Am Sonntag, 18. Oktober 2026, fand in Sieggraben ein spannender Infonachmittag für Kinder und Jugendliche statt.
Neues Renaturierungsprojekt für den Naturpark Rosalia‑Kogelberg
Ökologisch wertvoll
Viertes Folgeprojekt bringt weitere Pflege und Schutzmaßnahmen für wertvolle Lebensräume.
Einer der Standorte, die gezielt aufgewertet werden sollen, ist das Donatuskreuz in Marz.
© Naturpark Rosalia-Kogelberg
Im Naturpark Rosalia‑Kogelberg beginnt ein neues Naturschutzvorhaben: Nach dem Abschluss von drei Renaturierungsprojekten wurde nun auch das vierte Folgeprojekt offiziell genehmigt. Ziel ist es, ökologisch besonders wertvolle Sonderstandorte in den Naturparkgemeinden Marz, Loipersbach und Rohrbach gezielt aufzuwerten und langfristig zu sichern.
In den kommenden zwei Jahren soll ein Maßnahmenpaket umgesetzt werden, das an die bisherigen Erstrenaturierungen anknüpft. Rund 40.000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Im Fokus steht die Pflege empfindlicher Halbtrocken‑ und Magerrasenflächen, die zu den artenreichsten Lebensräumen der Region zählen. Von dieser kontinuierlichen Betreuung profitieren sowohl charakteristische Pflanzen als auch seltene Tierarten.
Ein zentrales Thema bleibt auch die Eindämmung invasiver Neophyten. Pflanzen wie die Kanadische Goldrute, das Kanadische Berufkraut, die Robinie oder der Japanische Staudenknöterich breiten sich zunehmend aus und gefährden heimische Arten. Durch regelmäßige und fachgerechte Pflege sollen diese Problempflanzen zurückgedrängt werden.
„Das Um und Auf bei Renaturierungsprojekten ist die langfristige Kontinuität. Nur so können großflächige Maßnahmen nachhaltig wirken“, betont Bürgermeister Kurt Fischer, Obmann des Naturparks. Auch Projektleiterin Natalie Moritz unterstreicht die Dringlichkeit konsequenter Maßnahmen: Gerade bei invasiven Gehölzen wie der Robinie sei eine kontinuierliche Bekämpfung notwendig, um standorttypischen Arten Raum zu geben.
Das Projekt ist Teil eines österreichweiten Programms des Biodiversitätsfonds im Bundesministerium für Land‑ und Forstwirtschaft, Klima und Umweltschutz. Bis 2028 werden in Naturparken in ganz Österreich Renaturierungsmaßnahmen mit insgesamt rund 350.000 Euro unterstützt.
Bürgermeister Günter Schmidt aus Rohrbach sieht darin eine wichtige Investition in die Zukunft: Intakte Lebensräume würden die Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber Klimaveränderungen stärken und die Kulturlandschaft langfristig sichern.