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Lehrlingscasting bringt Betriebe und Jugendliche zusammen
Neusiedl am See
Rund 870 Jugendliche und mehr als 150 Betriebe haben heuer am burgenlandweiten „Lehrlingscasting 2026“ teilgenommen. Die letzte Station der Tour führte in die Polytechnische Schule nach Neusiedl am See. Dort suchten 24 Unternehmen nach künftigen Lehrlingen.
Regionalstellenleiter Harald Pokorny, Obmann Christoph Pöck (beide Wirtschaftskammer Bezirk Neusiedl am See), Christoph Ley (AMS Regionalgeschäftsstellenleiter-Stellvertreter), Direktorin Margit Luisser (PTS und SMS Neusiedl am See), Lea Beck, Antonella Pejic, Furkan Kizilismate, Enes Yigit, Schulqualitätsmanger Werner Zwickl und Tarek Koczor
© Birgit Böhm-Ritter
Begegnungsplattform gegen Fachkräftemangel
Mit dem Lehrlingscasting wollen die Wirtschaftskammer Burgenland, das Arbeitsmarktservice (AMS) Burgenland und die Bildungsdirektion Burgenland Angebot und Nachfrage am Lehrstellenmarkt zusammenführen. Nach Angaben der Wirtschaftskammer beteiligten sich heuer landesweit rund 870 Jugendliche sowie über 150 lehrlingssuchende Betriebe an der Reihe.
Wirtschaftskammerpräsident Mst. Andreas Wirth bezeichnet das Format als „stark nachgefragte Begegnungsplattform“. Jugendliche könnten in kurzer Zeit zahlreiche potenzielle Lehrbetriebe kennenlernen, zugleich erhielten Unternehmen einen direkten Eindruck von den Bewerberinnen und Bewerbern. Die Vielfalt der teilnehmenden Firmen zeige, wie breit das Lehrstellenangebot im Burgenland sei. Aus vielen Gesprächen seien in den vergangenen Jahren konkrete Lehrverhältnisse entstanden, so Wirth.
Zugleich verwies er auf die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für Ausbildungsbetriebe. Unternehmen investierten viel Zeit und Know-how in die Ausbildung junger Menschen. Daher setze sich die Wirtschaftskammer für Modelle ein, die Ausbildungsleistungen stärker anerkennen, etwa durch Entschädigungen, wenn fertig ausgebildete Lehrlinge kurz nach Abschluss abgeworben würden.
Letzte Station: Neusiedl am See
Der Abschlusstermin fand am Vormittag in der Polytechnischen Schule in Neusiedl am See statt. Erstmals eröffnete Christoph Pöck in seiner Funktion als neuer Regionalstellen-Obmann der Wirtschaftskammer die Veranstaltung. „Ziel dieser Veranstaltung ist die Zusammenführung von jungen Talenten und engagierten Unternehmen“, sagte er in seiner Rede. Er hoffe auf erfolgreiche Gespräche.
An die 120 Jugendliche nutzten die Gelegenheit, sich bei 24 regionalen Betrieben persönlich vorzustellen. Das Format bietet nicht nur Jugendlichen die Möglichkeit, sich in kurzen Gesprächen zu präsentieren. Auch Unternehmen können sich als Ausbildungsbetrieb positionieren und direkt mit potenziellen Lehrlingen ins Gespräch kommen.
Schulqualitätsmanager Werner Zwickl lobte die Initiative und verwies auf die große Unterstützung seitens der Bildungsdirektion. Nun gelte es für die Schülerinnen und Schüler, das umzusetzen, was zuvor im „Trockentraining“ im Klassenzimmer geübt worden sei. Er hoffe auf einige „Treffer“ zwischen Unternehmern und Jugendlichen.
Mit dem Ende der Tour zieht die Wirtschaftskammer eine positive Bilanz. Ob aus den Gesprächen in Neusiedl am See konkrete Lehrverhältnisse entstehen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.