Land gibt Entwarnung: „Keine Asbest-Belastung rund um Burg Schlaining“

Nach Greenpeace-Vorwurf

Eine von den Landesimmobilien beauftragte Untersuchung ergab „nach aktuellem Kenntnisstand keine Gesundheitsgefährdung“ bei der Friedensburg. Damit widerspricht das Land den jüngsten Greenpeace-Erhebungen.

Von BVZ Redaktion

Land gibt Entwarnung: „Keine Asbest-Belastung rund um Burg Schlaining“

© Friedensburg Schlaining

Mit neuen Untersuchungen machte Greenpeace kürzlich Schlagzeilen: Die Umweltschutzorganisation nahm Schotterproben an mehreren beliebten Ausflugszielen im Burgenland und sprach von einer „erheblichen Asbestbelastung“. Betroffen sein sollten unter anderem die Friedensburg Schlaining, die Burg Lockenhaus, die Aussichtswarte Geschriebenstein, zwei Wanderwege sowie ein Freizeitbetrieb im Südburgenland. Laut Greenpeace wiesen die Laboranalysen Asbestgehalte von bis zu 50 Prozent nach.

Dem widersprechen die Landesimmobilien Burgenland (LIB) nun im Fall der Burg Schlaining. Nachdem Greenpeace speziell in diesem Fall kritisierte, dass Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern und Besuchern getroffen werden müssten (etwa das Sperren oder Befeuchten von Schotterflächen sowie rasche Sanierung) wurde eine externe Fachfirma mit einem zweiten Gutachten betraut.

Land gibt Entwarnung: „Keine Asbest-Belastung rund um Burg Schlaining“

© Greenpeace, Mitja Kobal, MITJA KOBAL

Untersucht wurden die schottergebundenen Wege innerhalb der Burg, der Kies im großen Burghof und im „Schwarzen Hof“ sowie der Schotter in der Burgarena. „Von den dort verwendeten Materialien geht nach aktuellem Kenntnisstand keine Gesundheitsgefährdung aus, die Untersuchungen ergaben keine gesundheitsrelevanten Hinweise“, heißt es vonseiten der Landesimmobilien. Die genannten Bereiche könnten daher weiterhin bedenkenlos betreten und genutzt werden.

Auch auf die Ergebnisse der Greenpeace-Erhebung gingen die Landesimmobilien ein: Diese würden „auf nicht nachvollziehbaren und nicht normgerechten Probe-Entnahmen“ beruhen. Und weiter: „Offenbar stammt das Material nicht einmal aus den gesperrten Steinbrüchen, was ein bezeichnendes Licht auf das Vorgehen von Greenpeace wirft. Diese einzelnen Materialproben lassen keine belastbare Aussage über eine mögliche Gefährdung oder die Luftqualität vor Ort zu, weil die Greenpeace-Messungen so nicht repräsentativ sind“, wie es in einer Presseaussendung der LIB heißt.

Maßgeblich seien „fachgerechte und repräsentative Untersuchungen“, wie sie von der beauftragten Fachfirma durchgeführt würden. Diese würden zu einem eindeutigen Ergebnis kommen: „Im Zuständigkeitsbereich der Landesimmobilien besteht auf der Burg Schlaining keine Belastung durch Asbest.“