Zehn Vereine, vier Fragen

OSG Frauen-Landesliga

Die OSG Frauen-Landesliga startet am Wochenende in die Rückrunde. Bevor der erste Anpfiff erfolgt, bittet die BVZ alle zehn Chefcoaches beziehungsweise sportlich Verantwortliche noch zur Umfrage.

Von Günther Pavlovics, Martin Ivansich und Max Wiesler

Zehn Vereine, vier Fragen

© Martin Ivansich

Schon vor dem Rückrunden-Auftakt ist klar: Der Kampf um den Meistertitel verspricht Spannung. Während Tabellenführer Draßburg seinen Vorsprung von immerhin sechs Punkten verteidigen will, hat Titelverteidiger Bad Sauerbrunn die klare Ansage gemacht, die Meisterschaft erneut holen zu wollen. Die Vorbereitung verlief bei vielen Teams witterungsbedingt schwierig – Trainings auf Kunstrasen, improvisierte Programme und abgesagte Testspiele prägten den Winter. Für zusätzliche Spannung sorgen unterschiedliche Einschätzungen: Einige sehen mögliche Überraschungen etwa bei Sigleß-Neudörfl/Sredina, Mattersburg oder Deutschkreutz, andere wiederum rechnen eher mit einer konstanten Rückrunde ohne große Sensationen. Und wer setzt sich am Ende durch? Die Prognosen gehen auseinander – viele sehen ein Duell zwischen Draßburg und Bad Sauerbrunn um den Titel. Klar ist: Die Antworten der Trainerinnen, Trainer und sportlich Verantwortlichen zeigen, dass in der Rückrunde vieles möglich ist.

Die Fragen
1. Wie war die Vorbereitung?
2. Was ist das Ziel für die Rückrunde?
3. Wer oder was wird die größte Überraschung im Frühjahr sein?
4. Wer wird Meister?

Florian Gusek (Draßburg)
1:Nicht optimal. Ein Training am Platz war kaum möglich. Wir sind auf den Kunstrasen nach Eggendorf ausgewichen oder haben Krafttraining gemacht.
2:Wir wollen den Titel holen.
3:Wie spannend letztendlich der Titelkampf wird.
4:Draßburg.

Alexander Halbauer (Sportlicher Leiter SC Bad Sauerbrunn Frauen)
1:Es war witterungsbedingt durchwachsen, aber wir haben das Beste daraus gemacht. Die Mädels haben viel im Bereich Grundlagenausdauer gemacht und sind sehr fit.
2:Wir wollen auf jeden Fall angreifen und alles versuchen, um den Titel zu verteidigen.
3: Mattersburg.
4:Bad Sauerbrunn.

Kerstin Weber
(FC Südburgenland 1c)
1:Die Vorbereitung war super, wir hatten gute Bedingungen und konnten immer auf Kunstrasen trainieren.
2:Wir wollen definitiv vorne dabei bleiben.
3:Deutschkreutz ist nicht zu unterschätzen.
4:Südburgenland! Was anderes darf ich ja gar nicht sagen. Wir haben den Meistertitel natürlich nicht mehr selbst in der Hand, aber sollten die Gegner Punkte liegen lassen, werden wir da sein.

Markus Theiler (MSV 2020)
1:Es war herausfordernd, vor allem natürlich wegen des Wetters. Die letzten beiden Wochen waren aber gut und wir freuen uns auf den Start.
2:Wir wollen auf jeden Fall Platz vier halten und vielleicht gelingt uns sogar ein Top-3-Platz.
3:Ich glaube, dass Sigleß überraschen kann.
4:Es wird ein Duell zwischen Draßburg und Bad Sauerbrunn, wobei vieles vom direkten Duell abhängen wird.

