Nach dem Derbysieg: Ganz Kemeten atmete auf

1. Klasse Süd-Nachtrag

Mit dem 3:0-Erfolg im Nachtrag gegen Buchschachen sicherte sich die Elf von Michael Erhart eine gute Ausgangsposition für die abschließenden Saisonspiele.

Von Patrick Bauer, Kevin Hasler & Max Wiesler

Durchgesetzt. Der SC Kemeten mit Dominik Pausackerl (r.) gewann das „Derby“ gegen Buchschachen (l., Thomas Lechner) klar mit 3:0.

Durchgesetzt. Der SC Kemeten mit Dominik Pausackerl (r.) gewann das „Derby“ gegen Buchschachen (l., Thomas Lechner) klar mit 3:0.

© Daniel Fenz, Daniel Fenz

KEMETEN - BUCHSCHACHEN 3:0. Als immens wichtige drei Punkte stufte man den dann klaren Derbysieg über Buchschachen beim SC Kemeten ein. Gerne hätte man schon zwei Tage zuvor gegen St. Martin gepunktet, aber zumindest die selbst ausgerufene Pflicht gegen das neue 1. Klasse-Schlusslicht erfüllte man. Die Gäste reisten mit einigen Personalsorgen an und die Elf von Toni Dorner wollte kämpferisch dagegenhalten. „Wir wussten das, ließen uns aber darauf nicht ein und zogen unser Spiel durch“, resümierte Kemetens Obmann-Stellvertreter Gerald Halper und ergänzte: „Wir waren schon vor der Pause dominant. Da war nur unsere Chancenverwertung eine Katastrophe. Mit dem 1:0 war dann eigentlich alles erledigt.“ Die Führung erzielte Roberto Kizlin, ehe Philip Mayer und Sandro Kizlin den Endstand markierten. Des einen Freud, des anderen Leid: Hinter dem SCB liegt ein sportlich katastrophales Wochenende. Erst verlor man in Welgersdorf mit 2:3 und auch in Kemeten hatte man sich etwas ausgerechnet gehabt. Dazu kam es nicht.

STATISTIK:

SC „H+P“ KEMETEN - SC BUCHSCHACHEN 3:0 (0:0).- Torfolge: 1:0 (66.) Roberto Kizlin, 2:0 (79.) Mayer, 3:0 (81.) Sandro Kizlin.

Reserve: Nichtantreten Buchschachen.

SR: Windisch (K: durchschnitt/B: kein Kommentar).- Kemeten, 170.

Kemeten: Friedel; Graf, Vrbanic,Markus Hochwarter (85. Kiss), Erkinger(85. Horvatits); Roberto Kizlin, Lukas Pieler (57. Stampfel), Mayer, Pausackerl; Sandro Kizlin (84. Simon Pieler), Kokot(84. Goger).

Buchschachen: Goger; Michael Fleck (57. Hoffmann), Thomas Lechner, Demokrat Kacanolli, Neziri; Flamur Kacanolli, Taferner; Moritz Lechner (78. Matthias Fleck), Kurtz, Mersits (72. Rusz); Marolt.

GOBERLING - GEMEINDE TOBAJ 1:4.Als „Joker-Spiel“ betitelte Goberlings Trainer Alexander Kern das Duell mit Tabellenführer Gemeinde Tobaj im Vorfeld. Von daher schmerzt die Niederlage dort auch nicht allzu sehr, wenngleich man freilich gerne gepunktet hätte. „Die sind aber einfach gut. Um dagegenzuhalten, waren wir im Mittelfeld zu unterlegen.“ So setzte es am Ende einen souveränen 4:1-Auswärtssieg. Tobaj-Kapitän Lukas Spirk erklärte: „Nach dem schweren Spiel am Samstag haben wir eine Top-Leistung abgeliefert. Wir hatten die Partie von der ersten bis zur letzten Minute im Griff. Das war schon richtig gut.“

STATISTIK:

ASK SKODA SIMON GOBERLING - ASV „Z+H WEBER“ GEMEINDE TOBAJ 1:4 (1:3).-

Torfolge:0:1 (8.) Spirk, 0:2 (23.) Dragovic, 0:3 (42.) Spirk, 1:3 (45.) Engelmayer, 1:4 (67.) Dragovic.

Reserve:6:2 (Julian Schranz 4, Thorsten Schranz, Wagner; Keller, Csekits).

SR: Gregorits (G: sehr gut/GT: sehr gut).- Goberling, 150.

Goberling: Szakaly; Gashi, Polster, Jelic, Neudecker; Matija Benko; Engelmeyer, Ceka (59. Moser), König, Josip Benko; Kappel (86. Koller).

