OHO setzt Kulturimpuls über Grenzen hinweg

Offenes Haus Oberwart

Mit einem ersten Impulstreffen startete im Offenen Haus Oberwart (OHO) das neue grenzüberschreitende Kulturprojekt „KulturImpuls SIAT“. Ziel ist es, Kunst, Kultur und nachhaltigen Tourismus im slowenisch-österreichischen Grenzraum zu fördern.

Von Bertie Unger

Andreas Lehner, Sonja Skalnik, Andrea Meyer, Robert Celec, Petra Schachinger, Karin Siakkos, Monika Klinc, Maja Kadis, Gasoer Horvath, Jernej Gold und OHO-Obmann Thomas Maria Monetti.

Andreas Lehner, Sonja Skalnik, Andrea Meyer, Robert Celec, Petra Schachinger, Karin Siakkos, Monika Klinc, Maja Kadis, Gasoer Horvath, Jernej Gold und OHO-Obmann Thomas Maria Monetti.

© OHO

Im Mittelpunkt des Kulturprojektes steht der Aufbau langfristiger Kooperationen zwischen Künstler:innen, Kulturinstitutionen, Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Akteuren im Burgenland, in der Steiermark und in Slowenien. KulturImpuls SIAT reagiert damit auf zentrale Herausforderungen der Region: fehlende Plattformen für Zusammenarbeit, Abwanderung aus ländlichen Gebieten und ein Mangel an nachhaltiger Infrastruktur für Kulturprojekte.

Ohne EU-Fördergelder nicht möglich

„Für das OHO ist das Projekt natürlich sehr gut, weil wir langfristige Partnerschaften in die Steiermark und nach Slowenien aufbauen können. Gerade die Steiermark ist ein wichtiges Einzugsgebiet für uns. Mit anderen professionellen Partnern Programme auszutauschen und neues Publikum zu gewinnen, wäre ohne zusätzliche Förderungen nicht zu finanzieren“, sagt OHO-Vorstandsmitglied Andreas Lehner, der im Projekt eine tolle Möglichkeit sieht, das OHO weiter zu entwickeln. „Unsere künstlerischen Aktivitäten bekommen durch das Projekt ein breiteres Publikum, wir können Gastprogramme übernehmen und diese Kooperationen gelten natürlich auch für Konzerte und Ausstellungen“, sagt Lehner. Geplant sind unter anderem der Aufbau einer zweisprachigen digitalen Smart-Plattform, neue gemeinsame Kulturprodukte sowie ein gleichzeitig in zwei Ländern stattfindendes Festival. Dazu kommen ein zweisprachiges Lyrikbuch und grenzüberschreitende zeitgenössische Kunstprojekte, die neue Formen des Austauschs ermöglichen sollen.

Für das OHO knüpft das Projekt an eine lange Tradition künstlerischer Kooperationen im Grenzraum an und schafft Synergien mit dem aktuellen Programmschwerpunkt „Mit Haut und Haar – Individuelle und kollektive Transformation des Körpers“. Besonders die Programmlinie „Non-Aligned Bodies“, die Vielfalt, Inklusion und neue Körperbilder thematisiert, wird durch KulturImpuls SIAT weiter gestärkt. Workshops mit Künstler:innen – darunter auch Menschen mit Behinderung – sollen vor allem jungen Menschen neue Perspektiven eröffnen und ein offenes Miteinander fördern.

Starke Partner auf beiden Seiten der Grenze

Finanziert wird das Projekt durch das EU-Programm Interreg Slowenien–Österreich. Als Leadpartner fungiert Panonska Vas, die ihre Erfahrungen im Bereich von Kultur und nachhaltigem Tourismus einbringt. BELANA, Verwalterin von Schloss Borl, engagiert sich für die kulturelle Wiederbelebung eines historischen Ortes in einer strukturschwachen Region.Auf österreichischer Seite sind neben dem OHO unter anderem die Stadt Feldbach sowie das Bildungshaus Retzhof an Bord, das sein Netzwerk und seine Erfahrung aus internationalen Bildungsprojekten einbringt. Gemeinsam soll so ein nachhaltiges, grenzüberschreitendes Netzwerk entstehen, das Kultur als verbindende Kraft sichtbar macht und den Grenzraum als lebendige, kreative europäische Region neu erlebbar werden lässt.