Mit einer österreichisch-ungarischen Gedenkfeier wurde am Samstag an der Brücke von Andau an den Ungarischen Volksaufstand vor 70 Jahren erinnert. Im Mittelpunkt standen die Flucht tausender Menschen und die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung.
Umweltpreis: Neusiedler Projekte gleich doppelt ausgezeichnet
Nachhaltig
Zwei Initiativen aus Neusiedl am See prägten den 20. Burgenländischen Umweltpreis. Der Verein Neusiedler ZauberGarten erhielt den Hauptpreis, die Stadtgemeinde Neusiedl am See wurde mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Kulturzentrum Mattersburg statt.
Verein Neusiedler ZauberGarten New Pannonian Style
© LMS Burgenland
Den stärksten Akzent setzte ein Projekt, das direkt im Ortsgebiet ansetzt. Der Verein Neusiedler ZauberGarten erreichte mit „New Pannonian Style“ den ersten Platz in der Kategorie Umweltpreis. Ziel ist die Entwicklung einer neuen europäischen Gartenkultur, die mit trockenresistenten Pflanzen auf die Herausforderungen der Klimakrise reagiert.
Im Mittelpunkt steht die Aufwertung karger oder wenig genutzter Flächen. Damit verbindet das Projekt ökologische Ziele mit konkreten Maßnahmen gegen weitere Bodenversiegelung. Gleichzeitig entstehen Rückzugsräume für Mensch und Natur. Der Einsatz standortangepasster Pflanzen senkt den Wasserverbrauch und reduziert den Pflege- und Arbeitsaufwand. Das Projekt versteht sich als Beitrag zu einer nachhaltigen kommunalen Entwicklung. Bereits in 20 burgenländischen Gemeinden, vor allem im Bezirk Neusiedl am See, bestehen entsprechende Versuchsflächen. Der Hauptpreis ist mit 2000 Euro dotiert.
Neben diesem Vereinsprojekt überzeugte auch die Stadtgemeinde Neusiedl am See die Jury. Sie belegte mit ihrer Einreichung in der Kategorie Umweltpreis den dritten Platz. Unter dem Leitmotiv „Neusiedl am See – natürlich nachhaltig“ setzt die Stadt seit mehreren Jahren Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz und Lebensqualität um.
Die Auszeichnung wird in Neusiedl am See als Bestätigung dieses Kurses verstanden. „Der Umweltpreis bestätigt unseren konsequenten Weg in Richtung Nachhaltigkeit. Er ist eine Anerkennung für die vielen umgesetzten Maßnahmen und für das Engagement aller Beteiligten – von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt bis hin zur Bevölkerung“, erklärten Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete Elisabeth Böhm sowie Umwelt-Gemeinderätin Gerda Kappel.
Eingerahmt wurden die Neusiedler Erfolge von der Jubiläumsausgabe des Burgenländischen Umweltpreises. Verliehen wurde die Auszeichnung von Landeshauptmann-Stellvertreterin und Umweltlandesrätin Anja Haider-Wallner. „Umweltschutz beginnt vor der eigenen Haustür und wirkt weit darüber hinaus“, sagte Haider-Wallner bei der Veranstaltung, an der unter anderem Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf teilnahm.
Der Burgenländische Umweltpreis wird seit 1991 in regelmäßigen Abständen vergeben und würdigt Projekte im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Zum 20-jährigen Jubiläum wurde der Preis 2025 erstmals um einen Jugend-Umweltpreis erweitert. Dieser richtet sich an junge Menschen sowie Bildungs- und Jugendeinrichtungen und ist mit bis zu 1.000 Euro dotiert. Der Preis ging an die Feuerwehrjugend des Burgenländischen Landesfeuerwehrverbandes und ihr Projekt „Bee-Wild“.
Insgesamt wurden 37 Projekte eingereicht, davon 21 in der Kategorie Umweltpreis und 16 für den Jugend-Umweltpreis. Eine sechsköpfige Fachjury bewertete die Einreichungen nach Innovationskraft, Umweltnutzen und Vorbildwirkung. Zusätzlich vergab die Jury einen Umwelt-Ehrenpreis.
1. Platz (70 Punkte): Verein Neusiedler ZauberGarten – „New Pannonian Style“
2. Platz (60 Punkte): Energiegemeinschaft Unterfrauenhaid eGen – „Fernwärme Unterfrauenhaid“
3. Plätze (je 57 Punkte):
· Stadtgemeinde Neusiedl am See – „Neusiedl am See – natürlich nachhaltig“
· Caritas der Diözese Eisenstadt – „Pfandraising“
· panSol – „Vienna Climate Run“
1. Platz (68 Punkte): Feuerwehrjugend des Burgenländischen Landesfeuerwehrverbandes – „Bee-Wild“
2. Platz (64 Punkte): MINT-Volksschule Mörbisch – „Fledermaus in Sicht“
3. Platz (62 Punkte): BG/BRG/BORG Oberpullendorf – „Green Chemistry – Die Zukunft putzt nachhaltig“
Birgit Braunstein: Die Purbacher Winzerin gilt als Pionierin des biodynamischen Weinbaus im Burgenland. Bewirtschaftet werden rund 20 Hektar Weingärten sowie fünf Hektar extensive Grünlandflächen – mit besonderem Fokus auf den Erhalt gesunder, klimafitter Böden.