Frauen Landesliga: Im Vierer-Takt geht es in den Titel-Endspurt
OSG FRAUEN LANDESLIGA
Tabellenführer Draßburg setzte sich in Kittsee mit 4:0 durch. Auch Verfolger Bad Sauerbrunn gewann in Mattersburg 4:0. Noch vier Runden sind zu spielen, am 8. Mai kommt es zum direkten Duell der beiden besten Vereine.
Sophie Schwartz und Draßburg haben derzeit die Nase vorne. Miriam Pratter und Bad Sauerbrunn sind dem Leader aber auf den Fersen.
© Martin Ivansich
Tabellenführer Draßburgfeierte in Kittseekein Schützenfest, leistete sich mit dem 4:0 aber auch keinen Ausrutscher. „Wir haben die Aufgabe sehr seriös erfüllt, waren geduldig und in der ersten Halbzeit auch spielerisch stark. Nach der Pause waren die Wetterbedingungen schwierig“, so Draßburgs Trainer Florian Gusek. Nun geht es gegen Neusiedl und Südburgenland 1c weiter, ehe das Duell mit Titelverteidiger Bad Sauerbrunn auf dem Programm steht. In der letzten Runde geht es gegen Frauenkirchen. Draßburg müsste das Spitzenduell verlieren und sich noch einen Umfaller leisten. Am Sonntag geht es gegen Neusiedl, das im Cup-Viertelfinale Anfang März immerhin ein 0:0 erreichte und in Draßburg nach 90 Minuten noch nie verloren hat. Deshalb meint Gusek: „Es wird Zeit, dass wir sie in 90 Minuten zu Hause besiegen.
Bad Sauerbrunntat sich im Derby beim MSV vor der Pause schwer. Die Heimischen agierten im Pappelstadion bissig und hatten auch die eine oder andere gute Szene. Bad Sauerbrunn konnte aber aus seinen Chancen ebenso wenig Kapital schlagen, deshalb stand es zur Pause 0:0. „Danach waren wir dann tonangebend und haben uns verdient durchgesetzt“, so der Sportliche Leiter der Gäste, Alexander Halbauer. Eine bestens aufgelegte Miriam Pratter ließ den Knoten nach 57 Minuten platzen und erzielte das 1:0 für den Meister. Acht Minuten später schnürte Pratter den Doppelpack und besorgte mit dem 2:0 die Vorentscheidung. Fünf Minuten vor dem Ende traf Kapitänin Isabella Halbauer, und in der Schlussminute war wieder Pratter dran und fixierte den 4:0-Endstand.
Ein schönes Jubiläum bereitete sich Linda Lukac. Die 24-Jährige bestritt ihr 100. Spiel für St. Margarethen und erzielte dabei drei Tore. Die Eisenstädterin hat in den vier Jahren, in denen sie für St. Margarethen spielt, insgesamt 55 Treffer erzielt. Das 3:3 gegen Frauenkirchenwar ein flottes Spiel, in dem beide Teams Vorteile hatten. Letztlich meinte Frauenkirchens Trainerin Sandra Himmler: „Wir haben uns mehr erwartet. Für uns fühlte sich das Remis wie eine Niederlage an.“ Josef Degeorgi, der auf der Trainerbank von St. Margarethen sitzt, meinte: „Wir waren dem Sieg ein bisschen näher, hatten am Schluss noch einen Stangenschuss.“ Für Frauenkirchen war Nadina Dotter zwei Mal erfolgreich. Die Polizistin hält nun bei 25 Saisontoren und hat ihren Vorsprung in der Torschützenliste ausgebaut, weil Neusiedls Damla Kirli (22 Tore) leer ausging.
Die Neusiedlerinnen kamen am Sonntag erst spät am Abend wieder heim, weil Neusiedlgegen Südburgenland 1c erst um 17 Uhr angepfiffen wurde. Die Stimmung bei der Busfahrt war nach dem 1:6 gedämpft. „Wir haben 35 Minuten wirklich stark gespielt“, sagte Trainer Paul Troindl. Letztlich aber gab es einen Rückschlag im Kampf um Platz drei. Den verteidigten die Südburgenländerinnen, weil sie nach dem 0:1 schnell wieder in die Spur fanden und den Druck erhöhten. Die 16-jährige Jasmin Dorfmeister stach mit drei Toren heraus. Bei Neusiedl war Torfrau Jasmin Müller verletzt. Zudem fehlten mit Nina Tschida, Ivana Dzalto und Kathrin Unger drei starke Defensivspielerinnen. „Jetzt heißt es abschütteln und Kopf hoch“, sagte Troindl.
Deutschkreutzlieferte sich mit Sigleß ein abwechslungsreiches Spiel, das bis zur letzten Minute offen blieb. Den besseren Start erwischte Deutschkreutz: Lorett Farkas brachte ihr Team in der 12. Minute mit 1:0 in Führung. Doch Sigleß stellte durch Lillian Coulibaly in der 30. Minute auf 1:1. Victoria Grosinger traf in der 49. Minute zur erneuten Führung für Deutschkreutz, ehe Coulibaly mit ihrem zweiten Treffer (66.) wieder ausglich. In einer spannenden Schlussphase schien Johanna Elisabeth Rotheneder mit dem 2:3 (86.) die Partie zugunsten von Sigleß zu entscheiden. Doch Deutschkreutz kam in der 90. Minute durch ein Eigentor von Anja Strümpf noch zum 3:3. Deutschkreutz-Trainer Rene Strobl: „Sigleß zeigte einen guten Konterfußball, der am Ende nicht ganz, aber zumindest mit einem Punkt belohnt wurde. Gratulation an den Trainer, der die Mädels in einem halben Jahr taktisch so weit gebracht hat. Hut ab.“
Sigleß hatte sich damit den zweiten Punkt in dieser Saison geholt. Doch die wahre Überraschung folgte am Dienstag beim Nachtrag gegen Frauenkirchen mit dem ersten Sieg. Nadine Dotter brachte Frauenkirchen in Führung, doch Katja Stefanzl glich bald aus. Und noch vor der Pause traf Lillian Coulibaly zum 2:1-Endstand. „Grundsätzlich war es nicht genug von uns, aber Sigleß war stark“, sagte Frauenkirchens enttäuschte Trainerin Sandra Himmler. Sigleß-Trainer Arnold Ernst: „Die Mädels haben sich endlich selbst für ihren Willen und die Trainingsarbeit belohnt.“