OSG Frauen Landesliga: Aus einem Dreikampf wurde ein Titel-Duell
OSG FRAUEN-LANDESLIGA
Für Leader Draßburg und Meister Bad Sauerbrunn gab es klare Heimsiege. Der Tabellendritte aus dem Südburgenland hingegen leistete sich in Frauenkirchen einen Umfaller und ist damit wohl endgültig aus dem Titelrennen raus.
Bad Sauerbrunns Frauen bejubelten einen klaren 10:0-Heimsieg gegen Sigleß.
© Martin Ivansich
Mit 16 Toren ließen Draßburg und Bad Sauerbrunn im Spitzentanz um den Titel nichts anbrennen. Südburgenland jedoch stolperte in Frauenkirchen.
Bad Sauerbrunn hatte im Derby gegen Sigleß/Neudörfl-Sredina wenig Mühe. Nach acht Minuten stand es bereits 3:0, am Ende wurde es zweistellig – 10:0. Kapitänin Isabella Halbauer drückte in einer starken Mannschaftsleistung noch einmal ihren Stempel auf, schoss die Hälfte der Sauerbrunner Tore. Mit dem Fünferpack schoss sie sich auch auf Rang vier der Torjägerinnen-Liste. Papa Alexander Halbauer, der Sportliche Leiter der Sauerbrunnerinnen, resümierte zufrieden: „Diese Spiele sind oft die schwersten, wo man viel verlieren kann. Die Mannschaft hat ihre Aufgaben über weite Strecken gut gemacht.“ Mehr Aufwand musste der Leader betreiben, zumindest in Durchgang eins war es für Draßburg gegen Deutschkreutz keine klare Angelegenheit. Erst zwei Minuten vor der Pause gingen die Heimischen durch Goalgetterin Ylvie Gebhardt in Führung. Dabei hätte es auch 1:0 für den Gast stehen können, ein Tor von Farkas wurde wegen vermeintlichem Handspiel nicht gegeben – sehr zum Ärger des FCD-Trainers Rene Strobl: „Das hat nur der Schiedsrichter gesehen.“ Sein Team hatte Sekunden vor der Pause sogar noch durch Vici Grosinger die Ausgleichschance. Der zweite Spielabschnitt gehörte dann aber den Gastgeberinnen. Marie-Sophie Fischer und Gebhardt sorgten fünf Minuten nach der Pause für eine komfortable 3:0-Führung, die am Ende in einen 6:0-Sieg ausgebaut wurde. „Das war am Ende dann auch ein verdienter Sieg“, befand Strobl. Draßburg-Coach Flo Gusek: „Wir haben uns in der ersten Halbzeit gegen einen guten Gegner schwer getan, sind aber mit Fortdauer der Partie immer besser geworden.“
Trainerin Sandra Himmler freute sich nach dem 4:2 von Frauenkirchengegen Südburgenland 1c. „Wir haben uns gut gegen sie eingestellt“, sagte Himmler. Denn zwei Wochen davor hatte man im Cup noch 1:5 gegen die Südburgenländerinnen verloren. „Vielleicht waren sie sich zu sicher. Wir waren auf jedem Fall mit dem Kopf voll bei der Sache“, sagte Himmler. Und sie wollten diesmal auch mehr für die Offensive tun. Nadine Dotter spielte diesmal auf dem linken Flügel, erzielte zwei Treffer und hielt so ihren Vorsprung als Führende der Torschützenliste auf Damla Kirli von Neusiedl. Auf der rechten Seite war Nathalie Unger sehr agil und einmal erfolgreich. Als nächstes gastiert Frauenkirchen in Sigleß und will in der Tabelle nach vorne. Südburgenlands Trainerin Kerstin Weber war nach dem Spiel alles andere als zufrieden: „Speziell die erste Halbzeit haben wir schlichtweg versemmelt, da waren wir einfach nicht bereit.“ Gegen Kittsee soll Wiedergutmachung her: „Wir möchten Selbstvertrauen tanken“, so Webers Ansage.
Neusiedlpirscht sich an das Ziel von Trainer Paul Troindl heran, der unter die besten drei kommen will. Und das trotz des wechselnden Personals, gegen St. Margarethen fehlten Ivana Dzalto aus beruflichen Gründen und Michael Vegh. Dafür konnten Torfrau Jasmin Müller und Damla Kirli spielen. Die Angreiferin erhöhte gleich einmal ihr Torkonto, traf nach einem Eckball per Kopf. „Da haben wir uns nicht geschickt angestellt", sagte St. Margarethens Trainer Josef Degeorgi. Der sah seine Mannschaft auf Augenhöhe - bis auf die Unterschiedspielerinnen. „Den Weitschuss von Anna Granabetter hält nicht jede", lobte der Coach die gegnerische Torfrau Jasmin Müller. Und Damla Kirli brachte erst kurz vor Schluss die Entscheidung, setzte sich mit ihrem Antritt durch und traf zum 2:0. Bei St. Margarethen kam Lara Pichler nach Verletzungspause wieder ins Spiel, dafür fehlte Neuzugang Julia Kendler wegen einer Knieverletzung. St. Margarethen empfängt am Wochenende Draßburg, während Neusiedl nach Mattersburg muss. Dort geht es darum, wer Platz vier festigt oder wer sich weiter Richtung Top 3 orientieren kann. Troindl: „Außerdem haben wir noch eine Rechnung offen." Beim 0:1 im Herbst wurden viele Chancen vergeben, auch mit neun Spielerinnen, weil eine Neusiedlerin ausgeschlossen worden war und sich eine zweite im Finish verletzt und nicht mehr gewechselt werden konnte.
Kittseebegann in Mattersburgfulminant, ging 1:0 und 2:1 in Führung. „Wir haben erstmals auswärts zur Pause ein Remis gehalten", freute sich Trainer Erwin Raithofer über die Fortschritte. „Aber wir haben keine Nagy-Peti“, lobte der Coach die Mattersburger Legionärin, die für ihn in diesem Spiel den Unterschied macht. Die Angreiferin der Heimischen schoss zwei Tore und war an vielen guten Aktionen der Mattersburgerinnen beteiligt. „Wir hatten über das gesamte Spiel das Heft in der Hand und uns auch durch den zweimaligen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen lassen“, so MSV-Trainer Max Theiler. Raithofer musste auf Linda Buchta und Sarah Maurovich, die erkrankt waren, verzichten. Zudem griff er auf der Torfrau-Position in die Trickkiste. Weil Xenia Wisak aufgehört unnd Selina Werdenich sich verletzt hat, stand Katja Svancarek zwischen den Pfosten. Raithofer brachte im Finish Sandra Buchta als Torfrau, ließ damit Svancarek ihre Rolle als Feldspielerin einnehmen.