Hans Niessl will es wissen: Der frühere Landeshauptmann und aktuelle Sport-Austria-Präsident geht ins Rennen um die Bundespräsidentschaft: Der Unterstützungsverein ist gegründet, jetzt läuft die Vorbereitung für den Wahlkampf 2028.
Ausbau fix: Mehr Operationen & Kapazitäten für Herzchirurgie Oberwart
Richtung „Vollabteilung“
41 Patientinnen und Patienten wurden bislang in der Herzchirurgie in der Klinik Oberwart behandelt, die Nachfrage steigt. Die Voraussetzungen für den Übergang zur nächsten Phase seien erfüllt, gaben Gesundheit Burgenland und Landeshauptmann Doskozil bekannt: Mit 1. Oktober wird ausgebaut.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil mit dem Team der Klinik Oberwart beim Start der Herzchirurgie.
© Landesmedienservice
Schritt für Schritt soll die Herzchirurgie in der Klinik Oberwart zur „Vollabteilung“ werden, am 1. Oktober erfolgt der Ausbau: Das operative Spektrum wird erweitert, die Kapazität auf vier Herz-Lungen-Maschinen-Einsätze pro Woche erhöht und die Zahl der Betten in der stationären Versorgung auf acht gesteigert, teilten Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und die Gesundheit Burgenland mit. Nach sechs Monaten Aufbauarbeit sei das der nächste Schritt.
Mit der bisherigen Bilanz zeigte sich Doskozil zufrieden. Es habe sich gezeigt, „dass die Herzchirurgie gebraucht wird“, betonte er. Sie soll nun gemeinsam mit der Kardiologie Schritt für Schritt zu einem „regionalen Herzzentrum“ ausgebaut werden. Bekannt ist, dass die Pläne auch kritisch gesehen werden. An der Herzchirurgie wollen Doskozil und die Landesregierung aber auf jeden Fall festhalten.
In den vergangenen sechs Monaten wurden Infrastruktur, Team und Abläufe etabliert, erläuterte Abteilungsleiter Wolfgang Dietl. 41 Patientinnen und Patienten seien bereits erfolgreich behandelt worden. Pro Woche würden drei bis vier neue dazukommen. Auch Menschen aus anderen Bundesländern lassen sich laut Dietl in Oberwart behandeln.
Bisher wurden vor allem elektive Eingriffe durchgeführt. In der zweiten Ausbauphase sollen nun zunehmend auch kombinierte und dringliche Eingriffe vorgenommen werden, sagte Stephan Kriwanek, Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland.
Erst am Montag hatte der Landeshauptmann am Rande der SPÖ-Klubklausur auch die noch ausständige Entscheidung des Landesverwaltungsgerichtes (LVwG) angesprochen: Er geht nämlich davon aus, dass der Bescheid des Landes, mit dem die Abteilung bewilligt wurde, zur Korrektur zurückgewiesen oder aufgehoben werden könnte.
Das habe formale Gründe, weil der Bescheid unter der Auflage erstellt worden sei, dass die Bundes-Zielsteuerungskommission zustimme, so Doskozil. Zustimmung gab es bekanntlich aber keine.