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Stadtwirt Oberwart von Landesholding gekauft
Pacht bis 2031
Die Landesholding Burgenland hat den Stadtwirt in Oberwart gekauft. Der bisherige Besitzer Raimund Schmidinger pachtet das Gasthaus bis 2031 und geht in der Folge in Pension.
Raimund Schmidinger hat das Lokal noch bis 2031 gepachtet.
© Stadtwirt
Es ist das Ende einer Ära. Wie nun bekannt wurde, kaufte die Landesholding Burgenland den „Stadtwirt“ in Oberwart schon im April. Raimund Schmidinger wird das Gasthaus bis 2031 als Pächter weiterführen. „Da es keine Jungwirtepärchen mehr gibt, die sich das Kapital leisten können und die Pension naht, muss man rechtzeitig eine Entscheidung fällen“, sagt Raimund Schmidinger, der im Jahr 2031 in Pension gehen wird. Schon jetzt gibt es Stimmen, die Trauer über das absehbare Ende des Wirtshauses bekunden, in dem nach wie vor ausgezeichnete Speisen gereicht und über die Jahre auch zahlreiche Lehrlinge ausgebildet wurden.
Pilotprojekt zum „Zukunftsplan 2030“
„Der Stadtwirt in Oberwart ist aufgrund seiner Lage und seiner besonderen Bedeutung für die regionale gastronomische Versorgung ein wichtiger Betrieb für das Südburgenland“, sagt Robert Hierhold Leiter Corporate Communication & Standortmarke bei der Landesholding Burgenland. „Das Traditionswirtshaus ist zudem Kooperationspartner des Burghotels Schlaining und übernimmt die gastronomische Betreuung von Veranstaltungen auf der Friedensburg Schlaining. Mit dem Erwerb der Liegenschaft schafft die Landesholding die Voraussetzungen dafür, dass Raimund Schmidinger den Stadtwirt als Pächter weiterführen kann. Das Vorhaben wird als Pilotprojekt im Sinne des Regierungsprogramms ’Zukunftsplan Burgenland 2030’ umgesetzt, das gezielte Projekte zur Sicherung des gastronomischen Angebots insbesondere außerhalb der touristischen Hotspots vorsieht“. Ausschlaggebend waren laut Landesholding neben der regionalen und strategischen Bedeutung klare wirtschaftliche Kriterien – insbesondere ein unabhängiges Schätzgutachten und eine angemessene Mietrendite. „Vergleichbare Vorhaben sind daher stets gesondert nach strategischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu prüfen“, betont Robert Hierhold.
„Ich will bis zum Schluss das letzte Wirtshaus in Oberwart führen - voller Freude werden wir bis zum letzten Tag in unserem Wirtshaus bleiben“, sagt Stadtwirt Raimund Schmidinger.
Aus der Geschichte des Hauses
Das Gebäude selbst blickt auf eine lange Wirtshaustradition zurück. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich hier das „Gasthaus zum Wilden Mann“, später folgten unter anderem die Wirtefamilien Toth und Leiner. Von 1958 bis 1985 führten Elek und Gisela Posch das Gasthaus, ehe Hans Peter und Maria Neun das Lokal nach einem Umbau als „Stadtbeisl“ neu eröffneten. Dann kam Walter Wukitsch und ab 2009 prägte Raimund Schmidinger das Haus, das sich seit 2012 in seinem Eigentum befand. Quelle: Momenthothek Oberwart.