Beim Tag der offenen Tür der Akademie der Wirtschaft in Neusiedl am See erkundeten Jugendliche die Ausbildung mit Quizzen, Spielen und Führungen.
Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Projekt „Natur in Sicht“
Neun Gemeinden haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, um der Bevölkerung und Gästen die Natur näherzubringen.
Abschlusspräsentation des interkommunalen Projekts "Natur in Sicht": Neun Gemeinden präsentierten ihre umgesetzten Projekt am Samstag in Gattendorf beim neu geschaffenen Radinfopoint.
© Birgit Böhm-Ritter
Im Rahmen der „Natur im Norden“ gründeten die Gemeinden Deutsch Jahrndorf, Gattendorf, Parndorf, Neudorf, Edelstal, Potzneusiedl, Nickelsdorf, Pama und Zurndorf eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE), um die Naturbesonderheiten auf der Parndorfer Platte sichtbar zu machen. „Man muss nicht immer weit wegfahren, um Schönes zu erleben“, sagte ARGE-Sprecher Gerald Handig, Bürgermeister von Edelstal, im Rahmen der Präsentation des Projekts „Natur in Sicht“ am Samstag in Gattendorf.
Zum Abschluss des Projektes ging von dort die vom Tourismusverband Nordburgenland organisierte Veranstaltung „Tour de Natur“ aus. Die neun Gemeinden präsentierten ihre Projekte, begleitet von kulinarischen Schmankerln der Region.
Herausforderungen gemeistert
Vieles ist gelungen, dabei stand der Start des Projektes unter keinem guten Stern: Auf die Gründung der Arbeitsgemeinschaft folgte Corona, Social Distancing und Teuerungswelle, zeichnete Handig die Chronologie des Projektstarts: „Als es so weit war, Aufträge an Firmen zu vergeben, war alles so teuer geworden, dass wir es uns nicht leisten konnten.“ Erst eine Projektverlängerung und Budgetaufstockung habe die Umsetzung möglich gemacht. Entstanden sind Beobachtungsterrassen und Aussichtstürme, Naturwanderwege und Themenwege, Naturspielplätze, rund 1000 Gehölze wurden gepflanzt, Beschilderungen, überdachte Rastplätze, eine Homepage und ein Folder mit Fokus auf jene Arten aus Flora und Fauna, die es auf der Parndorfer Platte zu entdecken gibt. Eine 75-prozentige Förderung durch EU, Bund und Land ermöglichte die Finanzierung.
Interkommunale Zusammenarbeit soll weiter gehen
Die Projektmanager Gerhard Schlögl und Sabine Tomaschitz lobten die gute Zusammenarbeit der neun Gemeinden, die in dieser Konstellation erstmals zusammenarbeiteten: Dass bei den meisten Sitzungen immer alle neun Bürgermeister anwesend waren, sei positiv hervorzuheben, sagte Schlögl. Das sei eine gute Basis für eine Weiterführung des Projekts.
„Die Natur in dieser Region ist vielfältiger, als man meinen würde“, betonte Schlögl. Im Zuge des Projekts wurden die landschaftlichen Besonderheiten in Broschüren und auf Informationstafeln anschaulich vermittelt und fotografisch festgehalten. Bei Exkursionen konnten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Schulklassen ein Bild vor Ort machen. Wie schon oben beschrieben, wurden auch zahlreiche bauliche Maßnahmen auf den Weg gebracht. So wie etwa der Rad-Infopoint mit seinem überdachten großzügig gestalteten Rastplatz in Gattendorf, wo die Abschlusspräsentation des Projekts „Natur in Sicht“ im Rahmen des Events „Tour de Natur“ am Samstag stattfand.
Projekt für Gäste und Einheimischen
Janine Zangl vom Tourismusverband Nordburgenland sprach als Organisatorin des Abschlussevents die Bedeutung des Projekts „Natur in Sicht“ an. „Die wunderschöne Natur in unserer Region ist einer der Hauptgründe, warum Gäste zu uns kommen.“ In der Tourismusorganisation gehe man aber immer mehr in Richtung Lebensraum-Management, schließlich müsse es eine Symbiose zwischen Tourismus und Einheimischen geben. „‚Natur in Sicht‘ ist bezeichnend für ein Projekt, das etwas Gutes für die Bevölkerung hervorgebracht hat, aber auch touristisch genutzt werden kann.“