Mit selbst angesetztem Sauerteig und einer Einladung zum Mithelfen hat Pinkafelds Vizebürgermeisterin Carina Laschober-Luif 900 Euro für die Pink-Ribbon-Aktion der Österreichischen Krebshilfe Burgenland gesammelt.
OHO auf der Suche nach neuem Geschäftsführer
Offenes Haus Oberwart
Alfred Masal ist seit 2004 OHO-Geschäftsführer und hat das Haus entscheidend mitgeprägt. Im Herbst geht der gebürtige Vorarlberger in Pension. Die Stelle der neuen Geschäftsführung und kaufmännischen Leitung ist bereits ausgeschrieben.
„Uschi“ Varga-Turai ist die neue Produktionsleiterin im OHO. Die neue kaufmännische Führung wird per Ausschreibung gesucht.
© Bertie Unger
DER OHO-Vorstand reagierte rasch, als Alfred Masal im Vorjahr seinen Rückzug auf Raten ankündigte. Obfrau Eveline Rapold & Co holten mit Uschi Varga-Turai und Eva Brandstädter jede Menge Frauenpower ins Führungsteam. Die gebürtige Ungarin Orsolya „Uschi“ Varga-Turai übernahm die Produktionsleitung und startete dementsprechend motiviert in ihre neue Aufgabe. „Wir sind jetzt mal da, um Alfred Masal zu unterstützen. Ich komme ganz frisch aus Budapest, ich bin seit zwei Wochen hier und ich hab hier einen sehr guten Bekannten in Kemeten, der mir Stellenausschreibung zuschickte und ich fand das sehr interessant“, sagte Uschi Varga-Turai bei ihrem Dienstantritt im Oktober 2023. Die neue Produktionsleiterin hatte im Vorfeld bei UNICEF in Budapest gearbeitet.
Die gebürtige Wienerin Eva Brandstätter wurde für das OHO-Galeriemanagement engagiert, doch dieses Gastspiel ist schon wieder zu Ende. „Eva war für die Galerie für zehn Stunden angestellt und hat leider bemerkt, dass es sich bei ihr nicht ausgeht“, sagt Vorstandsmitglied Andreas Lehner. „Ich arbeite nach wie vor mit ihr zusammen, aber das hat mit der Geschäftsführung ohnehin nichts zu tun. Der Alfred geht ja mit Herbst in Pension, war dann 20 Jahre Geschäftsführer und damit dieser Übergang gut läuft, ist geplant, eine Zeit lang parallel zu fahren“, sagt Andreas Lehner.
„Das ist ein ganz normaler Vorgang, wir brauchen einen Nachfolger. Wir setzen das nur anders an, ein Teil von Alfreds Aufgaben wurden bereits an Uschi übergeben, wir splitten die Position auf zwei, dafür nicht mit Vollzeit, sondern auf jeweils 30 Stunden“, sagt OHO-Obfrau Eveline Rabold. „Alfred geht im Herbst in Pension, wir suchen jemanden ab Mai, weil es eine Übergangsfrist geben muss, in der Alfred Masal sein Wissen weiter gibt. Da muss man hinein wachsen“, sagt Rapold.
Ein frischer Wind im Offenen Haus
„Die neue kaufmännische Leitung muss wissen, wie die Dinge funktionieren, weil da vor allem im aufwendigen finanziellen Bereich einiges zu erledigen ist“, wirft Andreas Lehner ein. „Für Leute, die nicht aus dem Kulturbereich kommen, sind das sehr komplexe, neue Wege. Man kann nicht einfach davon ausgehen, dass wir jemanden aus ähnlicher Kultureinrichtung bekommen, das wäre ein großes Glück“, sagt Lehner. „Welche Förderstellen gibt es, wie schreibt man die an. Wann sind die Termine, das alles ist wie gesagt sehr komplex. Worauf wird Wert gelegt, wie sieht es mit Projektförderungen aus. Das Programm machen alle zusammen, der Vorstand mit der Geschäftsleitung. Wichtig ist, dass das jetzt passiert, es soll eine Verjüngung im Haus geben und das ist schon ein wichtiges Teilziel für mich“, sagt Lehner.
Alfred Masal geht dem Haus nicht verloren. „Ich bin ja froh, wenn ich Dinge machen kann und ich kann mir auch vorstellen, Projekte zu machen. Dass ich so einfach aufhöre, das wird nicht passieren und es gibt da ja auch noch die Theaterinitiative, die ich aufgebaut habe und die jetzt einen ganz neuen Drive bekommt“, erklärte Masal, schon im Oktober des Vorjahres.
Das Offene Haus Oberwart (OHO) gibt es seit 1989. Es versteht sich als autonomes Kunsthaus, das mehreren Sparten ein Zuhause bietet, oftmals in gegenseitiger Interaktion. Von Anfang an hat das Haus ein zentrales Augenmerk auf Eigenproduktionen gelegt, womit es bis zum heutigen Tag eine singuläre Ausnahmeerscheinung im Burgenland darstellt.
Der inhaltliche Leitgedanke des OHO besteht im Erfassen der Themen, die ein über die Jahrhunderte gewachsenes Grenzland wie das Burgenland aufwirft, und seiner überregional gültigen Ausformung in künstlerisch kreativer Arbeit und Präsentation.