Paul Troindl (SC Neusiedl/See)
1: Sagen wir so, sie hätte besser sein können. Ich hatte noch nie eine Saison, in die ich ohne Vorbereitungsspiel gegangen bin.
2: Ein Platz in den Top-3 und wir werden im Meisterrennen das Zünglein an der Waage. Ich will angreifen, weil wir im Herbst gegen die Top-3 gut gespielt haben.
3: Deutschkreutz hat mir schon immer gut gefallen. Und auch St. Margarethen wird sich mit den reaktivierten Spielerinnen, wie schon gegen uns, sehr gut schlagen.
4: Südburgenland oder Bad Sauerbrunn. Draßburg wird nicht Meister, weil der Druck für die jungen Spielerinnen sehr groß wird.

Rene Strobl (Deutschkreutz)
1:Die Vorbereitung war in Ordnung, die Trainingsbeteiligung gut. Leider konnten wir nur zwei von sechs Tests absolvieren. Das waren lehrreiche Niederlagen.
2:Wir wollen zumindest gleich viele Punkte holen wie im Herbst.
3:Das wird die SPG Sigleß-Neudörfl/Sredina. Ich traue ihnen auch den einen oder anderen Sieg zu, mit dem keiner rechnet.
4:Ich würde es Draßburg gönnen, damit es verschiedene Meister gibt. Trotzdem glaube ich, dass sich Bad Sauerbrunn am Ende durchsetzen wird.

Sandra Himmler
(GST Frauenkirchen)
1: Ich bin zufrieden, wir hatten drei richtig gute Spiele, zwei gegen stärkere Gegnerinnen, einmal gegen gleichwertige. Auch der Platz bei uns in Frauenkirchen war für die Verhältnisse gut.
2: Wir wollen uns in der Tabelle verbessern. Vor allem aber wollen wir im Frühjahr die Spiele gewinnen, in denen wir besser sind.
3: Ich glaube an keine großen Überraschungen, dafür hat sich bei den Vereinen zu wenig getan.
4: Ich will mich nicht festlegen, denn ich traue Draßburg zu, dass sie den Vorsprung rüber bringen. Aber ich traue auch Bad Sauerbrunn zu, dass sie den Titel verteidigen.

Josef Degeorgi (St. Margarethen)
1: Wetterbedingt war es nicht optimal. Wir haben nicht viele Spielzüge auf dem Spielfeld machen können, da wird es brauchen, bis sich die Spielerinnen wieder darauf einstellen.
2: Wir wollen eine Rangverbesserung. Wir haben Spielerinnen dazu bekommen, die uns helfen können. Leider ist Laura Kroyer verletzt.
3: Ich hoffe doch, dass wir überraschen können. Das würde mich schon sehr freuen.
4: Draßburg bleibt die Nummer eins. Sie haben zwar Spielerinnen verloren, haben aber noch genug, die gut Fußball spielen können.

Erwn Raithofer (Kittsee)
1: Leider hatten wir nur ein Vorbereitungsspiel. Diese Tatsache ausgeklammert, war es ganz gut, auch wenn wir viel improvisieren mussten.
2: Natürlich wollen wir nicht Letzte werden. Aber mir ist noch wichtiger, dass wir punkto Kompaktheit und Torabschlüsse Fortschritte machen.
3: Wenn eine Überraschung, dann am ehesten Südburgenland, weil sie die meisten Möglichkeiten haben.
4: Draßburg hat mir in der Hinrunde fußballerisch am besten gefallen, ich glaube, dass sie es schaffen.



Arnold Ernst
(SPG Sigleß-Neudörfl/Sredina)
1:Die Vorbereitung war insgesamt sehr durchwachsen und die Trainingsbeteiligung war leider nicht wirklich zufriedenstellend.
2:Unser Ziel ist eine Leistungssteigerung gegenüber der Hinrunde.
3:Das wird sich in der Rückrunde weisen. Viele können eine Überraschung sein.
4:Die Mannschaft wird Meister, die am konstantesten ihre Leistung abrufen kann und wenig Störfeuer hat.