DNA-Test bestätigt: Der Wolf ist zurück im Leithagebirge

Nach Kadaver-Funden

Nachdem bereits einige Jäger auf ihren Wildkameras Wölfe ausgemacht haben wollen und auch Kadaver am Waldrand auf Wolfsspuren hindeuteten, ist es seit heute fix: Der Wolf ist zurück im Nordburgenland. Das haben DNA-Tests von gefundenen Tierkadavern nun bestätigt.

Von Von Peter Wagentristl

Der Wolf ist zurück im Leithagebirge. Das haben DNA-Tests bestätigt.

Der Wolf ist zurück im Leithagebirge. Das haben DNA-Tests bestätigt.

© Shutterstock/AB Photographie, AB Photographie

Ein Rückkehrer sorgt für Aufsehen: In den Wäldern des Rosalia- und Leithagebirges bei Eisenstadt wurde nun offiziell der Wolf nachgewiesen. Laut Pannatura, der Land- und Forstwirtschaftssparte der Esterhazy Betriebe, bestätigten jüngste DNA-Proben den Verdacht, der bereits durch Kadaver-Funde und Sichtungen im April aufgekommen war.

Dass sich der Wolf bei uns wieder ansiedelt, zeigt, wie intakt und vielfältig unsere Landschaft ist. David Simon, Leiter für Naturschutz, Jagd und Fischerei bei Pannatura.

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DNA-Test bestätigt: Der Wolf ist zurück im Leithagebirge
Der Wolf ist zurück - auch auf Fotos von Wildkameras im Leithagebirge. Hier etwa bei Pannatura, der Wald- und Forstwirtschaftssparte der Esterhazy Betriebe, dem größten privaten Waldbesitzer Österreichs.

© Pannatura

DNA-Test bestätigt: Der Wolf ist zurück im Leithagebirge
Der Wolf ist zurück - auch auf Fotos von Wildkameras im Leithagebirge. Hier etwa bei Pannatura, der Wald- und Forstwirtschaftssparte der Esterhazy Betriebe, dem größten privaten Waldbesitzer Österreichs.

© Pannatura

DNA-Test bestätigt: Der Wolf ist zurück im Leithagebirge
Der Wolf ist zurück - auch auf Fotos von Wildkameras im Leithagebirge. Hier etwa bei Pannatura, der Wald- und Forstwirtschaftssparte der Esterhazy Betriebe, dem größten privaten Waldbesitzer Österreichs.

© Pannatura

Die Präsenz des Raubtiers sei ein Zeichen für hochwertige Lebensräume – aber auch eine Herausforderung, der man mit Umsicht begegnen müsse. „Wir nehmen unsere Verantwortung ernst – gerade in der Nähe zu besiedelten Gebieten“, so David Simon, Leiter für Naturschutz, Jagd und Fischerei bei Pannatura. Die Esterhazy-Tochter verwaltet übrigens die größte Waldfläche in Privatbesitz in ganz Österreich mit rund 40.000 Hektar.

Das waldige Leithagebirge gilt als Rückzugsort für zahlreiche Wildarten. Neben dem Goldschakal und dem Uhu zählt nun auch der Wolf dazu. Ob es sich dabei um einen dauerhaften Gast handelt, ist derzeit allerdings unklar. Die Nähe zu Ballungsräumen, wie etwa rund um Eisenstadt, sowie eine intensive Weidewirtschaft könnten der dauerhaften Ansiedlung entgegenstehen.

Verhalten bei Wolfsbegegnung

Die Bevölkerung wird aufgerufen, Ruhe zu bewahren. Der Wolf ist von Natur aus scheu und meidet den Menschen. Sollte es dennoch zu einer Begegnung kommen, gilt:

  • Nicht nähern, folgen oder füttern
  • Nicht weglaufen, sondern ruhig stehen bleiben
  • Langsam zurückweichen, falls nötig
  • Laut sprechen oder in die Hände klatschen, um den Wolf zu vertreiben
  • Hunde bei jedem Waldbesuch anleinen

Gerade junge Tiere können aus Neugier länger verweilen, sind aber in der Regel harmlos.

Monitoring und Schutzmaßnahmen gefordert

Da der bisher nächste Wolfsriss nur rund 200 Meter von einer Siedlung entfernt entdeckt wurde, mahnt Simon zur Einführung eines landesweiten Monitorings. „Zentrale Erfassung aller Sichtungen, Risse und Bewegungsdaten ist jetzt unumgänglich“, betont er. Geplante Besenderungen sollen künftig noch genauere Informationen über die Lebensweise der Wölfe liefern.

Das Land hat bereits vor der Bestätigung durch DNA-Tests angekündigt, dass eine Meldestelle für Wolfssichtungen installiert werden sollen.

Triggerwarnung: Dieses Bild zeigt blutige Inhalte und könnte verstörend wirken - klicken Sie weiter/nach rechts, wenn Sie es sehen wollen.

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© zVg

Diese Bilder von einem zerflederten Kadaver eines Muffelwilds wurden der BVZ zugespielt. Sie wurden zwischen Müllendorf und Steinbrunn aufgenommen. Steckt ein Wolf dahinter?

Diese Bilder von einem zerflederten Kadaver eines Muffelwilds wurden der BVZ zugespielt. Sie wurden zwischen Müllendorf und Steinbrunn aufgenommen. Steckt ein Wolf dahinter?

© zVg

Das man im Leithagebirge einen Wolf antrifft ist äußerst unwahrscheinlich. Dass er dann auch noch die Zähne fletscht und nicht einfach Reißaus nimmt, noch mehr.

Das man im Leithagebirge einen Wolf antrifft ist äußerst unwahrscheinlich. Dass er dann auch noch die Zähne fletscht und nicht einfach Reißaus nimmt, noch mehr.

© Shutterstock/Tomas Palsovic, Tomas Palsovic