Musikschulgebühren und Essenbeiträge wurden erhöht

Neudörfl

Die Musikschulgebühren sowie die Essensbeiträge für die Neudörfler Bildungseinrichtungen Kinderkrippe, Kindergarten, Volksschule und Mittelschule wurden bei der Gemeinderatssitzung mit Stimmen der SPÖ, ÖVP und GRÜNEN erhöht. Die FPÖ, durch Gemeinderat Robert Perger vertreten, stimmte bei den jeweiligen Anträgen dagegen.

Von Christian Artner

Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde unter anderem über die Musikschulgebühren und die Essensbeiträge der Neudörfler Bildungseinrichtungen abgestimmt.

Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde unter anderem über die Musikschulgebühren und die Essensbeiträge der Neudörfler Bildungseinrichtungen abgestimmt.

© Christian Artner

Die jährlichen Anpassungen der Gebühren für den Unterricht in der Musikschule Neudörfl gehen auf einen Grundsatzbeschluss im Gemeindevorstand vom 14. Mai 2014 zurück. Damals hatte man sich geeinigt, die Tarife der Musikschule Neudörfl an jene der Zentralmusikschule Mattersburg anzugleichen. Die Zentralmusikschule hat die Musikschulbeiträge für das Schuljahr 2026/27 erhöht, somit zieht auch die Musikschule Neudörfl nach.

Neudörfl leistet sich als eine von wenigen Gemeinden im Burgenland eine eigene Gemeinde-Musikschule. Gleichzeitig wird im selben Gebäude, in der Volksschule Neudörfl, auch Musikunterricht von der Zentralmusikschule Mattersburg angeboten. Um zu vermeiden, dass derselbe Unterricht unterschiedlich viel kostet und MusikschullehrerInnen für die gleiche Arbeit unterschiedlich bezahlt werden, werden diese Angleichungen jährlich vorgenommen. Die Mehreinnahmen, die der Gemeinde durch die Erhöhung der Preise für den Unterricht zufließen, gehen eins zu eins an die Lehrenden der Gemeindemusikschule.

1.000 Euro Subvention pro SchülerIn und Jahr von der Gemeinde

Die FPÖ stimmt seit jeher gegen diese Anträge. „Nur weil die Zentralmusikschule ihre Beiträge erhöht, muss Neudörfl nicht automatisch nachziehen“, meint FPÖ-Gemeinderat Robert Perger. „Die bloße Bequemlichkeit, überall denselben Preis verlangen zu können, darf nicht wichtiger sein als die soziale Verantwortung der Gemeinde.“ Ebenfalls seit jeher, meint Bürgermeister Dieter Posch, werde Perger in der Debatte auf Folgendes hingewiesen: Für einkommensschwache Familien bestehe die Möglichkeit, beim Land Burgenland um Musikschulförderung anzusuchen. Lernt ein Kind zwei oder mehrere Instrumente, wird auch ein Ermäßigungsbeitrag vom Grundtarif abgezogen. In Summe subventioniert die Gemeinde Neudörfl den Unterricht in der Musikschule außerdem mit rund 1.000 Euro pro SchülerIn und Jahr aus dem laufenden Budget.

Robert Perger machte darauf aufmerksam, dass diese Subvention an einen Hauptwohnsitz in Neudörfl gebunden ist und wollte wissen, ob das überprüft werde. Bürgermeister Dieter Posch erwiderte, dass dies der Fall sei und dass man grundsätzlich von der Richtigkeit der Angaben bei den Einschreibungen ausgehen könne. Bürgermeister Dieter Posch sieht die Koppelung der Subvention an den Wohnsitz als gerechtfertigt an. Auch wenn er stets auf den Aspekt der sozialen Gerechtigkeit verweist, könne es nicht Aufgabe der Gemeinde sein, mit Neudörfler Steuergeld Schüler aus anderen Gemeinden zu subventionieren.

Ebenfalls angepasst wurden die Essensbeiträge für Kinderkrippe, Kindergarten, Volksschule und Mittelschule, da die Zulieferer der Mittagessen die Preise erhöht haben. Eine Portion in der Kinderkrippe wird statt 4,60 Euro 5,40 Euro kosten, im Kindergarten statt 5,40 Euro 6,20 Euro, in der Volksschule statt 5,80 Euro 6,60 Euro und in der Mittelschule statt 6,54 Euro 8,50 Euro.