Vor der Osterpause: Spitzentanz im Gleichschritt

OSG FRAUEN LANDESLIGA

Leader Draßburg und Verfolger Bad Sauerbrunn bleiben im Frühjahr makellos. Für die beiden Top-Teams gab es jeweils 3:0-Auswärtssiege in St. Margarethen beziehungsweise Deutschkreutz. Am Osterwochenende wird in der Landesliga nicht gespielt.

Von Von BVZ Redaktion

Draßburg jubelte über in St. Margarethen über den 12. Sieg im 12. Saisonspiel.

Draßburg jubelte über in St. Margarethen über den 12. Sieg im 12. Saisonspiel.

© Thomas Werchota

Der Tabellenführer gibt sich weiterhin keine Blöße. Draßburg hat in den zwölf Ligaspielen der Saison noch keinen Punkt abgegeben. Titelverteidiger Bad Sauerbrunn hat bereits zweimal verloren – gegen Deutschkreutz und Draßburg. Das war Anfang November auch die letzte Niederlage in einem Bewerbsspiel.

Die letzten Gegentore gab es Anfang November in Frauenkirchen, seither hat Draßburg in fünf Bewerbsspielen die weiße Weste behalten, was auch in St. Margarethen so blieb.

Fast ein halbes Jahr ist es her, dass man im Cup in St. Margarethen mit 15:0 gewonnen hat. „So eine Abfuhr wollten wir nicht mehr kassieren, daher haben wir uns defensiver aufgestellt und eine Fünferkette gespielt“, sagte Linda Lukac. Die 24-Jährige spielte als Solospitze und coachte zusammen mit Lara Pichler, weil Trainer Josef Degeorgi verhindert war. Zudem standen die Vorzeichen nicht gut, da mit Leonie Springsits, Julia Kendler sowie Lisa und Nina Reinprecht vier Spielerinnen krank oder verletzt fehlten. Sarah Schüller war die ganze Woche krank und saß daher nur auf der Bank.

„Wir werden auch gegen Bad Sauerbrunn so auftreten – vorsichtig, aber mit Einsatz“, meinte Lukac. Gegen den Meister wird nach Ostern in der nächsten Runde gespielt. Draßburgs Trainer Flo Gusek zollte dem Gegner Respekt: „Sie haben sich deutlich verbessert und uns schon das Leben schwer gemacht. Der Sieg geht am Ende aber in Ordnung.“

Für den Meister aus Bad Sauerbrunn gab es auch im dritten Spiel der Rückrunde einen Sieg. Am Ende stand in Deutschkreutz ein 3:0 auf der Anzeigetafel, das hochverdient war. FCD-Trainer erkannte die Leistung der Kurort-Frauen neidlos an: „Ich kann mich an keine Chance meiner Mannschaft erinnern. Auf der anderen Seite standen zahlreiche Großchancen der Gäste. Das Ergebnis passt auch in dieser Höhe. Für mich ist Bad Sauerbrunn spielerisch die beste Mannschaft.“

Die Gäste kombinierten auch sehenswert, erzielten schöne Treffer. Dennoch fand deren Sportlicher Leiter Alexander Halbauer ein kleines Haar in der Suppe: „Der Auftritt der Mannschaft war schwer in Ordnung. Das einzige Manko war unsere Chancenverwertung. Wir hätten deutlich höher gewinnen können.“

Am Mittwoch verkauften Spielerinnen und Trainer beim Männer-Testspiel gegen Rapid noch Lose, um sich den Bus für die Fahrt ins Südburgenland zu finanzieren. Am Samstag reiste Neusiedl mit den Privat-Autos nach Mattersburg an und fuhr mit drei Punkten heim. „Das war wichtig, um uns von Platz fünf abzusetzen und weiter unser Ziel zu verfolgen, noch unter die besten Drei zu kommen“, sagte Trainer Paul Troindl. Im Herbst gab es gegen Mattersburg eine unglückliche 0:1-Heimniederlage.

Diesmal gelang die Revanche, auch weil Kimberly Riepl im zentralen Mittelfeld die Kreise von Mattersburgs Spielmacherin Kitti Nagy-Peti entscheidend störte. Neusiedl war spielbestimmend und ging durch Damla Kirli in Führung. Allerdings gelang Mattersburg der Ausgleich: Nagy-Peti traf per Freistoß. Nach einer Stunde jubelte Ivana Dzalto über einen Weitschuss-Treffer.

Kirli fixierte das 3:1 und kam mit ihrem 19. Saisontreffer bis auf ein Tor an Nadine Dotter heran. Die Frauenkirchnerin ging leer aus, weil die Partie in Sigleß wegen Schlechtwetters abgesagt wurde.

Bei Kittsee war Coach Erwin Raithofer verhindert; für ihn stand in Mischendorf sein Neffe Timo an der Linie. Aber nicht nur der Trainer fehlte im Südburgenland: Mit Linda Buchta, Lucie Nitschinger, Nina Belkova und Lea Sommer waren gleich vier Stammspielerinnen nicht dabei. „Zwei Stunden runter, zwei Stunden rauf – das war's“, kommentierte Raithofer die Ausbeute beim Tabellendritten.

Die Partie des Tabellenletzten findet erst statt, weil in Sigleß am Wochenende nicht gespielt wurde. Das Spiel gegen Frauenkirchen wird am 21. April (19 Uhr) nachgetragen.

Die OSG Frauenlandesliga pausiert am kommenen Wochenende, nicht alle Teams sind aber spielfrei. Die Semifinal-Paarungen stehen auf dem Porgramm. Titelverteidiger FC Südburgenland gastiert am Samstag um 16.30 Uhr beim Landesliga-Leader Draßburg. Bad Sauerbrunn empfängt um 18.30 Uhr im heimischen Wetterkreuzstadion Frauenkirchen. Die Sieger der beiden Spiele bestreiten dann am 14. Mai im Pappelstadion das Endspiel.