Gemeinde Tobaj: Weber; Leitner, Roth, Horvat, Oswald; Jautz-Lackner (85. Keller), Szerencsics, Lukavecki, Herceg(72. Haasz); Dragovic, Spirk(90. Csekits).

WELGERSDORF - DEUTSCH KALTENBRUNN 4:3.Zwei Tage nach dem Heimsieg gegen Buchschachen ließ der SV Welgersdorf den nächsten vollen Erfolg folgen – und es war wieder ein Spektakel. Der SVW erwischte im Nachtrag gegen Deutsch Kaltenbrunn einen Traumstart und führte nach 36 Minuten mit 3:0, ehe die Gäste noch vor der Pause auf 2:3 rankamen. Nach Seitenwechsel gelang dem SVDK sogar der Ausgleich, doch Welgersdorfs Laszlo Bacsi staubte postwendend zum vielumjubelten Heimerfolg ab. Durch den Dreier verlässt der SV Welgersdorf die Abstiegsplätze. „Wir sind wieder dran. Die Chance lebt“, so Welgersdorfs Pressesprecher Dietmar Kaiser. Auf Seiten der Deutsch-Kaltenbrunner war man nach der bitteren Pleite geknickt. Kapitän Jürgen Hütter: „Wir haben null Selbstvertrauen, trauen uns nichts zu und verschliefen die Anfangsphase komplett. Dann kommen wir zurück und kriegen für uns typisch gleich wieder das 3:4. Einen Punkt hätte ich dabei dann sogar schon sofort unterschrieben.“

STATISTIK:

SV WELGERSDORF - SV ERDBAU BERGER DEUTSCH KALTENBRUNN 4:3 (3:2).-

Torfolge:1:0 (20.) Lödör, 2:0 (21.) Bayani, 3:0 (36.) Antol, 3:1 (38.) Kollar, 3:2 (44.) Hütter, 3:3 (82.) Pal, 4:3 (83.) Bacsi.

Reserve: 2:2 (Eichler 2; Jens Koch 2).

SR:Dinleyici (W: sehr gut/K: gut).- Welgersdorf, 50.

Welgersdorf: Toth; Levonyak, Schoditsch, Kosik, Müllner; Balla, Urbauer; Kamper, Bayani(58. Bacsi), Lödör; Antol.

Dt. Kaltenbrunn:Hermann; Majczan, Komoroczi (77. Stranzl), Fuchs, Töltl; Schlener (63.) Pal), Baumgartner, Hütter (71. Jens Koch), Kollar; Haas (46. Potzmann), Preiner.

WIESFLECK - OBERDORF 2:2. Beide Teams spielten bereits am Samstag Remis, das sollte sich am Montag wiederholen. Goalgetter Stefan Hettlinger brachte den SCW nach 14 Minuten in Front, bis zur Pause drehten die Gäste dann aber das Spiel. In Minute 88 gelang schließlich dem Heimteam noch der 2:2-Ausgleich. SCW-Trainer Rene Mahlknecht: „Wir haben wie schon gegen Neuhaus gut angefangen. Am Ende hätten wir mit ein bisserl Glück noch gewinnen können.“ Oberdorfs Wolfgang Halper sah die Sachlage anders: „Es war eine gute kämpferische Leistung der ganzen Mannschaft. Am Ende war es bisschen unglücklich, aber wir nehmen den Punkt mit.“

STATISTIK:

SC WIESFLECK - ASK OBERDORF 2:2 (1:2).-

Torfolge:1:0 (14.) Hettlinger, 1:1 (35., Elfmeter) Novoselec, 1:2 (40.) Michael Halper, 2:2 (88., Eigentor) Tuider.

Rote Karte: Masic (38., Beleidigung).

Reserve: 1:3 (Buchegger; Pelzmann 2, Fassl).

SR: Koc (W: durchschnitt/O: gut).- Wiesfleck, 100.

Wiesfleck: Lukschander; Platzer, Siman, Ungerböck, Mikolaschek; Pinoza, Kazsa, Ferk; Plank (54. Lipp), Hettlinger, Kirnbauer (56. Angyan).

Oberdorf: Wagner; Daniel Halper (80. Krajl), Michael Halper, Novoselec, Tuider; Stefan Halper, Masic, Lackner(46. Matthias Oswald); Drzic, Bradaric, Holpfer(62. Florian Halper/80. Matthias Wagner).

Nach dem Derbysieg: Ganz Kemeten atmete auf

© Bauer, Bauer