50 Mal vom Rabnitztal aus auf Reisen gegangen

Rabnitztaler Sommerreise

Der Unterrabnitzer Otto Fruhmann organisiert seit 1976 jährliche Fahrten zu vielen Sehenswürdigkeiten in Österreich, aber auch zu Touristenzentren in ganz Europa. Begonnen hat alles mit einem Sportlerausflug.

Von BVZ Redaktion

Die Generaldirektorin der Holleis-Hotelgruppe Martina Riedl beflaggte das Haus mit der österreichischen Fahne und informierte die Rabnitztaler persönlich über die ehrwürdige Geschichte und den Beginn des Tourismus in diesem Gebiet und achtete auf deren Wohlbefinden.

Die Generaldirektorin der Holleis-Hotelgruppe Martina Riedl beflaggte das Haus mit der österreichischen Fahne und informierte die Rabnitztaler persönlich über die ehrwürdige Geschichte und den Beginn des Tourismus in diesem Gebiet und achtete auf deren Wohlbefinden.

© zVg/Fruhmann

Über dem Schreibtisch von Otto Fruhmann hängt eine Collage von Franz Mandl - eine Erinnerung an einen Londonaufenthalt im Jahr 2003. Zwischen einer britischen Pfundnote, einem Plan des Londoner U-Bahnnetzes, einer Silhouette des Towers und dem Foto einer Gruppe reiselustiger Rabnitztaler steht Otto Fruhmann mit einem Plan in der Hand. Zwar war der mittlerweile pensionierte Lehrer eigentlich lange Jahre Schulleiter von Beruf, aber Reiseleiter sein ist quasi seine zweite Berufung.

„Otto, mach etwas, sonst kommen wir nirgendwo hin!“, das war der Auftrag nach den ersten Sportlerausflügen Mitte der 70-er Jahre. Seither organisierte der damalige Sektionsleiter des SC Unterrabnitz Otto Fruhmann Fahrten zu allen Sehenswürdigkeiten in Österreich von Vorarlberg bis zum Neusiedlersee, aber auch zu Touristenzentren in ganz Europa - von Irland bis Malta, nach Andalusien in Spanien und an die Westküste Portugals. Schließlich besuchten die reiselustigen Rabnitztaler noch viele Hauptstädte in Europa - von Dublin und London bis Paris, Lissabon und Rom.

Was also im Jahr 1976 als Sportlerausflug begann, jährte sich als „Rabnitztaler Sommerreise“ heuer zum 50. Mal. Zum Jubiläum ging es ins kroatische Crkvenica ins 135 Jahre alte Grandhotel Kvarner Palace.

„Mein guter Kontakt zur Generaldirektorin der Holleis-Gruppe, Mag. Martina Riedl, die auch schon mit der 'Rose der Freundschaft des Hauses Habsburg-Lothringen' ausgezeichnet wurde und in Österreich das 'Hotel Salzburgerhof', 'Grand Hotel Zell am See' und 'Berghotel Rudolfshütte' führt, war auch ausschlaggebend, dass wir uns diese Nobelherberge leisten konnten. Übrigens ließ es sich die Frau Generaldirektorin nicht nehmen und war in Crkvenica während unseres Aufenthaltes anwesend - und sie ließ sogar das Hotel mit der Österreichfahne schmücken“, freut sich Fruhmann.

Ausflüge auf die Insel Pag, auf die Insel Krk und zur Klosterinsel Košljun standen am Programm, es blieb aber genügend Zeit für ein Bad im Meer am Privatstrand des Hotels oder in den Meerwasser-Pools der Hotelanlage.

Bei der Heimfahrt organisierte der Reiseleiter binnen zehn Minuten eine Weinkost für 50 Leute im Keller des Hauses mit der ältesten Weinrebe der Welt in Marburg an der Drau. Ein weiteres wunderschönes Erlebnis in einer Reihe von vielen, über die man wie Fruhmann sagt, ein Buch schreiben könnte.

1980 ging es zum ersten Mal ins Ausland – in das schöne Südtirol, wo man am Kalterer See Quartier bezog, 1986 dann zum ersten Mal ans Meer.

„In Au im Bregenzer Wald haben wir einen Heimatabend besucht, wobei die örtliche Schuhplattlergruppe dreimal das Weinlager auffüllen musste, da stets der Wein ausging“, schmunzelt Fruhmann. „Im Hotel feierte man weiter – aber am nächsten Tag hatten alle vier Tischler unserer Reisegruppe, der Leopold, der Reinhard, der Sepp und der Ewald, zu tun, damit sie die Schäden am Bett wieder reparieren konnten.“

Am häufigsten standen die Naturschönheiten Österreichs, das kulturelle Erbe der Kirchen und Klöster und der Glanz der monarchistischen Vergangenheit im Zentrum der Rabnitztaler Sommerreisen. „Und eine Reise war nie komplett ohne die Geschichten von Mayerling und der Reisefreudigkeit unserer Sisi. Ich bedanke mich für 50 Jahre Aufmerksamkeit, denn natürlich hab ich oft übertrieben, wenn es um unsere österreichische Geschichte ging, die uns nicht nur in Südtirol, sondern in Triest, in Opatja, in Rijeka, in Crkvenica und in Dubrovnik auf Schritt und Tritt begegnete“, so Fruhmann, der besonders für die vielen positiven Rückmeldungen der Reiseteilnehmerinnen und -teilnehmer dankbar ist.

„Die heurige Fahrt war etwas Spezielles - Grandhotel aus der Zeit der Monarchie, Programm, Wetter, Teamgeist - alles war perfekt“, kann Fruhmann zufrieden Bilanz zum Jubiläum ziehen. „Beim traditionellen Filmabend im nebeligen November werden wir uns gerne an unsere Reise in den sonnigen Süden erinnern.“