Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel

Projekt „Natur in Sicht“

Neun Gemeinden haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, um der Bevölkerung und Gästen die Natur näherzubringen.

Von Birgit Böhm-Ritter

Abschlusspräsentation des interkommunalen Projekts "Natur in Sicht": Neun Gemeinden präsentierten ihre umgesetzten Projekt am Samstag in Gattendorf beim neu geschaffenen Radinfopoint.

Abschlusspräsentation des interkommunalen Projekts "Natur in Sicht": Neun Gemeinden präsentierten ihre umgesetzten Projekt am Samstag in Gattendorf beim neu geschaffenen Radinfopoint.

© Birgit Böhm-Ritter

Im Rahmen der „Natur im Norden“ gründeten die Gemeinden Deutsch Jahrndorf, Gattendorf, Parndorf, Neudorf, Edelstal, Potzneusiedl, Nickelsdorf, Pama und Zurndorf eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE), um die Naturbesonderheiten auf der Parndorfer Platte sichtbar zu machen. „Man muss nicht immer weit wegfahren, um Schönes zu erleben“, sagte ARGE-Sprecher Gerald Handig, Bürgermeister von Edelstal, im Rahmen der Präsentation des Projekts „Natur in Sicht“ am Samstag in Gattendorf.

Zum Abschluss des Projektes ging von dort die vom Tourismusverband Nordburgenland organisierte Veranstaltung „Tour de Natur“ aus. Die neun Gemeinden präsentierten ihre Projekte, begleitet von kulinarischen Schmankerln der Region.

/
Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Im Rahmen der Veranstaltung "Tour de Natur" stellten die einzelnen Gemeinde ihre "Natur in Sicht"-Projekte vor.

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Eine Torte zur Feier des Tages: ARGE-Sprecher und Edelstaler Bürgermeister Gerald Handig und Gattendorfs Bürgermeister Robert Kovacs

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Bürgermeister Karel Lentsch lud zu einem Spaziergänger am neu geschaffenen rund 2 Kilometer lange Hutweidewanderweg in Neudorf ein.

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Parndorfs Vizebürgermeister Wolfgang Daniel freut sich, dass man sich zwischen Hundsheimer Berg, Leitha und Parndorfer Platte vernetzt und hofft, dass die breite Bevölkerung, Interesse findet "in unserer schönen Natur was zu erleben". Das Highlight in Parndorf sei sicher der im Rahmen des Projekts enstandene Aussichtsturm bei der Kuruzzenschanze. Darüber hinaus wurden Baumpflanzungen gemacht, ein Radrastplatz sowie Unterstände und ein Motorikpark sind gebaut worden.

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
In Nickelsdorf sind Plattformen und überdachte Sitzgelegenheiten bei der Leitha gebaut worden. Außerdem habe man sich Gedanken über die ausgetrocknete Kreuzlacke gemacht, so Vizebürgermeister Helmut Pecher. Künftig wolle man eine Lösung finden, damit es dort wieder Wasser gebe.

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
In der Gemeinde Deutsch Jahrndorf enstanden unter anderem zwei Rundwanderwege, eine Streuobstwiese beim Kindergarten und Rastplätze, wie Bürgermeister Gerhard Bachmann darlegte.

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
In Pama enstand der Trappenrundweg sowie ein Biotopweg zwischen Spitzerbach und Wiesgraben. Bürgermeister Manfred Bugnyar: "Ich glaube viele Leute wissen gar nicht, welche Tier und Pflanzenwelt es dort gibt. Von Bieber bis zu Amphibien und Fledermäusen gibt es einiges zu entdecken."

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Bürgermeister Franz Werdenich erzählte von Streuobstwiesen, die in seiner Gemeinde Potzneusiedl geschaffen wurden, Wege wurden durch Schautafeln attraktiviert und Sitzgegenheiten als Treffpunkt oder Rastplatz sind enststanden.

