Strandbad schreibt erstmals schwarze Zahlen

Podersdorf am See

Die Podersdorf Tourismus- und Freizeitbetriebsgesellschaft (PTF) wirtschaftet seit heuer erstmals ohne finanzielle Unterstützung der Gemeinde. Möglich wurde das durch steigende Besucherzahlen, Nächtigungsrekorde und eine konsequente Eventstrategie.

Von BVZ Redaktion

Um das touristische Angebot weiter auszubauen, wollen die PTF und die Gemeinde nun neue Investoren gewinnen.

Um das touristische Angebot weiter auszubauen, wollen die PTF und die Gemeinde nun neue Investoren gewinnen.

© Podersdorf Tourismus- und Freizeitbetriebsgesellschaft m.b.H.

Der Bürgermeister von Rohrbach, Günter Schmidt, hat kürzlich in den Medien festgehalten, was viele Gemeinden kennen: Kein Freibad oder Badeteich schreibe ein Plus, es sei schlicht nicht leistbar. Das mag vielerorts stimmen – in Podersdorf am See sieht die Realität jedoch anders aus.

Während viele Gemeinden ihre Freibäder und Badeteiche nur mit Zuschüssen betreiben können, geht Podersdorf am See einen anderen Weg. Die Podersdorf Tourismus- und Freizeitbetriebsgesellschaft, Betreiberin des Erlebnis-Strandbades PODOBEACH und des STRANDcampings, kommt seit 2026 ohne Transferzahlungen der Gemeinde aus.

Geschäftsführer Rene Lentsch spricht von einem Meilenstein. Das Ergebnis sei das Resultat jahrelanger Investitionen in Qualität, Angebot und Erlebnisorientierung. Bürgermeisterin Michaela Wohlfart verweist auf die Investitionen von sieben Millionen Euro, die den Ausbau des Strandbades ermöglichten.

Rekordzahlen im Vorjahr

Bereits 2025 konnten neue Höchstwerte erreicht werden. Das Strandbad verzeichnete rund 305.000 Besucher, das STRANDcamping mehr als 124.000 Nächtigungen. Insgesamt wurden in der Destination rund 421.000 Nächtigungen gezählt.

Als wichtiger Erfolgsfaktor gilt das Veranstaltungsprogramm mit rund 60 Events. Dazu zählten unter anderem ein Triathlon mit mehr als 2.000 Teilnehmern, Halloween-Veranstaltungen mit über 10.000 Eintritten sowie ein Eislauf-Event mit rund 10.000 Besuchern.

Neue Hotelprojekte geplant

Um das touristische Angebot weiter auszubauen, wollen die PTF und die Gemeinde nun neue Investoren gewinnen. Geplant ist die Entwicklung zweier Gemeindegrundstücke – eines direkt am See und eines bei der Einfahrt Nordstrand. Vorgesehen sind neue Hotelprojekte, darunter ein Drei-Sterne-Hotel für den Rad- und Wassersporttourismus.

Die Entwicklung in Podersdorf am See zeigt, dass ein öffentliches Bade- und Freizeitangebot unter bestimmten Voraussetzungen nicht nur kostendeckend betrieben werden kann, sondern auch zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor für eine Tourismusgemeinde werden kann.