In Oberwart gab es einen Kinoabend und einen Aktionstag, um auf die Brustkrebsvorsorge aufmerksam zu machen.
Das OHO setzt auf eine grüne Zukunft
Offenes Haus Oberwart
Mit einer umfassenden Modernisierung hat das Offene Haus Oberwart seine Energieversorgung grundlegend erneuert. Die Investition soll den Kulturbetrieb langfristig absichern und gleichzeitig Energieverbrauch sowie CO₂-Ausstoß deutlich senken.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner mit OHO-Obmann Thomas Monetti, Bürgermeister Georg Rosner und Dominik Kainz vor den Außengeräten des jetzt klimafitten Offenen Haus Oberwart.
© LMS
Das Offene Haus Oberwart hat seine Energieversorgung in den vergangenen Monaten auf völlig neue Beine gestellt. Rund 290.000 Euro wurden investiert, um den Kulturstandort energetisch fit für die Zukunft zu machen. Herzstück des Projekts ist der Umstieg von einer Gasheizung auf eine moderne Luftwärmepumpe. „Gleichzeitig wurde die Bühnenbeleuchtung vollständig auf LED-Technik umgerüstet und eine Photovoltaikanlage mit Natrium-Ionen-Speicher errichtet“, sagt OHO-Obmann Thomas Monetti. Unterstützt wurde das Projekt durch die Europäische Union und das Land Burgenland.
Die Maßnahmen zeigen jetzt schon Wirkung. Der jährliche Energieverbrauch sinkt von rund 110.000 auf etwa 40.000 Kilowattstunden. Gleichzeitig werden künftig rund 19,6 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart. Das entspricht innerhalb von 20 Jahren einer Einsparung von nahezu 400 Tonnen Kohlendioxid. „Die neue Photovoltaikanlage liefert einen Teil des benötigten Stroms selbst“, heißt es aus dem Offenen Haus Oberwart. Mithilfe des Natrium-Ionen-Speichers kann die erzeugte Energie auch in den Abendstunden genutzt werden – ein entscheidender Vorteil für einen Kulturbetrieb, dessen Veranstaltungen überwiegend am Abend stattfinden.
Modernisiert wurde nicht nur die Energieversorgung. Auch die Bühnenbeleuchtung entspricht nun dem neuesten Stand der Technik. Die bisherigen Halogenscheinwerfer wurden durch energieeffiziente LED-Systeme ersetzt, wodurch der Stromverbrauch in diesem Bereich um rund 70 Prozent sinkt. Künstler:innen und Publikum profitieren von einer zeitgemäßeren Lichttechnik. Und eine besondere Herausforderung war es, die Umsetzung während des laufenden Veranstaltungsbetriebs durchzuziehen. „Bis auf eine Veranstaltung konnten sämtliche Termine wie geplant stattfinden. Parallel dazu wurden die Heizungsanlage erneuert, die gesamte Regelungstechnik modernisiert, die Photovoltaikanlage installiert und die Bühnenbeleuchtung ausgetauscht. Die eigentliche Umstellung der Heizung erfolgte innerhalb weniger Tage, sodass der Kulturbetrieb nahezu ohne Einschränkungen fortgesetzt werden konnte“, betont Thomas Monetti.
„Gerade Kulturbetriebe sind wichtige Orte der Begegnung, des Austauschs und der gesellschaftlichen Entwicklung. Deshalb ist es so wichtig, dass auch sie Teil der Energiewende sind“, freut sich auch LH-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner. „Das OHO zeigt eindrucksvoll, dass Klimaschutz nicht Verzicht bedeutet, sondern Innovation, Modernisierung und Zukunftssicherheit“, so Haider-Wallner.
Mit der Modernisierung übernimmt das OHO auch eine Vorreiterrolle. Das Projekt soll anderen Kultur- und Bildungseinrichtungen als ein „Best Practice-Beispiel“ dienen.