Theateraufführung in Neudörfl: „Kaviar trifft Grillwürstel“

Premiere am 14. November

Am Wochenende des 14., 15., und 16. Novembers heißt es wieder Bühne frei für die Neudörfler Theatergruppe „Bühne im Martinihof“. Dieses Mal wird die Verwechslungskomödie „Kaviar triff Grillwürstel“ aufgeführt. Mit dabei ist, neben vielen bekannten Gesichtern, auch wieder Fabian Schüler, der unter anderem 2022 als Bankräuber eine Meisterleistung ablieferte und im Vorjahr eine Pause einlegte.

Von Christian Artner

Die Schauspielgruppe „Bühne im Martinihof“ mit Regisseur Helmut Schreiter (stehend 3. v. r.), künstlerischer Leiterin Gabriele Aigner-Tax (vorne 3. v. l.) sowie unter anderem Fabian Schüler (stehend 2. v. r.), der nach einjähriger Pause wieder mit dabei ist. Ebenfalls wieder beim Ensemble: Eva Schmirl (nicht am Foto).

Die Schauspielgruppe „Bühne im Martinihof“ mit Regisseur Helmut Schreiter (stehend 3. v. r.), künstlerischer Leiterin Gabriele Aigner-Tax (vorne 3. v. l.) sowie unter anderem Fabian Schüler (stehend 2. v. r.), der nach einjähriger Pause wieder mit dabei ist. Ebenfalls wieder beim Ensemble: Eva Schmirl (nicht am Foto).

© zVg

Mit 25 Jahren zählt Fabian Schüler – ohne dem übrigen Ensemble nahe treten zu wollen – zur jüngeren Generation der Neudörfler Schauspielgruppe. Dennoch blickt auch er bereits auf sechs Jahre Bühnenerfahrung zurück. In dieser Zeit wirkte er in drei Stücken mit, erstmals 2019: Damals übernahm er eine kleinere Rolle als schottischer Hotelgast in „Rendezvous im Lady O“. 2022 kam seine erste Hauptrolle. Als Bankräuber trug er maßgeblich zum Erfolg der Komödie „Ein gemütliches Wochenende“ bei. Im vergangenen Jahr legte Fabian Schüler eine künstlerische Pause ein, aus zeitlichen Gründen, wie er erzählt. Aktuell studiert er Geschichte und Geographie auf Lehramt, außerdem engagiert er sich im Pfarrgemeinderat.

„Wir sind schon ziemlich bereit für die Aufführung“

Zur „Bühne im Martinihof“ stieß Fabian über den Umweg seiner Eltern, die freundschaftlichen Kontakt zu Ensemblemitgliedern pflegen. Sich gekonnt in Szene zu setzen, damit hatte der Neudörfler noch nie Probleme: „Schauspielern hat mich schon immer interessiert, im privaten Kreis veranstalten wir auch manchmal Rollenspiele.“ Auch auf Karaoke-Bühnen hat Fabian Schüler bereits einige Auftrittserfahrung gesammelt.

Das Textlernen bereitet ihm keine Probleme, erzählt er. Dafür hat er sich ein eigenes System zurechtgelegt. Mithilfe von Tonbandaufnahmen lässt er sich die Textzeilen seiner Schauspielpartner vorspielen, um anschließend mit seinem Part einzusetzen – eine Methode, mit der er gleich die Dialogsituation mitprobt. „Wenn ich mich hinsetze, habe ich den Text meistens in ein paar Tagen gelernt“, sagt Fabian. Die Proben für das neue Stück laufen bereits seit Anfang September. Vergangene Woche fand ein erster großer Workshop statt. „Wir sind schon ziemlich bereit“, meint Schüler. „Jetzt werden noch die Feinheiten herausgearbeitet.“

Theateraufführung in Neudörfl: „Kaviar trifft Grillwürstel“

© Christian Artner

Theateraufführung in Neudörfl: „Kaviar trifft Grillwürstel“

© Christian Artner

Dieses Mal übernimmt er die Rolle des Bürgermeisters – mit etwas weniger Bühnenzeit als zuletzt. Werden dabei Parallelen zum Neudörfler Bürgermeister zu erkennen sein? „Ich will nicht zu viel verraten, aber wer uns kennt, weiß, dass wir die Stücke immer etwas umschreiben, sodass lokale Anspielungen durchaus erkennbar sind.“

Komödie, bei der alles Erdenkliche schiefläuft

Zum Stück selbst: Wie nicht anders zu erwartet, hat man wieder eine rasante Komödie gewählt. Im Zentrum: Erna Wutschke (gespielt von Gabriele Aigner-Tax). Panik kommt auf, sie muss innerhalb von 24 Stunden ihr heruntergekommenes Wirtshaus in ein Edel-Lokal verwandeln, denn ihr neureicher Cousin (Günther Lehnert) hat seinen Besuch angemeldet. Damit er ihr Geld für das Wirtshaus leiht, hatte Erna ihm vor Jahren erzählt, sie betreibe ein gutlaufendes Edel-Restaurant. Was sie aber hat, ist ein schlechtlaufendes Wirtshaus. Jetzt muss die bodenständige Erna plötzlich so tun, als sei sie eine Spitzengastronomin.

Stammkundin Sandy (Angelika Moser-Steiger), die sonst im Wirtshaus ihren Frühschoppen einnimmt, muss in die Rolle einer feinen Dame schlüpfen, Ernas tollpatschiger Lebensgefährte (Georg Stockinger) jagt als piekfeiner Kellner von einer Katastrophe in die nächste, der schweigsame Stammgast Heini (Billy Hammer) weigert sich standhaft, seinen Stammplatz an der Bar zu verlassen, und Ernas missgünstige Nachbargastronomin (Sabine Schügerl) setzt Ungeziefer im Lokal aus.

Was folgt, ist ein rasend lustiges Verwechslungsspiel, bei dem schiefläuft, was nur schieflaufen kann. Mit gewitzten Ideen scheint es Erna trotzdem zu gelingen, ihren Cousin von dem Edel-Lokal zu überzeugen.

Die „Bühne im Martinihof“ kann heuer wieder aus einem vollen Repertoire an Schauspielern und Schauspielerinnen schöpfen, zehn an der Zahl, während das Stück im vergangenen Jahr mit „nur“ sechs auskam. Erstmals dabei sein wird Roswitha Tschirk, die die Frau des Bürgermeisters mimt. Regie führt wie gewohnt Helmut Schreiter, die künstlerische Leitung hat erneut Gabriele Aigner-Tax inne.

Kartenvorverkauf jeweils donnerstags im Martinihof

Karten sind im Vorverkauf jeden Donnerstag von 18 bis 20 Uhr im Martinihof erhältlich. Preis im Vorverkauf: 15 Euro im Vergleich zur 18 Euro an der Abendkassa.

Aufführungsbeginn: Freitag und Samstag jeweils 19 Uhr bzw. 17 Uhr am Sonntag.