MSV behält auch in Floridsdorf die weiße Weste an
Regionalliga Ost
Der MSV startete gegen Donaufeld mit Dreierkette, holte den nächsten Dreier und kann endgültig Aufatmen. Außerdem blieb man zum zweiten Mal in Serie ohne Gegentreffer.
Zweimal Drei macht Sechs - Lukas Secco besiegelte bei Donaufeld den zweiten Dreier in Serie.
© MSV/Lukas Krenn
Alois Höller hatte sich Donaufeld genau angesehen. Die Wiener agieren mit vier Mann in der letzten Linie, also probierte der Mattersburger Cheftrainer in der Bundeshauptstadt eine Dreierkette aus, die in der Rückwärtsbewegung zu einem 5-3-2 wurde.
Der Plan ging auf, weil eine Co-Produktion der beiden Stürmer Sebastian Trenkmann und Daniel Markl zu einem Freistoß in aussichtsreicher Position führte, den Christoph Halper verwandelte. „Das ist uns ideal aufgegangen, auch wenn wir nach 20 Minuten umstellen mussten“, sagt Höller. Der hatte schon vor Anpfiff einen Plan B. Lukas Secco rutschte zurück in die Viererkette, Trenkmann auf die linke Schiene. Grund für die Umstellung waren aktive Floridsdorfer. „Zweite Halbzeit haben wir das dann souverän heimgespielt“, bilanzierte Höller. Dessen Team offensichtlich auch Rückschläge kann.
Nach einem holprigen Saisonstart bedeutete das 0:2 durch Lukas Secco der zweite Saisonsieg in Folge – das zweite Mal ohne Gegentor. Die erste wirkliche Misere in der noch jungen Vereinshistorie scheint damit abgehakt zu sein. Für Höller ist das keine große Überraschung. „Die Mannschaft wächst immer mehr zusammen, Abläufe stimmen immer mehr und die Spieler spüren sich untereinander besser“, lobt er die Entwicklung seiner Mannschaft. Er sehe darin aber noch etwas viel Tiefgründigeres.
Schwierige Phasen finde er leiwand, weil man daraus lernt. Seinem Sohn gibt er auf dem Weg in den Erwachsenenfußball mit, dass man immer gewinnt. „In der Kampfmannschaft reicht nur lernen leider nicht, da musst du halt auch liefern“, sagt er. Dennoch erlebt er gerade einen Ruck in der Gruppendynamik. „Ähnlich wie in einer Beziehung“, vergleicht Höller und fügt hinzu: „Egal was jetzt kommt, wir haben das schon einmal erlebt.“
Statistik
Donaufeld - MSV 0:2 (0:1).- Tore: 0:1 (4., Freistoß) Halper, 0:2 (70.) Secco.
SR:Autherith.- 300.
Mattersburg:Kaltenböck; Leitgeb, Haring, Tobias Stöger (73. Federer); Secco, Wodicka, Kitenge (89. Nezaj), Halper (81. Strodl), Kaiser; Trenkmann (73. Pöttschacher), Markl.
Donaufeld:Habetler; Kovcun (52. Puchegger), Mercan, Haselmayr, Yazici (46. Zwickl), Ruiss, Holzer, Petkovic, Stogiannidis (64. Dimoski), Schneider, Domuzeti (77. Suschitz).