Neuer Dorfplatz als Herzstück von Redlschlag

Prestigeprojekt

Redlschlag hat ein neues Zentrum: Mit dem neu gestalteten Dorfplatz wurde ein Ort eröffnet, der Begegnung, Geschichte und Gestaltung vereint. Entstanden ist er parallel zum Bau des neuen Altenwohn- und Pflegeheims – auf Initiative von Vizebürgermeister und Ortsvorsteher Wilhelm Böhm und nach Entwürfen von Albert Dorner.

Von Bertie Unger

Vizebürgermeister und Ortsvorsteher von Redlschlag, Wilhelm Böhm (mi.) bekam von Landesrat Heinrich Dorner und Bürgermeisterin Renate Habetler eine Ehrenurkunde überreicht.

Vizebürgermeister und Ortsvorsteher von Redlschlag, Wilhelm Böhm (mi.) bekam von Landesrat Heinrich Dorner und Bürgermeisterin Renate Habetler eine Ehrenurkunde überreicht.

© LMS

Der neue Dorfplatz wurde am Samstag im Rahmen eines großen Festaktes im Beisein von Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner und der Bürgermeisterin der Großgemeinde Bernstein, Renate Habetler, feierlich eröffnet.

„Es ist eine Freude zu sehen, wie viele Projekte in der Großgemeinde Bernstein umgesetzt werden. Dieser neue Dorfplatz steht als Begegnungsort für Alt und Jung zur Verfügung und kann in Zukunft Generationen verbinden“, erklärte Landesrat Dorner beim Festakt. Der neue Dorfplatz soll künftig sowohl für die Pflegeheimbewohnerinnen und Pflegeheimbewohnern als auch für Besucherinnen und Besucher sowie für die Bevölkerung ein Ort der Begegnung sein.

Eine Stützmauer mit Böschung, die von der Baudirektion Burgenland errichtet und zur Gänze vom Land Burgenland finanziert wurde, umschließt den Dorfplatz wie einen Gürtel. Innerhalb der Mauer wurde der Platz in vier Abschnitte eingeteilt, die einerseits die Nutzung des Dorfplatzes vereinfachen und andererseits auf ästhetische Weise die Geschichte und Seele von Redlschlag darstellen.

Die vielen Gesichter des neuen Dorfplatzes

Der erste Abschnitt im westlichen Teil der Böschung widmet sich dem Bergbau in Redlschlag: „In den Hang haben wir eindrucksvoll einen Bergwerkseingang gebaut. Dieser soll darauf hinweisen, dass hier bereits im 17. Jahrhundert Bergbau betrieben wurde“, so Vizebürgermeister Wilhelm Böhm. Ein Teilbereich der Böschung soll zudem das Redlschlager Wappen darstellen, einen Dreiberg, der von der Fernansicht östlich von Salmannsdorf kommend zu erkennen ist.

Der zweite Abschnitt, der eigentliche Dorfplatz, wurde an der Außenseite zentral drei Flaggenmasten versetzt und bietet mit einem Trinkbrunnen Erfrischung. Zur Erholung soll im Frühjahr 2026 außerdem eine Sitzgelegenheit hinzukommen. Abschnitt drei ist Teil des Straßenzuges Oberer Anger, wo die Fahrbahn in einen Gehweg übergeht und durch Beschränkung des Verkehrs auf Anrainerinnen und Anrainer bei Bedarf als erweiterter Dorfplatz verwendet werden kann. Der vierte und letzte Abschnitt wurde entlang der Böschung mit acht Gabionen und entsprechender Bepflanzung vor allem als Grünareal gestaltet.