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
ARGE-Sprecher Gerald Handig skizzierte den Verlauf des gemeinsamen Projekts "Natur in Sicht".

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Janine Zangl, Tourismusveband Nordburgenland

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Die Projektleitung hatten Gerhard Schlögl und Sabine Tomaschitz inne.

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Mit Tamburizza-Klängen aus Neudorf wurde die Veranstaltung am Samstag musikalisch begeleitet.

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Radinfopoint in Gattendorf

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Radinfopoint in Gattendorf

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Erlebnisspielgarten in Gattendorf

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Erlebnisspielgarten in Gattendorf

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Erlebnisspielgarten in Gattendorf

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Erlebnisspielgarten in Gattendorf

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Erlebnisspielgarten in Gattendorf

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Erlebnisspielgarten in Gattendorf

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Erlebnisspielgarten in Gattendorf

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel
Erlebnisspielgarten in Gattendorf

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel

© Birgit Böhm-Ritter

Parndorfer Platte: Neun Gemeinden mit einem gemeinsamen Ziel

© Birgit Böhm-Ritter

Herausforderungen gemeistert

Vieles ist gelungen, dabei stand der Start des Projektes unter keinem guten Stern: Auf die Gründung der Arbeitsgemeinschaft folgte Corona, Social Distancing und Teuerungswelle, zeichnete Handig die Chronologie des Projektstarts: „Als es so weit war, Aufträge an Firmen zu vergeben, war alles so teuer geworden, dass wir es uns nicht leisten konnten.“ Erst eine Projektverlängerung und Budgetaufstockung habe die Umsetzung möglich gemacht. Entstanden sind Beobachtungsterrassen und Aussichtstürme, Naturwanderwege und Themenwege, Naturspielplätze, rund 1000 Gehölze wurden gepflanzt, Beschilderungen, überdachte Rastplätze, eine Homepage und ein Folder mit Fokus auf jene Arten aus Flora und Fauna, die es auf der Parndorfer Platte zu entdecken gibt. Eine 75-prozentige Förderung durch EU, Bund und Land ermöglichte die Finanzierung.

Interkommunale Zusammenarbeit soll weiter gehen

Die Projektmanager Gerhard Schlögl und Sabine Tomaschitz lobten die gute Zusammenarbeit der neun Gemeinden, die in dieser Konstellation erstmals zusammenarbeiteten: Dass bei den meisten Sitzungen immer alle neun Bürgermeister anwesend waren, sei positiv hervorzuheben, sagte Schlögl. Das sei eine gute Basis für eine Weiterführung des Projekts.

„Die Natur in dieser Region ist vielfältiger, als man meinen würde“, betonte Schlögl. Im Zuge des Projekts wurden die landschaftlichen Besonderheiten in Broschüren und auf Informationstafeln anschaulich vermittelt und fotografisch festgehalten. Bei Exkursionen konnten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Schulklassen ein Bild vor Ort machen. Wie schon oben beschrieben, wurden auch zahlreiche bauliche Maßnahmen auf den Weg gebracht. So wie etwa der Rad-Infopoint mit seinem überdachten großzügig gestalteten Rastplatz in Gattendorf, wo die Abschlusspräsentation des Projekts „Natur in Sicht“ im Rahmen des Events „Tour de Natur“ am Samstag stattfand.

Projekt für Gäste und Einheimischen

Janine Zangl vom Tourismusverband Nordburgenland sprach als Organisatorin des Abschlussevents die Bedeutung des Projekts „Natur in Sicht“ an. „Die wunderschöne Natur in unserer Region ist einer der Hauptgründe, warum Gäste zu uns kommen.“ In der Tourismusorganisation gehe man aber immer mehr in Richtung Lebensraum-Management, schließlich müsse es eine Symbiose zwischen Tourismus und Einheimischen geben. „‚Natur in Sicht‘ ist bezeichnend für ein Projekt, das etwas Gutes für die Bevölkerung hervorgebracht hat, aber auch touristisch genutzt werden kann.“