In der Oberen Hauptstraße in Gols wächst derzeit ein neues Wohnprojekt der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft.
Wallern: Perlinger Gemüse deckt künftig halben Strombedarf selbst
Photovoltaik
Perlinger Gemüse, einer der größten Gemüseproduzenten Österreichs, hat gemeinsam mit der Burgenland Energie eine neu errichtete Photovoltaikanlage auf seinen Gewächshäusern in Betrieb genommen. Mehr als 5.000 Module erzeugen künftig 2,2 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Damit deckt Perlinger Gemüse mehr als die Hälfte seines Energiebedarfs aus eigener Produktion.
Vizebürgermeisterin Sonja Summer, Bürgermeister Ernst Oroszlan, Perlinger Gemüse Geschäftsführer Lukas Haider, Burgenland Energie-CEO Stephan Sharma, Perlinger Gemüse Geschäftsführer Patrick Haider, Landesrat Leonhard Schneemann und Werner Perlinger.
© Klaus Zwinger
Auf den Dächern der Gewächshäuser von Perlinger Gemüse liefern nun über 5.000 PV-Module Sonnenstrom direkt in die Produktion. Das Projekt wurde von Burgenland Energie umgesetzt. Für das Unternehmen bedeutet das planbarere Energiekosten und eine geringere Abhängigkeit von schwankenden Marktpreisen. Gleichzeitig steigt die Versorgungssicherheit, weil ein wesentlicher Teil des Stroms direkt vor Ort erzeugt wird.
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Doskozil: Betriebe sollen energieunabhängig werden
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil betonte in einer Aussendung die politische Dimension des Projekts. „Die letzten Tage und der Krieg im Nahen Osten haben uns gerade wieder gezeigt, wie verwundbar eine Gesellschaft ist, die von Energiequellen abhängig ist, die sie nicht selbst kontrollieren kann“, so Doskozil. Sein Ziel sei klar: „Energieunabhängige Betriebe in einem energieunabhängigen Burgenland.“
Bei der Präsentation der Module nahm Landesrat Leonhard Schneemann für den verhinderten Landeshauptmann teil. Darüber hinaus waren Gesellschafter Werner Perlinger, Bürgermeister Ernst Oroszlan und Burgenland Energie-Geschäftsführer Stephan Sharma sowie die beiden Geschäftsführer von Perlinger Gemüse Lukas und Patrick Haider vor Ort.

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Modellcharakter für andere Unternehmen
Sharma bezeichnete das Projekt als Vorlage für andere Unternehmen: „Es gibt nur eine Antwort auf die Energiekriege: Energieunabhängigkeit.“ Der Energieversorger bietet Betrieben dafür ein Pauschalangebot namens „Energieunabhängig“ an, das die gesamte Umsetzung einer eigenen erneuerbaren Stromerzeugung umfasst. Sharma verwies zudem auf wirtschaftliche Nebeneffekte: „Zusätzlich werden in der Region wichtige konjunkturelle Wertschöpfungseffekte erzielt.“

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Auch Bürgermeister Oroszlan zog ein positives Fazit: „Dieses Projekt steht für verantwortungsvolle Wirtschaftspolitik – nachhaltig, stabil und mit klarem Mehrwert für Betriebe, Gemeinden und die gesamte Region.“
Photovoltaikanlage
- Leistung: 2,3 MWp
- Jahreserzeugung: rund 2.200.000 kWh
- Eigenverbrauch: 92 %
Speicherlösung (in Planung)
- Speicherleistung: 625 kW
- Speicherkapazität: rund 4 MWh
- Eigenverbrauch nach Ausbau: 98 %