Grenzkontrolle stoppt Schülergruppe auf dem Weg nach Frankreich

Nickelsdorf

Bei Schwerverkehrskontrollen in Nickelsdorf haben Beamtinnen und Beamte der Landesverkehrsabteilung zwei Reisebusse aus dem Verkehr gezogen. Manipulierte Aufzeichnungen zu Lenk- und Ruhezeiten sowie zahlreiche technische Mängel sorgten an zwei aufeinanderfolgenden Tagen für ein vorzeitiges Reiseende.

Von Von BVZ Redaktion

Der Grenzübergang zwischen Österreich und Ungarn bei Nickelsdorf

Der Grenzübergang zwischen Österreich und Ungarn bei Nickelsdorf

© APA/THEMENBILD, APA/THEMENBILD

Kontrolle stoppt Schülergruppe aus Rumänien

Die erste Kontrolle verlief am Samstag – und entwickelte sich rasch zu einem umfangreichen Einsatz. Ein rumänischer Reisebus war auf dem Weg nach Frankreich und führte 29 Schülerinnen und Schüler des EU‑Projekts „Erasmus+“ mit sich. Die Beamtinnen und Beamten stellten Manipulationen an den vorgeschriebenen Aufzeichnungen über Lenk- und Ruhezeiten fest. Auf diese Daten greifen Kontrollkräfte zurück, um Übermüdung im Straßenverkehr zu verhindern.

Nachdem die Dokumentation Fragen aufwarf, folgte weiters eine technische Überprüfung durch Fachleute des Landes Burgenland. Sie fanden insgesamt 14 gefährliche und schwere Mängel. Die Behörden stoppten die Weiterfahrt und erstatteten Anzeigen an die Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See sowie die Staatsanwaltschaft Eisenstadt. Ein Ersatzbus übernahm schließlich die Weiterreise der Jugendlichen.

Zweiter Fall innerhalb weniger Stunden

Nur einen Tag später kam es beim Grenzübergang Nickelsdorf erneut zu einem ähnlichen Fall. Die Beamten kontrollierten einen österreichischen Reisebus auf der Route von Gjakovë/Kosovo nach Salzburg. An Bord befanden sich 50 Fahrgäste, die bereits eine lange Strecke hinter sich hatten.

Auch in diesem Bus fielen Unregelmäßigkeiten bei den Aufzeichnungen zu Lenk- und Ruhezeiten auf. Betroffen waren diesmal zwei Lenker aus dem Kosovo im Alter von 35 und 44 Jahren. Die technische Kontrolle brachte 15 gefährliche und schwere Mängel ans Licht – ein Ergebnis, das die Weiterfahrt ebenfalls ausschloss. Die Behörden leiteten Anzeigen ein, und für die Fahrgäste organisierte man erneut ein Ersatzfahrzeug.