Mattersburg: Gemeinderat weiterhin ohne die drei FPÖ-Mandatare

Noch keine Nachfolger

Nach dem geschlossenen Rücktritt der drei FPÖ-Vertreter sind die Mandate bisher nicht nachbesetzt worden.

Von Richard Vogler

Johann Tschürtz (l.) und Peter Pregl im Jahre 2021. 2022 traten sie gemeinsam mit der Liste „Johann Tschürtz – Vorwärts Mattersburg“ an, im Gemeinderat vertraten sie dann die FPÖ.

Johann Tschürtz (l.) und Peter Pregl im Jahre 2021. 2022 traten sie gemeinsam mit der Liste „Johann Tschürtz – Vorwärts Mattersburg“ an, im Gemeinderat vertraten sie dann die FPÖ.

© Richard Vogler

Die vergangenen Jahre waren bei der Stadtgruppe der Mattersburger FPÖ von Höhen und Tiefen geprägt. Bei den Gemeinderatswahlen 2017 errang man ein Mandat, das von Stadtparteiobmann Sigi Steiner ausgeübt wurde. Nach Unstimmigkeiten mit der Landespartei trat Steiner im Jänner 2021 aus der Partei aus.

Im Oktober 2021 wurde dann eine Trendumkehr eingeleitet: Hans Tschürtz, ehemaliger FPÖ-Landeshauptmannstellvertreter und nun Zweiter Landtagspräsident, gründete die Liste „Johann Tschürtz – Vorwärts Mattersburg“ und trat bei den Gemeinderatswahlen 2022 an. Die Tschürtz-Liste war nicht nur personell eine FPÖ-nahe Gruppierung – die Stimmen wurden der Landes-FPÖ zugerechnet, und bei den Bürgermeisterwahlen 2022 trat Tschürtz als FPÖ-Kandidat an.

Die Liste „Johann Tschürtz – Vorwärts Mattersburg“ errang drei Mandate. Deren Gemeinderatsmitglieder vertraten die FPÖ im Gemeinderat, mit Peter Pregl als FPÖ-Obmann. Tschürtz zog sich im Juli 2023 aus dem Gemeinderat zurück. Ende März dieses Jahres verkündete auch Pregl im Rahmen einer Gemeinderatssitzung seinen Rücktritt – sowohl aus dem Gemeinderat als auch als FPÖ-Obmann. Werner Lehner und Angelika Trimmel, die beiden weiteren FPÖ-Vertreter im Mattersburger Ortsparlament, folgten Pregl und legten ebenfalls ihre Mandate zurück.

Seitdem sind dreieinhalb Monate vergangen. Neue FPÖ-Vertreter im Gemeinderat gibt es bislang nicht, ebenso wenig einen Nachfolger für Pregl als Obmann. Laut FPÖ-Bezirksparteiobmann Marco Szodl arbeite man an einer Lösung: „An möglichem Personal mangelt es nicht. Wir stecken mitten in den Planungen, müssen noch an einigen Stellschrauben drehen und haben bereits einen Obmann und einen Vertreter im Auge. Über den Sommer sollen die Personalentscheidungen ausgearbeitet werden“, so Szodl. Namen will er derzeit nicht nennen: „Dies erfolgt erst, wenn alles fixiert wurde.“