Paukenschlag in der Ostliga: ASV Siegendorf stellt Spielbetrieb ein
REGIONALLIGA OST
Nach dem Abgang von Präsident Peter Krenmayr als ASV-Präsident war die zuvor schon nicht einfache Lage in Siegendorf richtig prekär. Die Ungewissheit hat nun ein bitteres Ende. Der Traditionsverein stellt den Spielbetrieb ein und begibt sich in ein Sanierungsverfahren. Das teilte der Verein via Presseaussendung mit.
© M. Ivansich
Der ASV Siegendorf hat bei seiner ordentlichen Mitgliederversammlung am 12. Dezember 2024 weitreichende Entscheidungen für die Zukunft des Vereins getroffen. Im Mittelpunkt stehen die Sicherung des Vereinsbestands und die Förderung der Nachwuchsarbeit.
Die Beschlüsse im Detail:
- Neuwahl des Vorstandes: Nach einer Statutenänderung wurde ein neuer Vorstand gewählt, der die Weichen für die kommenden Jahre stellen soll.
- Einstellung des Kampfmannschaftsbetriebs in der Regionalliga Ost (RLO): Der Spielbetrieb der Kampfmannschaft wird eingestellt. Gleichzeitig wurde der unbefristete Vereinswechsel aller verbliebenen Spieler der Kampfmannschaft genehmigt.
- Fokus auf den Nachwuchs: Der gesamte Nachwuchsbetrieb bleibt unangetastet. Der ASV Siegendorf wird weiterhin mit allen Jugendmannschaften an den Bewerben des Burgenländischen Fußballverbandes (BFV) teilnehmen.
- Sanierungsantrag nach Insolvenzordnung: Mit Unterstützung des Wiener Rechtsanwalts und Insolvenzrechtsexperten Dr. Günther Hödl wird ein Sanierungsantrag ohne Eigenverwaltung ausgearbeitet. Ziel ist es, den Fortbestand des Vereins nachhaltig zu sichern.
Der Vorstand plant, ab der Saison 2025/26 wieder eine Kampfmannschaft in der 2. Klasse Nord, der untersten Leistungsstufe des BFV, ins Rennen zu schicken. Mit Unterstützung privater Gönner und Spender – vor allem aus der „Siegendorfer Fußballfamilie“ – wollen die Verantwortlichen sicherstellen, dass der Verein weiterhin als sportliches Zuhause für zahlreiche Kinder und Jugendliche bestehen bleibt.
Stefan Strommer, Obmann des ASV Siegendorf, ersucht vorerst um Geduld: „Details zum Sanierungsantrag können erst nach dessen Ausarbeitung durch Herrn Dr. Hödl veröffentlicht werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.“