülerinnen und Schüler des Schulorchesters und der Musicalwerkstatt gemeinsam zur Aufführung brachten oder wie sie es selbst dabei bezeichneten, das „Mischmasch-Musical“.
Dieses lädt nämlich zu einer aufmerksamen Sicht auf das Burgenland und seine Werte wie Zusammenhalt und Heimatverbundenheit, aber auch seine kulturelle Vielfalt ein. „Mein Opa hat gesagt, dass bei meinen Vorfahren alle, die einmal im Burgenland gelebt haben, dabei sind – Roma, Kroaten, Ungarn Deutsche, Juden, Awaren, Hunnen, Kelten, Türken und Mongolen“, meint etwa ein Mädchen in dem Stück, das auch in Klang die Vielfalt des Landes widerspiegelt, von „Brüderchen komm tanz mit mir“ bis zu Cosmos Songcontest-Lied „Tanzschein“.
Ein zentraler Blickfang des Bühnenbilds, das die Jugendlichen ebenfalls selbst unter der Leitung von Professorin Christina Clementi gestaltet haben, und gleichzeitig eine zentrale Botschaft des Stücks ist ein Bild der Friedensburg Schlaining, die die Schülerinnen und Schüler besucht hatten und wo sie lernten Papierkraniche als Symbol für den Frieden zu falten, wie sie für jeden im Publikum einen vorbereitet hatten.
„Was mich persönlich überzeugt hat, ist die Kleinheit, es muss nicht immer etwas Großes sein“, zeigte sich Direktor Markus Neuhold begeistert. „Wir beginnen immer im Kleinen. Wir werden als Person den Weltfrieden nur im Kleinen verändern können. Entscheidend ist, dass wir auf der Ebene der Schule, der Familie und von Freundinnen und Freunden in Frieden leben, wie wir miteinander umgehen und kommunizieren.“
Auch musikalisch wurde dies nochmals betont mit der Friedenshymne Burgenland, wo es heißt: „Wo im Norden Störche zieh'n, im Süden sanfte Hügel glüh'n und dort, wo im Blaufränkischland der Rotwein seine Wiege fand, wo viele Herzen sind verbrannt, hast eisern' Fesseln du gebannt, wo tausend Tränen einst geweint, in Freiheit nun vereint. Für uns alle soll es sein, khereste, doma, itthon, daheim. Dich, teures Burgenland, umringt ein Friedensband.“