Die Freiwillige Feuerwehr Neudorf hat den Kater Toni aus einem Wasserabflussrohr befreit. Dafür war ein langer und kräftezehrender Einsatz nötig, bei dem sogar ein Bagger anrücken musste.
Polizei zur Lage an der Grenze: „Massiver Rückgang bei Aufgriffen“
Operation Fox
188 Schlepper wurden im Rahmen der Operation Fox in Ungarn festgenommen - auch mit Beteiligung österreichischer Polizisten. Im Burgenland ist die Zahl der Aufgriffe „massiv“ zurückgegangen. Waren es Ende 2022 noch bis zu 8.000 pro Monat, verzeichnete die Polizei zuletzt nur noch knapp hundert Aufgriffe.
Ende 2022 wurden noch bis zu 8.000 Menschen pro Monat beim illegalen Grenzübertritt aufgegriffen - zuletzt waren es nur noch knapp hundert.
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Seit Dezember 2022 wird im Rahmen der Operation Fox auch mit österreichischer Beteiligung in Ungarn gegen Schlepper vorgegangen. 40 Bedienstete der österreichischen Polizei waren dabei in Ungarn im Einsatz und halfen mit, seither 188 Schlepper zu schnappen.
Ebenso werden Schwerpunktaktionen an den österreichischen Außengrenzen durch Bedienstete der Grenz- und Kriminalpolizei durchgeführt, heißt es dazu von der Polizei: „Darüber hinaus werden internationale Ermittlungen mit Serbien sowie Bosnien und Herzegowina durchgeführt, unter Einbindung der Landespolizeidirektion Burgenland, da es sich hier um die Hauptschlepperroute nach Österreich handelt.“
Über die Grenzen hinweg funktioniere der Informationsaustausch zwischen den Behörden in Echtzeit. Dadurch können etwa „Bunkerwohnungen und Schlepperzellen noch schneller ausgeforscht und identifiziert“ werden. So habe man bereits hunderte Schlepperverdächtige in den West Balkan-Regionen, inklusive der Türkei, festnehmen können.
Zahlen im Burgenland stark rückläufig
In den vergangenen drei Monaten verzeichnete die Polizei im Burgenland monatlich knapp 100 Aufgriffe, in manchen Monaten weniger. Zum Vergleich: Im November und Dezember 2022 im Burgenland jeweils fast 8.000 bzw. 5.000 Menschen pro Monat aufgegriffen. Im Januar 2023 lag die Zahl der Aufgriff bei etwa 2.300 Menschen.
Die Winterzeit hat dabei keine Auswirkung auf die Schlepperkriminalität. Die Schlepperei ist ein Geschäftsmodell der organisierten Kriminalität, das losgelöst von Temperaturen erfolgt. Trotz gleichbleibend hohem Migrationsdruck kommt es nur zu Routenverlagerungen und nicht zu saisonalen Schwankungen. Landespolizeidirektion Burgenland
Weiterhin setze man zudem auf Grenzkontrollen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei, auch mit Unterstützung von mehreren hundert Soldaten des Bundesheeres. Auch am Westbalkan sind etwa 130 Polizeibedienstete aus Österreich im Grenzeinsatz, beispielsweise in Serbien, Nordmazedonien und Montenegro.
Die durch Österreich geleitete Task Force „Western Balkan“ sei laut LPD Burgenland ein wichtiges Tool im Kampf gegen die Schlepperkriminalität und werde weiter ausgebaut, „um rascher und effizienter agieren zu können. Die Türkei ist der Task Force ebenfalls beigetreten.“